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Rennstrecken in Deutschland
16. Februar 2021
Reise & Freizeit

Rennstrecken in Deutschland

Dröhnende Motoren, hohe Geschwindigkeit und ein Gefühl von Freiheit: Für Motorsportfans sind die Rennstrecken in Deutschland ein Paradies. Egal, ob man seine Fähigkeiten testen und das eigene Fahrzeug mal richtig ausfahren oder gemütlich einem spannenden Rennen beiwohnen möchte – die Rennstrecken Deutschlands sind genau der richtige Ort dafür. Wo aber gibt es die besten Strecken, was solltest du beim Besuch beachten und welche Straßen haben in der Vergangenheit die Herzen der Fans schneller schlagen lassen? Hier erfährst du es.

Deutschlands bekannteste Rennstrecken

Fragt man einen Motorsportfan nach irgendeiner beliebigen Rennstrecke in Deutschland, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass seine erste Antwort entweder „Nürburgring“ oder „Hockenheimring“ lautet. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die beiden Institutionen über viele Jahre der Schauplatz aufsehenerregender Formel-1-Rennen waren. Doch auch für DTM-Fans und Hobby-Motorsportler üben die beiden Ringe eine hohe Anziehungskraft aus. Auch wenn beide Strecken schon viele Jahrzehnte auf dem Buckel haben, ist ihre Faszination ungebrochen.

Nürburgring: Ein Klassiker mit bewegter Geschichte

Bereits 1927 wurde der Nürburgring nach zweijähriger Bauzeit eröffnet und gehört seit vielen Jahren zu einer der bekanntesten Rennstrecken Deutschlands. Auf einer Länge von über fünf Kilometern lassen hier seit den 20er-Jahren Rennfahrer und Fans ihre Motoren aufheulen. Stars wie Wolfgang Graf Berghe von Trips, Ayrton Senna und natürlich nicht zuletzt Michael Schuhmacher haben die Zuschauer vor Ort und weltweit vor den Fernsehern in Begeisterung versetzt.

Nicht ohne Grund nennt man den Nürburgring die "grüne Hölle" (Bild: iStock)

Die berühmte Strecke durchlief viele Veränderungen im Laufe der Zeit. Viele Umbaumaßnahmen haben nämlich dafür gesorgt, dass der Nürburgring immer wieder mit der Zeit gehen konnte und so den Anforderungen des modernen Motorsports gerecht wurde. Nicht alle Änderungen kamen dabei freiwillig zustande. So führten zum Beispiel Sicherheitsbedenken und ein schwerer Unfall Niki Laudas dazu, dass nicht nur die Formel 1 jahrelang nicht mehr auf einer der berühmtesten Rennstrecken Deutschlands stattfand, sondern die Strecke auch grundlegend umgebaut werden musste. Die modernisierte Strecke wurde dann im Jahr 1984 eingeweiht und seitdem immer wieder angepasst und verändert.

Für Fans ist die Strecke auch heute noch ein Sehnsuchtsort. Zwar mögen die unterschiedlichen Streckenvarianten und Modernisierungen den Nürburgring verändert haben, der Mythos, insbesondere um die legendäre Nordschleife, ist allerdings geblieben. Dieser Teil, der von Fans auch ehrfürchtig als „Grüne Hölle“ bezeichnet wird, und weitere Abschnitte des Nürburgrings lassen sich heute auch hautnah erleben. Als Co-Pilot im Rennwagen für 295 Euro pro Runde oder mit dem eigenen Auto ab 25 Euro kann man auf der bekanntesten Rennstrecke Deutschlands selbst fahren.

Und auch wenn man sich nicht für Motorsport begeistern kann, dürfte der Nürburgring ein Begriff sein. Immerhin bietet er jedes Jahr knapp 80.000 Musikfans Platz, die ein Wochenende lang „Rock am Ring“ feiern.

