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Wie lassen sich mit weniger Kraftstoff mehr Kilometer fahren?
23. Dezember 2019
Autoteile & Technik

Wie lassen sich mit weniger Kraftstoff mehr Kilometer fahren?

Was verbraucht mein Auto eigentlich an Sprit? Fragst du dich das manchmal auch, wenn dein Tank schon wieder leer ist? Wenn ja, bist du möglicherweise in eine der zahlreichen Sprit-Fallen getappt. Damit du künftig Benzin sparen und deinen Spritverbrauch senken kannst, haben wir für dich die wichtigsten Tipps zum Thema zusammengestellt. Lesen lohnt sich. Denn wer clever fährt, hat mehrere Hundert Euro pro Jahr mehr in der Tasche.

Mit dem richtigen Auto sparen

Der erste Tipp fürs Spritsparen betrifft den Wagen selbst: Wähle ein möglichst spritsparendes Auto. Denn Größe und technische Ausstattung sind neben der Fahrweise ausschlaggebend für den Verbrauch. Solltest du also gerade über einen neuen Gebrauchten oder einen Neuwagen nachdenken, checke vorab, wieviel dieses Auto verbraucht. Du kannst dich auch beim ADAC informieren. Dort gibt es eine Übersicht zu den sparsamsten Benziner- und Diesel-Modellen mit dem niedrigsten CO2-Ausstoß – jeweils für die unterschiedlichen Autoklassen. Basis für diese regelmäßig erstellte Rangliste sind die Angaben der Hersteller.

Hier kommen zunächst die ADAC-Gewinner im Bereich der sparsamsten Benziner (Stand Juli 2019). Den jeweiligen Normverbrauch in Litern Super pro 100 Kilometer findest du in der Klammer hinter dem Modell.

Kleinst- und Kleinwagen:

VW up! 1.0 take up! (5,1)

Untere Mittelklasse:

Mazda 3 Fastback SKYACTIV-X 2.0 M Hybrid (5,4)

Mittelklasse:

Škoda Octavia 1.0 TSI Active (5,4)

Obere Mittelklasse und Oberklasse:

Toyota Camry 2.5 Hybrid Business Edition (5,3)

Und hier noch die Diesel-Fahrzeuge (plus Normverbrauch), mit denen du am sparsamsten unterwegs bist – ebenfalls laut ADAC:

Kleinst- und Kleinwagen:

Opel Corsa 1.5 Diesel Edition (4,0)

Untere Mittelklasse:

Ford Focus 1.5 EcoBlue Trend (4,4)

Mittelklasse:

Škoda Octavia 1.6 TDI Active (4,7)

Obere Mittelklasse und Oberklasse:

Audi A6 35 TDI S tronic (5,2)

Übrigens: Ob ein Benziner oder ein Diesel das bessere spritsparende Auto ist, lässt sich pauschal nur schwer beantworten. Wenn du dir noch nicht ganz sicher bist, welche Variante optimal zu dir passt, hilft dir unser Artikel "Diesel oder Benziner - der große Vergleich" weiter.

Benzinverbrauch senken: Klein übertrumpft Groß

Tendenziell steigt mit zunehmender Größe des Autos der Kraftstoffverbrauch. Dies hängt mit der sogenannten Trägheit der Masse zusammen: Je schwerer ein Wagen, desto mehr Energie ergo Sprit verbraucht er, um in Bewegung zu kommen. Für alle, die nicht auf viel Platz angewiesen sind, lohnt sich darum der Blick auf ein kompaktes und spritsparendes Stadtauto. Wer jedoch bei der Größe des Wagens keine Abstriche machen kann oder möchte, der senkt durch eine schlaue Fahrweise den Spritverbrauch ­– und zwar unabhängig vom Automodell.

Richtig schalten im Auto – Bei welcher Drehzahl soll ich schalten?

Schalten, schalten, schalten: Für eine gute Fahrweise ist es wichtig, hohe Motordrehzahlen zu vermeiden und bei etwa 2.000 Umdrehungen pro Minute in den nächsthöheren Gang zu wechseln. Laut Umweltbundesamt sinkt der Kraftstoffverbrauch um 20 bis 25 Prozent, wenn der Fahrer bei niedrigen Drehzahlen gleichmäßig in hohen Gängen unterwegs ist.

Wer sich jetzt fragt: In welchem Drehzahlbereich ist der Kraftstoffverbrauch günstiger? Hier eine grobe Orientierung: Bei einer Geschwindigkeit von 20 km/h sollte das Auto im zweiten Gang fahren, bei 30 km/h in den dritten Gang übergehen, bei 40 km/h in den vierten und so weiter. Jedoch keine Regel ohne Ausnahme: Beschleunigt der Wagen besonders schnell – zum Beispiel auf der Autobahn – empfiehlt es sich, beim Hochschalten einen Gang zu überspringen.

