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Stark verschmutzte Alufelgen reinigen
8. Oktober 2020
Wartung & Pflege

Stark verschmutzte Alufelgen reinigen

Alufelgen machen einiges mit. Jede Pfütze, durch die wir fahren, spritzt auf die Felgen. Dazu kommen Schotter, Matsch und natürlich vor allem der eingebrannte Bremsstaub. Mag der Wagen auch ansonsten glänzen – die Felgen zeigen ziemlich genau, wie lange die letzte gründliche Reinigung her ist. Wie aber lässt sich dieses Problem beheben? Was kannst du tun, um deine Alufelgen richtig zu reinigen? Und was ist besser: professioneller Felgenreiniger oder Hausmittel selber machen? Hier erfährst du die Antworten.

Warum ist die Felgenreinigung wichtig?

Alufelgen werden dreckig, wenn das Auto benutzt wird. Spritzwasser, Streusalz und ähnliche Verschmutzungen lassen sich nicht verhindern und leider ist es in der Regel auch mit einem Besuch in der Autowaschanlage nicht getan. Daher ist das regelmäßige Reinigen der Alufelgen nötig.

Sehr hartnäckig ist dabei vor allem der Bremsstaub. Dieser entsteht durch Reibung zwischen Bremsbelag und Bremsscheibe und setzt sich als schwarzer Staub auf den Felgen fest. Bremsstaub zu entfernen ist deswegen besonders schwierig, weil er teilweise in die Felgen eingebrannt wird. Allerdings ist die Reinigung gerade deshalb auch besonders wichtig.

Zum einen hat das natürlich optische Gründe: Verdreckte Alufelgen sehen ungepflegt aus und fallen selbst dann negativ ins Auge, wenn das Fahrzeug ansonsten tiptop ist. Es gibt aber auch einen praktischen Grund für das regelmäßige Reinigen der Alufelgen und das Entfernen von Bremsstaub: Hartnäckiger Schmutz kann die Felgen beschädigen und im schlimmsten Fall sogar die Tragfähigkeit des Rads schmälern. Außerdem lassen sich nur auf einer sauberen Felge Kratzer frühzeitig erkennen und beheben. Auch der TÜV wirft übrigens einen genauen Blick auf die Felgen, um sicherzustellen, dass diese noch in Ordnung sind.

Der Wechsel zwischen Sommer- und Winterreifen eignet sich besonders um die Felgen zu reinigen (Bild: iStock)

Neben der regelmäßigen Pflege im Alltag kannst du zusätzlich zwei Termine besonders gut zur Felgenreinigung nutzen. Wenn du nämlich von Sommer- zu Winterreifen wechselst – und umgekehrt. Bevor du die abmontierten Reifen einlagerst, lohnt sich eine letzte gründliche Reinigung. Denn dann erreichst du besonders einfach alle Stellen und kannst auch die Rückseite der Alufelgen bequem reinigen. Grundsätzlich ist es wichtig, dass du die Reinigung immer erst dann durchführst, wenn die Räder kalt sind. Lass den Wagen also erst einen Moment abkühlen, bevor du dich an die Reinigung machst.

Hausmittel: Günstige Alternativen zum Felgenreiniger

Im Fachhandel findest du eine große Auswahl verschiedener Felgenreiniger. Auf deren Funktion und Wirkung gehen wir weiter unten noch ausgiebig ein. Du kannst allerdings zum Reinigen deiner Felgen auch selbstgemachte Hausmittel nutzen. Diese sind deutlich günstiger und in der Regel auch bereits im Haushalt zu finden.

Unterschiedliche Verschmutzungen benötigen unterschiedliche Behandlung, weshalb du am besten ausprobierst, wie deine Felgen auf das Hausmittel reagieren. Bevor du das Mittel deiner Wahl verwendest, solltest du die Alufelgen abspritzen und sie so vom gröbsten Schmutz befreien. Erst dann geht es an die Detailarbeit.

