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VW ID.3: Die Elektro-Hoffnung von Volkswagen im Überblick
9. Juni 2021
Elektromobilität

VW ID.3: Die Elektro-Hoffnung von Volkswagen im Überblick

Unter dem Banner „New Volkswagen“ und der Vorstellung des vollelektrischen VW ID.3 auf der IAA vor zwei Jahren wollte sich der Konzern für die Zukunft grundlegend neu ausrichten. Elektromobilität sollte Fokus werden: Immerhin ist der ID.3 das erste rein elektrisch konzipierte Modell einer komplett neuen Fahrzeugpalette.

Nicht weniger als Weltmarktführer für Elektroautos wollen die Wolfsburger mit dem Stromer werden. Somit setzt man große Hoffnungen auf den Erfolg des Kompaktwagens und die Akzeptanz der potentiellen Käufer. Wir zeigen euch, was das kompakte Elektroauto von Volkswagen zu bieten hat.

Exterieur und Design

Auch wenn der ID.3 eine komplett neue Fahrzeugfamilie einführt, ist die Ähnlichkeit zur Golf-Reihe des Wolfsburger Herstellers sicher nicht zufällig. Der Golf ist bis heute eines der beliebtesten und ikonischsten Fahrzeuge des Konzerns. Ohne Kühlergrill, dafür aber mit neuem Logo als visuellen Fixpunkt an der Front, präsentiert sich das E-Auto zwar modern, aber subtil und unaufgeregt. Es liegt vermutlich nicht nur an der rundlichen Form des ID.3, dass man sich am Design des Elektro-VWs kaum stößt. Der Wagen bietet insgesamt kaum echte optische Highlights, liefert dafür aber auch keinen visuellen Aufreger.

Ein Hingucker ist zumindest die schwarze Dachlinie, die sich bis zum Dachkantenspoiler am Heck verlängert. Zusammen mit einem langen Radstand, der fast Passat-Maße erreicht und sehr kurzen Überhängen verleiht es dem ID.3 einen durchaus sportiven Look.

Sportiver Look durch den schwarzen Dachkantenspoiler des ID.3 (Bild: Volkswagen)

Von vorne strahlt der ID.3 mit Matrix-LED-Scheinwerfern, die sich anschalten, sobald man sich in der Nähe des Wagens befindet. Das VW-Logo wird links und rechts von zusätzliche LED-Leisten eingerahmt, allerdings erst bei den besser ausgestatteten Modellen. Die Leiste wirkt inzwischen nicht mehr ganz so futuristisch wie es beabsichtigt sein mag, ein nettes Design-Element ist es dennoch.

Das Heck ist in allen Farbausführungen mit einer schwarzen Glasplatte abgesetzt. Es kann zwischen sechs unterschiedlichen Lackierungen ausgewählt werden, die, bis auf die etwas knalligere türkise Option, ebenfalls eher klassisch-subtil bleiben. Auch eine Anhänger-Kupplung soll in späteren Serien-Versionen des ID.3 verbaut werden. Aktuell müssen Fahrer allerdings noch ohne zurechtkommen. Zudem sollte man dabei auch im Hinterkopf behalten, dass zusätzliches Gewicht Einfluss auf die Reichweite des E-Fahrzeuges haben wird.

Mit dem ID.3 debütiert das erste Serienfahrzeug, das auf dem Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) von Volkswagen basiert. Dieser modulare Baukasten wird zukünftig das Grundgerüst der Elektroauto-Palette des Konzerns für VW und den Tochtermarken stellen.

Wie sieht der ID.3 innen aus?

Understatement, auch innen: Der VW ID.3 fällt vor allem durch sein unauffälliges Cockpit auf. Im Innenraum kommt der Elektrowagen fast komplett ohne Knöpfe aus. Stattdessen prangt mittig des Armaturenbretts ein etwa zehn Zoll großes Touchdisplay, das auch per Gesten- oder Sprachsteuerung bedient werden kann.

Für viele Fahrer sicher eine Umgewöhnung und gerade die Sprachsteuerung zeigte sich in vielen Testberichten noch eher behäbig – Volkswagen setzt hier auf einen eigenen Sprachassistenten. Die Lautstärke- oder Temperaturregelung lässt sich zudem stufenlos über eine Art Slider justieren, der unter dem Bildschirm eingelassen ist.

Apropos Software: Die ist nach Startschwierigkeiten im letzten Jahr inzwischen mit einigen wichtigen Updates versorgt. Das Infotainment-System erlaubt neben kabelloser Verbindung zwischen Fahrzeug und Apple CarPlay und Android Auto bei den teureren Modellen Augmented Reality. Dieses Feature projiziert während der Navigation Abbiege-Hinweise via Heads-up-Display direkt auf die Straße. Fahrer müssen ihren Blick also auch in unbekannten Gegenden nicht mehr von der Fahrbahn nehmen und Videospiel-Feeling kommt dabei sicher auch auf.

Neue ID.3-Modelle sollen im Sommer erstmals ein drahtloses Update via „Over the Air“ (OTA) empfangen – was bei Smartphones und auch bei Tesla Standard ist, wird zukünftig auch für Elektroautos von Volkswagen umgesetzt. Allerdings kann der ID.3 OTA-Updates erst ab Software-Version 2.1 empfangen – dieses wurde im Februar 2021 ausgerollt.

Trotz kompakter Abmessungen von lediglich 4,26 Metern bietet der ID.3 innen ordentlich Platz. Obwohl die Sitzposition recht hoch ist – die Batterie ist im Unterboden verbaut – dürften auch große Menschen über 1,90 Meter ausreichend Platz haben. Selbst auf der Rückbank ist, dank des langen Radstands, für ausreichend Beinfreiheit bei großen Passagiere gesorgt.