Zurückschalten solltest du allerdings, wenn der Motor beginnt zu brummen. So vermeidest du Schäden. Das richtige Schalten beim Benziner und beim Diesel unterscheidet sich dabei nicht grundlegend. Jedoch fällt mit dem Diesel-Fahrzeug das Anfahren etwas leichter. Bei einem Automatik-Wagen gibt es diesen Unterschied nicht.

Automatik – das Programm entscheidet

Sprit sparen bei Automatik ist ebenfalls machbar, denn auch hier kannst du manuell schalten. Oder einfach das sparsamere Fahrprogramm wählen: Wer auf das Sportprogramm verzichtet, bewegt sich deutlich günstiger von A nach B. Denn der Sportgang ist für ein schnelles, hochtouriges Fahren ausgelegt, das mehr Benzin erfordert. Das Gaspedal zudem mit Umsicht behandeln, insbesondere im Stadtverkehr. In der Regel ist es ausreichend, es nur leicht anzutippen, um kraftstoffsparend zu fahren. Alles andere verschwendet unnötig Kraftstoff und bringt dir – außer beim Überholen – keinen großen Vorteil.

Bild: Pixabay

Sprit sparen auf Autobahn

Besonders hohes Tempo verbrennt besonders viel Benzin. Um den Spritverbrauch zu senken, wäre es daher ideal, auf der Autobahn mit Tempo 120 unterwegs zu sein. Aber Kosten hin oder her, manchmal hat man es doch eilig. Verzichte dann jedoch wenn möglich darauf, den Wagen bis zu seiner maximalen Leistung – also bis zur Höchstgeschwindigkeit – auszufahren. Am besten ist es, wenn der Motor bei einer 80-prozentigen Auslastung arbeitet.

Stockender Verkehr oder Stop-and-go auf der Autobahn sind weitere Sprit-Fresser. Für jedes Anfahren setzt der Wagen Energie ein, die beim anschließenden Abbremsen direkt wieder verloren geht. Falls es mit dem persönlichen Zeitplan zusammenpasst, sollte deswegen die Rushhour morgens und abends vermieden werden. Auch wer die Fahrstrecke vorab noch einmal mit dem Navi checkt, kann unvorhergesehenen Stau umfahren und sein Sprit-Konto schonen.

Gut planen – kraftstoffsparend fahren

Nicht nur das Navi hilft dabei, die sparsamsten Wege vorab zu recherchieren. Stichwort Erfahrungswerte: Wer täglich dieselbe Route fährt und sich gut auskennt, kann die Strecken- und Zeitplanung an die häufigsten Verkehrsbehinderungen anpassen und somit sparsam fahren. Und liegt eine Tempobeschränkung oder die nächste Ortschaft voraus, nimmt man am besten schon einmal den Fuß vom Gas. Das ist deutlich effizienter, als erst kurz davor kräftig abzubremsen. Springt eine Ampel auf Rot, nicht entkuppeln, sondern bei noch eingelegtem Gang ausrollen lassen. Das spart ebenso Sprit. Versuche außerdem, harmonisch im Verkehr mitzuschwimmen, statt dem Vordermann zu sehr aufzufahren. Neben deinem Benzin-Stand schonst du so gleichzeitig deine Nerven.

Kann das weg?

Je leichter das Auto ist, umso leichter fällt ihm die Beschleunigung und umso weniger Sprit verbraucht es. Von Zeit zu Zeit ist demzufolge ein kritischer Blick auf die Rückbank oder in den Kofferraum angesagt: Was wird wirklich benötigt, was kann raus? Muss es tatsächlich der große Straßenatlas sein oder reicht nicht das Handy zur Navigation? Gerne werden auch leere Wasserkisten einige Tage spazieren gefahren, bevor sie im Getränkemarkt landen. Auf den ersten Blick erscheinen die Effekte auf den Spritverbrauch nicht dramatisch. Über das gesamte Jahr betrachtet summieren sie sich jedoch. Dies ist ein besonders leichter Weg, um den Spritverbrauch zu senken, ohne sonderlich große Maßnahmen.

Richtig ins Gewicht fallen Aufbauten – zum Beispiel die Skibox oder der Fahrradträger auf dem Autodach. Der Luftwiderstand steigt und der Kraftstoffverbrauch kann sich um 25 bis 40 Prozent erhöhen. Daher unbedingt gleich runter vom Dach, wenn die Helfer nicht mehr verwendet werden. Etwas günstiger im Hinblick auf kraftstoffsparendes Fahren ist es zudem, Bikes mit einem Träger auf der Anhängerkupplung zu transportieren.