Zahnpasta

Ein simples und gleichzeitig effektives Hausmittel, um Alufelgen richtig zu reinigen, ist die handelsübliche Zahnpasta. Sie eignet sich besonders gut, um Bremsstaub zu entfernen. Dazu gibst du die Creme auf einen leicht feuchten, sauberen Lappen und reibst damit die Felge gründlich ein. Diesen Vorgang kannst du ein paarmal wiederholen, wobei du für jeden Durchgang den Lappen gründlich auswäschst und auswringst.

Nach ein paar Versuchen solltest du bereits sehen, dass selbst die hartnäckigen Bremsrückstände verschwinden. Für die Ecken und Kanten, die du auf diese Weise nicht erreichst, hilft ein weiteres Utensil aus der Zahnpflege: Mit einer weichen Bürste kommst du auch in die kleinsten Lücken. Bist du fertig, spülst du die gesamte Felge noch einmal zusätzlich mit kaltem, klarem Wasser ab.

Backofenspray

Ähnlich gut und einfach klappt das Alufelgen-Reinigen mit Backofenspray. Auch dafür werden die Alufelgen erst gründlich abgespritzt und dann komplett getrocknet. Das Spray entfaltet seine volle Wirkung nämlich nur auf trockenem Untergrund. Auf die trockenen Felgen sprühst du dann von außen und innen das Backofenspray auf und lässt es eine gute Viertelstunde einwirken. Danach werden die Felgen erneut abgespritzt und eventuelle Rückstände mit Schwamm und kaltem Wasser abgewischt. Gerade beim Entfernen von Bremsstaub erzielt die Methode richtig gute Ergebnisse.

Backofenspray kann auch Felgen reinigen (Bild: iStock)

Cola

Gewöhnliche Cola hilft vor allem bei einem anderen Problem, dem Alufelgen ausgesetzt sind – der Korrosion. Korrosionsschäden können einer Alufelge ganz schön zusetzen, weshalb du auch hier möglichst umgehend zur Tat schreiten solltest. Dazu tunkst du Alufolie in die prickelnde Flüssigkeit und reibst damit die betroffene Stelle gründlich ein. Nach einer kurzen Einwirkzeit putzt du die Felge dann mit kaltem Wasser ab. Der Fleck sollte so im Normalfall nicht mehr zu sehen sein.

Essig

Auch mit Essig lassen sich Felgen reinigen. Beim Haushalts-Allrounder gibt es allerdings einen wichtigen Punkt zu beachten. Bleibt Essig zu lange auf der Alufelge, kann es diese angreifen und beschädigen. Daher kann man Essig zwar benutzen, darf die Essenz allerdings nicht zu lange einwirken lassen.

Ansonsten ist aber auch hier die Vorgehensweise ganz einfach. Du mischst Essigessenz mit Wasser und spritzt die Flüssigkeit zum Beispiel mit einer Sprühflasche auf die Felge. Dann wischst du direkt mit einem sauberen, feuchten Lappen nach. Gerade die oberflächlichen Verschmutzungen gehören so schnell der Vergangenheit an. Im Anschluss spritzt du die Felge nochmal komplett ab, um sicherzugehen, dass wirklich keine Rückstände des Essigs übrigbleiben.

Professionelle Felgenreiniger: Produkte und Anwendungen

Hausmittel sind nicht der einzige Weg, um deine Alufelgen zu reinigen. Im Fachhandel finden sich viele verschiedene professionelle Reiniger, die teilweise auch für ganz spezielle Felgenmodelle verwendet werden sollen. Natürlich sind diese Reiniger auch preislich in anderen Kategorien anzusiedeln als eine Tube Zahncreme oder eine Flasche Cola. Von wenigen Euro bis zu über 20 Euro und mehr für einen Liter reicht hier die Preisspanne.

Mittel, wie der „Alu-Teufel Spezial“ von Tuga sind außer in Fachgeschäften auch online, im Baumarkt oder bei großen Supermarktketten erhältlich. Ein Liter kostet dabei je nach Anbieter um die zehn Euro. Der Felgenreiniger ist säurefrei und deshalb für verschiedene Felgenarten geeignet. Auch beim Umgang mit diesem Reiniger muss die Felge zunächst vom groben Schmutz befreit werden, bevor sie dann mit dem Mittel eingesprüht wird. Ein Wirkindikator sorgt dafür, dass sich der Felgenreiniger während des Reinigungsprozesses von grün ins rötliche verfärbt und du so sehen kannst, wie er wirkt. Nach einer kurzen Einwirkzeit wird dann mit klarem Wasser gründlich nachgespült.

