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Wallbox-Förderung: so gibt’s Geld für die Ladestation
6. April 2022
Elektromobilität

Wallbox-Förderung: so gibt’s Geld für die Ladestation

Wer E-Auto fahren will, muss laden. So ist das bei der Elektromobilität. Und es dauert etwas länger als das Tanken beim Verbrenner. Am bequemsten lädt man Elektroautos zuhause auf dem eigenen Stellplatz mit der eigenen, privaten Wallbox. Hier kann das E-Auto jederzeit eingesteckt und über Nacht aufgeladen werden. Die Kosten dafür können allerdings erheblich sein.

Um die Elektromobilität zu fördern und die öffentliche Ladeinfrastruktur zu entlasten, hat der Bund über die Förderbank KfW eine Förderung für den Kauf und den Einbau von privaten Ladestationen aufgelegt, die mit Ökostrom betrieben werden. Diese Wallbox-Förderung lief allerdings 2021 aus. Mehr als 825.000 Wallboxen wurden mittels des Zuschusses 440 unterstützt. Ob es eine Neuauflage der Förderung gibt, ist derzeit ungewiss.

Es gibt jedoch weitere Möglichkeiten, an eine Wallbox-Förderung zu kommen. Die KfW zahlt weiterhin Zuschüsse für Wallboxen, allerdings nur an Unternehmen, kommunale Betriebe oder Vereine. Insgesamt fünf Fördermöglichkeiten lassen sich unterscheiden:

  • KfW-Förderung für private Ladestationen (ausgelaufen)

  • KfW-Förderung für Unternehmen

  • Regionale Förderprogramme für Privatleute

  • Regionale Förderprogramme für Unternehmen

  • Förderung durch Stromversorger

Welche Förderprogramme es gibt, wer jetzt noch an Geld kommt und wie das geht, erfährst du hier.

Wer jetzt noch die KfW-Förderung 440 bekommt

Wer bereits einen Antrag gestellt hat und eine Bestätigung der KfW erhalten hat, muss sich keine Sorgen machen. Der Zuschuss ist für Antragstellende reserviert. Er wird ausgezahlt, sobald der Einbau der Wallbox nachgewiesen wird. Dazu müssen Antragstellende ihre Rechnungen für Kauf und Einbau fristgerecht einreichen. Das geschieht über das KfW-Zuschussportal.

Wichtig dabei: Die Zusage zur Förderung ist nicht unbegrenzt gültig. Die Nachweise müssen innerhalb einer Frist von 12 Monaten nach Antragsbestätigung eingereicht werden. Welches Datum genau ausschlaggebend ist, können Antragstellende ihrer Bestätigung entnehmen.

KfW-Förderung von Wallboxen für Unternehmen und Private

Unternehmen können weiterhin Förderungen für Wallboxen bekommen – davon profitieren auch Arbeitnehmer. (Bild: iStock)

Das Förderprogramm für private Ladestationen der KfW wurde abgelöst durch eine ähnliche Förderung, die sich unter anderem an Firmen, kommunale Unternehmen und gemeinnützige Organisationen und Vereine richtet. Dieser „KfW-Zuschuss 441“ kommt zwar für Privatleute nicht in Frage, aber für Einzelunternehmer und Freiberufler. Genau wie bei der Wallbox-Förderung für Privatleute sind die Ladepunkte nicht öffentlich zugänglich, sie dienen also dem firmeneigenen Fuhrpark, dem Firmenwagen oder Besuchern und Kunden zum Laden des E-Autos.