Der Kofferraum fasst 385 Liter und eignet sich damit auch für kleinere Reisen und entsprechendes Gepäck. Anders als bei Modellen von Herstellern wie Tesla gibt es unter der Frontabdeckung keinen weiteren Stauraum – hier wurde der Großteil der Technik verbaut, die den Wagen zum neuen Hoffnungsträger des Konzerns machen soll.

Mit einem Fassungsvolumen von 385 l ist der Kofferaum durchaus für kleinere Reisen zu gebrauchen (Bild: Volkswagen)

Das kostet der ID.3: Batterie, Reichweite und Leistung

Ganze zwölf Ausstattungsvarianten bietet Volkswagen für den ID.3 an. Die günstigste –„Pure“ – hat einen Listenpreises von 31.495 Euro und entsprechend die wenigsten Ausstattungsfeatures sowie die Batterie mit der kleinsten Kapazität von 45 kWh. Nach Abzug der aktuellen E-Auto-Förderung stehen sogar knapp 9.000 Euro weniger auf dem Kassenzettel. Für knapp 22.500 Euro in der günstigsten Variante kann sich das Basismodell des ID.3 also durchaus sehen lassen.

Wem die Einstiegs-Batterie mit 45 kWh zu klein ist, kann neben der Pure-Variante entweder zur Pro-Version mit 58 kWh (ab 34.995 Euro) greifen oder direkt die Pro-S-Klasse mit 77 kWh (ab 41.995 Euro) wählen. Mit dieser Kapazität hängt VW zumindest die direkte Konkurrenz in der Kompaktklasse ab, denn so viel Energie schaffen weder der Nissan Leaf, noch der Ioniq von Hyundai oder der Kia e-Niro.

Nach WLTP erreicht das Einstiegsmodell bis zu 330 Kilometer, die mittlere Batterie bis zu 420 Kilometer und die größte bis zu 550 Kilometer. Wie bei Elektroautos üblich sind diese Werte stark abhängig von Fahrweise und -umgebung. Schnelles Fahren auf der Autobahn leeren die Akkuanzeige schneller als gemächlicher Stadtverkehr. Auf die Batterie gibt Volkswagen eine Garantie von acht Jahren bzw. 160.000 Kilometern.

Der ID.3 schafft es in der Pro-Performance-Variante in 7,3 Sekunden von 0 auf 100km/h (Bild: Volkswagen)

Angetrieben wird der Kompaktwagen von einem Elektromotor im Heck mit 110 kW / 150 PS und einem maximalen Drehmoment von 310 Nm. Ab der Pro-Performance-Variante gibt es den ID.3 auch mit VW 150 kW / 204 PS an. Die Pure-Versionen schafft es in 8,9 Sekunden von 0-100km/h, ab Pro Performance geht es mit 7,3 Sekunden noch mal einen Zacken schneller.

Die teuersten Pro-S-Modelle erreichen einen Wert von 7,9 Sekunden. Ab einer Spitzengeschwindigkeit von 160km/h ist allerdings Schluss. Beim Verbrauch kann der ID.3 mit guten Werten (Herstellerangaben nach WLTP) glänzen und pendelt sich zwischen 14,9 kWh/100km (Pure) bis 16,7 kWh/100km (Pro S) ein.

Aufgeladen wird der ID.3 mithilfe der We-Charge-App, die Zugang zu 200.000 Ladepunkten samt des Schnellladenetzwerks von IONITY verspricht. Wer die Möglichkeit hat, kann sich mit dem ID. Charger direkt eine Wallbox von VW zu Hause installieren. Eine vollständige Ladung zu Hause dauert laut VW je nach Modell zwischen 6 und 7,5 Stunden. Laut ADAC-Messung erreicht der ID.3 an einer DC-Schnellladesäule eine 80-Prozent-Ladung nach einer guten halben Stunde – mit einer guten durchschnittlichen Ladeleistung von 77,2 kW.

Technische Daten Volkswagen ID.3

Da wir nicht alle Varianten abbilden können und sich die verschiedenen Ausführungen des ID.3 in den meisten Punkten recht ähnlich sind, haben wir uns dazu entschieden hier die Kennzahlen des VW. ID.3 Pro Performance (58 kWh) abzubilden:

Allgemeines
Kompletter NameVW ID.3 Pro Performance (58 kWh)
Modellstart09/20
Motor
Art Elektro
Max. Leistung (kW/PS)150/204
Max. Drehmoment (Nm)310
Kraftstoffart Strom (kWh)
Schadstoffklasse Elektrofahrzeug
Getriebeart
Getriebe1-Gang-Automatik
AntriebHeck
Abmessungen, Gewichte, Ladevolumen
Länge in mm4.261
Breite (ohne Spiegel) in mm1.809
Höhe in mm1.568
EG-Leergewicht in kg1.805
Zuladung maximal in kg465
Laderaumvolumen min. in l385
Batteriegewicht in kg364
Fahrleistungen (laut Volkswagen)
Höchstgeschwindigkeit in km/h160
Beschleunigung 0-100 km/h in s7,3
Verbrauch (laut Volkswagen)
Reichweite elektrisch in km (WLTP)300 - 420
Kombiniert in kWh/100 km (WLTP) 15,4
CO2-Emission in g/km (WLTP)0
Batteriekapazität (Netto) in kWh58
Preis
Listenpreis in €36.495
Norman Volkmann
Norman Volkmann

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