Auch Felgenreiniger, wie der „45FR Felgenreiniger“ von Glart oder der „EvoTec Reiniger“ von Nigrin werden ähnlich angewendet und erzielen gute Ergebnisse. Sie sind allerdings mit knapp 13 Euro für 0,5 Liter etwas teurer.

Der Vorteil solcher Mittel ist – zumindest theoretisch – der geringere Aufwand. Professionelle Felgenreiniger werben damit, Felgen quasi selbst zu reinigen. Das kann zwar unter Umständen stimmen, gerade bei hartnäckigen Verschmutzungen oder jenen an schwer zugänglichen Stellen, muss man allerdings doch noch mit der Bürste oder einem Schwamm nachhelfen. Trotzdem ist der Einsatz im Vergleich zu den Hausmitteln insgesamt etwas weniger aufwendig.

Der Nachteil von professionellen Felgenreinigern ist, dass diese Mittel nicht so unbedenklich für die Umwelt sind wie Essig oder Zahnpasta. Ein Pluspunkt ist hingegen, dass viele Produkte über einen Korrosionsschutz verfügen, der die Felgen auch längerfristig vor hässlichen Flecken bewahrt.

Wie reinige ich Stahlfelgen?

Stahlfelgen sind in der Regel zwar ein ganzes Stück robuster als Alufelgen, reinigen muss man sie allerdings natürlich trotzdem – gerade wenn es darum geht, den Bremsstaub zu entfernen. Ansonsten verlieren sie schnell ihren Glanz und mindern die Optik des Wagens erheblich.

Stahlfelgen müssen anders gereinigt werden als Alufelgen (Bild: iStock)

Backofenspray und Co sind hier aber eher nicht die richtige Wahl. Stattdessen helfen warmes Wasser, ein Schwamm, eine weiche Bürste und eventuell etwas Seifenlauge. Damit wird der Dreck dann abgewischt. Solltest du die Seife beim Reinigen der Stahlfelgen verwenden, musst du mit klarem, warmem Wasser nachwischen, damit die Schutzschicht auf der Felge bewahrt bleibt. Bremsstaub zu entfernen ist mit dieser Methode allerdings schwierig.

Alternativ gibt es zum Reinigen der Stahlfelgen natürlich ebenfalls die professionelle Felgenreinigung. Mittel wie der „Xtreme Felgenreiniger Plus“ von Sonax eignen sich auch für Stahlfelgen und schonen die Schutzschicht. Auch hier wird der Felgenreiniger aus einiger Entfernung aufgesprüht und muss dann ein paar Minuten wirken. Danach spült man mit einem Schlauch oder einem Hochdruckreiniger nach. Wichtig ist, dass der Reiniger nicht mit der Haut oder gar den Augen in Kontakt kommt. Daher sind entsprechende Vorkehrungen wie Handschuhe und eine Schutzbrille sehr ratsam.

Bremsstaub entfernen mit Hausmitteln oder professionellen Felgenreinigern?

Es ist wichtig, Matsch und Bremsstaub zu entfernen und Stahl- und Alufelgen zu reinigen, um den Wert und das Aussehen eines Wagens zu bewahren und die Felgen vor Beschädigungen zu schützen. Die Entscheidung, ob nun professionelle Felgenreiniger oder Hausmittel die richtige Wahl zum Felgen putzen sind, muss jeder Autobesitzer für sich selbst treffen.

Hausmittel sind die günstigere und umweltfreundlichere Wahl, chemische Felgenreiniger sind dafür teilweise einfacher in der Handhabung. Wichtig ist in beiden Fällen, dass du dich an die Anweisungen hältst, um so nicht nur die Felgen zu reinigen, sondern sie auch vor Korrosion und anderen negativen Auswirkungen zu schützen. Dann steht einem sauberen Wagen nichts mehr im Wege.

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