Davon abgesehen funktioniert die Förderung fast genauso wie die Förderung für private Wallboxen. Die Übersicht zeigt, wo sie sich unterscheiden und wo sie sich gleichen:

FörderprogrammFörderung privater Wallboxen (440)Wall box Förderung für Firmen (441)
Wer wird gefördert?Privatleute, Eigentumsgemeinschaften, Mieter, Vermieter (Privatpersonen, Unternehmen, Wohnungsgenossenschaften)Firmen, Einzelunternehmer, Freiberufler, kommunale Unternehmen, Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, z. B. Kammern und Verbände, gemeinnützige Organisationen (u.a. Kirchen)
Was wird gefördert?Kauf und Installation von Ladestationen bzw. Wallboxen mit 11 kW Ladeleistung und intelligenter SteuerungKauf und Installation von Wallboxen mit 22 kW Leistung und intelligenter Steuerung
Weitere VoraussetzungenAls Ladestrom muss Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen genutzt werden („grüner Stromtarif“ oder eigene Photovoltaikanlage)Ladestrom muss aus erneuerbaren Energiequellen stammen („grüner Stromtarif“ oder eigene Photovoltaikanlage)
Fördersumme pro Ladepunkt900 Euro900 Euro
Mindestinvestition pro Ladepunkt900 Euro1.285,71 Euro
Höchstsummeunbegrenzt45.000 Euro

Bei beiden Förderprogrammen erhalten die Beantragenden pro Ladepunkt 900 Euro als Zuschuss. Für die Förderung für Firmen ist dies jedoch nur eine anteilige Förderung. Sie müssen mindestens 1.285,71 Euro pro Ladepunkt investieren. Werden bei einer Station mit einem Anschluss weniger als 1.285,71 Euro investiert, erhält man keine Förderung. Liegt die Investition bei mehreren Lademöglichkeiten unter diesem Betrag pro Ladepunkt, reduziert sich die Förderung auf 70 Prozent der maximalen Summe. Wer beispielsweise 2.000 Euro für Kauf und Installation einer Wallbox mit zwei Anschlüssen ausgibt, erhält statt 1.800 Euro nur 1.400 Euro.

Bei der Förderung privater Wallboxen mussten pro Ladepunkt 900 Euro investiert werden. Bei geringeren Investitionen in einen Ladepunkt zahlte die KfW gar nicht. Wer also für eine Wallbox mit zwei Ladedosen lediglich 1.500 Euro ausgab, erhielt nur 900 Euro.

Welche Wallboxen förderfähig sind, weist die KfW auf ihrer Internetseite in entsprechenden Listen für den jeweiligen KfW-Zuschuss (440 oder 441) aus.

So funktioniert der Antrag auf die KfW-Förderung

Das Antragsverfahren für die KfW-Förderung funktionierte bei privaten Wallboxen im Grunde genau wie bei der Förderung für Unternehmen. Folgende Schritte sind im Einzelnen notwendig:

  1. Onlineregistrierung und Einreichung eines Antrags auf Wallbox-Förderung auf dem Zuschussportal. Wichtig: Der Antrag muss gestellt werden, bevor die Wallbox bestellt wird. Er wird nur für neu eingerichtete Ladepunkte gezahlt.

  2. Je nachdem, wer den Antrag stellt, sind unter Umständen zusätzliche Unterlagen einzureichen. Bei Eigentümergemeinschaften ist beispielsweise eine Vollmacht der WEG notwendig. Alle Eigentümer müssen zudem aufgelistet werden.

  3. Für Anträge von Firmen auf die KfW-Förderung 441 ist je nach Rechtsform beispielsweise ein Auszug aus dem Handelsregister erforderlich. Der darf nicht älter als sechs Monate sein.

  4. Nach Erhalt des Antrags verschickt die KfW eine Antragsbestätigung. Privat Antragstellende müssen dann ihre Identität nachweisen. Möglich ist das über das Postident-Verfahren, per Video-Identifizierung oder per Schufa-Identitäts-Check.

  5. Ist die Antragsbestätigung da, können Antragstellende die Wallbox bestellen bzw. kaufen und installieren lassen. Das muss durch einen Fachbetrieb erfolgen.

  6. Für den Antrag auf den KfW-Zuschuss 441 gilt eine Pflicht zur Eintragung in der Online-Berichterstattung (Obelis) der Now GmbH. Hier muss die Ladestation registriert werden, nachdem sie in Betrieb gegangen ist.

  7. Nach Kauf und Installation sind die entsprechenden Rechnungen auf dem Zuschussportal innerhalb von 12 Monaten nach Bestätigung hochzuladen. Ab Ende Februar 2022 soll diese Funktion für die Wallbox-Förderung für Unternehmen bereitstehen.