Stromfresser im Auto ­– Benzin-Verbrauch steigt

Zahlreiche Funktionen im Wagen laufen mit Strom. Diesen Strom muss der Motor erzeugen, wofür er wiederum Sprit verbrennt. Besonders deutlich zeigt sich dieser Effekt bei der Klimaanlage. Zwar ist ein Sommer ohne sie kaum mehr vorstellbar, jedoch kann die energiehungrige Zusatzfunktion bei voller Leistung den Spritverbrauch um bis zu 30 Prozent nach oben treiben. Sparsames Fahren bedeutet deshalb, dass du dir überlegst, ob oder wie lange du die Klimaanlage wirklich benötigst und wie kalt oder warm es im Auto sein muss. Jedes zusätzliche Grad Kälte bzw. Wärme bedeutet mehr Benzinverbrauch.

Dagegen ist eine beheizte Heckscheibe mit etwa 5 Prozent mehr Spritverbrauch fast ein Leichtgewicht. Wie bei der Klimaanlage kommt es für die Benzin-Bilanz aber auf die Laufzeit der Heizung an. Deshalb: Ausschalten nicht vergessen. Ganz auf sie zu verzichten, ist aber sicherlich keine gute Idee. Schließlich sorgt sie für eine freie Sicht – und es gilt immer noch „safety first“.

Gut gewartet gleich viel gespart

Regelmäßige Wartungen und Inspektionen sind nicht nur positiv für den Werterhalt. Ist das Auto gut in Schuss, gelingt es auch deutlich leichter, spritsparend zu fahren. So werden beim Check Faktoren wie nicht mehr funktionsfähige Zündkerzen, verstopfte Filter und altes Öl beseitigt. Sie könnten den Benzinverbrauch erhöhen. Und wenn wieder ein Ölwechsel ansteht, steige am besten auf modernes Leichtlauföl um, wenn es dein Wagen zulässt. Es hat bessere Schmiereigenschaften und ermöglicht dadurch benzinsparendes Fahren.

Eine Wartung, für die du noch nicht einmal in die Werkstatt musst, gibt es ebenfalls: Jeder kann regelmäßig – zum Beispiel an der Tankstelle – selbst überprüfen, ob der Reifendruck noch optimal ist. Ist er zu niedrig, steigt der Rollwiderstand des Reifens. Mehr Widerstand gleich mehr Spritverbrauch. Bereits 0,3 bar weniger Druck im Reifen verursachen einen erkennbaren Mehrverbrauch. Für noch mehr Effizienz kann man laut ADAC den empfohlenen Reifendruck leicht erhöhen, wenn vonseiten des Herstellers nichts dagegenspricht, und so den Spritverbrauch senken.

Bild: heycar

Einfach mal abschalten

Schon bei kurzen Standzeiten macht es Sinn, den Motor wieder auszuschalten. Vorausgesetzt der Wagen ist warmgelaufen. Ab etwa 20 Sekunden – beispielsweise am Bahnübergang oder beim schnellen Be- und Entladen – solltest du daher am Schlüssel drehen. Insofern du nicht sowieso eine Start-Stopp-Automatik im Auto hast. Verzichte unbedingt darauf, im Winter den Wagen im Stand warmlaufen zu lassen. Diese Sprit-Sünde schadet der Umwelt, dem Motor selbst und ist außerdem verboten. Deshalb solltest du das Auto kalt fahren und den Motor bei mittlerer Drehzahl in einem niedrigen Gang warmlaufen lassen.

Experten empfehlen zudem, bei Kurzstrecken auf das Auto zu verzichten. Schnell zum Bäcker zu brausen ist für die Sprit-Bilanz nämlich ein Desaster. Der Grund: Direkt nach dem Start, wenn der Motor noch nicht betriebswarm ist, verbraucht er am meisten Sprit. Umgerechnet würde dies mit ganzen 30 Litern pro 100 km bei einem Wagen der Mittelklasse zu Buche schlagen. So lohnt sich der kleine Spaziergang nicht nur für die Gesundheit.

Jetzt bist du dran

Neben den hier vorgestellten Tricks gibt es sicherlich noch viele weitere, um sparsam zu fahren und Benzin zu sparen. Meist ist es auch nicht der EINE Ansatz, der den Unterschied macht. Wichtig ist, mit dem Thema bewusst umzugehen. Und das lohnt sich: Laut Umweltbundesamt kannst du mit einer spritsparenden Fahrweise durchschnittlich 400 Euro pro Jahr wettmachen. Das schont die eigenen Finanzen und die Natur freut sich ebenfalls. Wir raten: Unbedingt ausprobieren – viel Spaß dabei.

Dein spritsparendes Auto bei heycar

Egal ob Spritspar-Wunder oder vielleicht doch eher PS-Paket – wenn du einen gut gepflegten Gebrauchtwagen suchst, wirst du bei heycar fündig. Zertifizierte Händler in deiner Nähe bieten Tageszulassungen, Jahreswagen oder auch etwas ältere Modelle. Keines der Autos ist älter als 8 Jahre oder hat mehr als 150.000 km auf dem Tacho. Zudem checken unsere Partner jeden Wagen vor der Abgabe genauestens durch. On top geben sie dir eine Gebrauchtwagengarantie für noch mehr Sicherheit.

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** Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2 -Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2 -Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter  www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.
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