  8. Für die Bearbeitung ausstehender privater Anträge gibt die KfW derzeit acht bis neun Wochen als Bearbeitungszeit an. Wie lange es dauert, bis Firmen ihren Zuschuss ausgezahlt bekommen, verrät die KfW derzeit nicht. In jedem Fall wird er direkt auf das vom Antragstellenden angegebene Konto überwiesen.

Regionale Wallbox-Förderung

Regionale Fördertöpfe gibt es auch für Privatpersonen noch. (Bild: VW)

Neben der Wallbox-Förderung des Bundes gibt es regionale Förderprogramme. Kommunen und Städte unterstützen den Kauf und die Installation von Wallboxen mit eigenen Fördertöpfen. Viele Förderangebote richten sich an Unternehmen, doch regional haben auch Privatleute noch Chancen, an Fördergelder zu kommen.

In Düsseldorf etwa werden der Kauf und die Installation einer privaten Ladestation anteilig zur Hälfte bezuschusst. Maximal gibt es 1000 Euro. Die Stadt Hamburg fördert Unternehmen, Hochschulen, Öffentliche Einrichtungen und gemeinnützige Organisationen mit 40 bis 60 Prozent der Kosten. Die bayerische Gemeinde Grünwald bezuschusst auch Privatpersonen mit 40 Prozent pro Ladepunkt und einer maximalen Summe von 3.500 Euro. Dazu übernimmt sie 80 Prozent der Beratungskosten bis 1.600 Euro.

Ähnliche Förderprogramme gibt es in vielen Kommunen, Gemeinden und Städten. Wer eine Wallbox anschaffen will, sollte sich vorher über die Situation am Wohnort erkundigen. Hilfreich dabei ist die Förderdatenbank des Stromversorgers e.on. Auf der Website des Anbieters kann man sich nach Eingabe der Postleitzahl über Förderprogramme informieren.

Förderprogramme der Bundesländer

Einige Bundesländer haben ebenfalls Förderprogramme für den Ausbau der Ladeinfrastruktur aufgelegt. In Bayern existierte eine solche Förderung, genau wie in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg oder Schleswig-Holstein. Spätestens Ende 2021 liefen die meisten Förderungen jedoch aus, zum Teil schon deutlich früher. Die KfW-Förderung hat die Programme teils ersetzt, eine Kombination anderer Förderprogramme mit der KfW-Förderung war ohnehin nicht möglich. Als einziges Bundesland zahlt Baden-Württemberg noch einen Zuschuss für eine private Ladestation. Er beträgt 500 Euro, ist aber an den Betrieb einer eigenen Photovoltaik-Anlage gekoppelt.

Unternehmen, Kommunen, öffentliche Einrichtungen, Vereine oder gemeinnützige Organisationen kommen leichter in den Genuss einer Förderung ihrer Ladestation. Neben Hamburg bietet beispielsweise Berlin eine solche Wallbox-Förderung an, auch Niedersachsen unterstützt Unternehmen anteilig mit Zuschüssen für Ladestationen, genau wie Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern.

Förderung durch Stromversorger

Kleinere Förderbeträge lassen sich zum Teil bei Energieversorgern oder Stadtwerken beantragen. Zwischen 100 und 350 Euro lassen sich so beim Kauf einer Wallbox sparen. Es lohnt sich also unter Umständen, beim lokalen Stromversorger nachzufragen.

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Bevor eine Wallbox überhaupt in Frage kommt, sollte ein Elektroauto vor der Tür stehen. Alle weiteren Informationen zu den Stromern findest du auf unserer Elektroauto-Übersicht. Und wenn du noch auf der Suche nach dem richtigen Fahrzeug bist, ist heycar auch die richtige Adresse für dich. Wir haben tausende Elektroautos im Angebot. Keines ist älter als 8 Jahre oder mehr als 150.000 Kilometer gefahren. Dafür hat jedes eine Garantie und kommt von einem geprüften Händler. Schau dich doch einfach mal um:

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Titelbild: BMW

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