Hockenheimring: Die Rennstrecke Süddeutschlands

Der Hockenheimring mag mit einer Streckenlänge von knapp über viereinhalb Kilometern ein wenig kürzer und durch die Eröffnung 1932 auch ein klein wenig jünger als der Nürburgring sein, im Ansehen der Motorsportfreunde aus aller Welt steht er aber wohl ebenso weit oben. Seit 1970 fanden hier Formel-1-Rennen statt, dazu kommen DTM-Rennen, Drag-Racing-Veranstaltungen und verschiedene Meisterschaften für Motorradfahrer. Um die zahlreichen Zuschauer unterzubringen, können zusätzliche temporäre Tribünen aufgestellt werden, die dann insgesamt bis zu 120.000 Gästen Platz bieten.

Die Formel 1 ist regelmäßig zu Gast auf der bekanntesten Süd-Strecke (Bild: Hockenheim-Ring GmbH)

Auf einer Fläche von 97 Hektar wurde auch die bekannteste aller Rennstrecken Süddeutschlands immer wieder modernisiert und – wie nach dem Zweiten Weltkrieg – umfassend repariert. Der letzte große Umbau begann 2001 und fand 2003 seinen Abschluss. Mehr Zuschauerplätze, bessere Sichtbarkeit, schnellere Überholmöglichkeiten und eine Verkürzung der Gesamtstrecke waren damals das Ziel. Dazu wurde ein neues Fahrsicherheitszentrum errichtet.

Wer den Hockenheimring selbst erleben möchte, hat viele Möglichkeiten. Neben den Tribünenplätzen und informativen Führungen kann sich der geneigte Fahrer auch selbst auf die Strecke wagen. Im Renntaxi, mit einem Trainer im Sportwagen oder mit dem eigenen Fahrzeug bei einer Touristenfahrt kann man auf den Spuren berühmter Rennfahrer wandeln. Die Preisspanne liegt dabei zwischen 50 und 469 Euro. Wem das noch nicht genug fürs Herz ist, der kann außerdem sogar den großen Schritt wagen und auf dem Hockenheimring heiraten.

Rennstrecken in Ostdeutschland

Doch auch abseits der beiden berühmten Ringe finden sich auf der Deutschlandkarte tolle Rennstrecken. Insbesondere im Osten der Republik kommen Motorsportfans auf ihre Kosten. Der Sachsenring in Oberlungwitz kurz vor Chemnitz ist zum Beispiel eine solche Einrichtung. Auf 3,6 Kilometern wird hier beim Motorrad Grand Prix oder den ADAC GT Masters um Trophäen gewetteifert. Zwar wurde der Sachsenring bereits 1927 erbaut, er fungiert allerdings erst seit 1996 als permanente Rennstrecke.

Der DEKRA-Lausitzring (ehemals "EuroSpeedway Lausitz") aus der Luft (Bild: DEKRA)

Deutlich jünger, aber nicht minder empfehlenswert ist der DEKRA-Lausitzring, der im Jahr 2000 eingeweiht wurde. Auf dieser Rennstrecke im Osten Deutschlands finden auf wahlweise 3,4 oder 4,5 Kilometern spannende Motorrad- oder Autorennen statt. Die ADAC Masters, DTM und der Porsche Carrera Cup gastieren ebenso regelmäßig in Klettwitz in der Niederlausitz wie eine der größten Schlagerparties Ostdeutschlands. Wer auf Tuchfühlung mit der Strecke gehen möchte, hat verschiedene Möglichkeiten: Das Angebot reicht vom Motorrad- oder Sportfahrtraining über das Renntaxi bis zur Bladenight, bei der das motorisierte Fahrzeug gegen Fahrrad oder Inline Skates eingetauscht wird.

Knapp 70 Kilometer nördlich wartet der Spreewaldring in Schönwald auf Auto- und Motorradfahrer. Neben zahlreichen Lehrgängen und Fahrsicherheitstrainings kann die 2,7 Kilometer lange Strecke auch bei freien Fahrten erkundet werden. Wer es lieber eine Nummer kleiner mag, kommt auf der angrenzenden Kartbahn auf seine Kosten.

Seit 1997 gibt es auch in der Nähe von Magdeburg eine spannende Autorennstrecke für Zuschauer und Fahrer gleichermaßen. In der Motorsport Arena in Oschersleben finden nicht nur regelmäßig die ADAC Masters und die German Speedweek statt, sondern auch Fahrerlebnisse mit einem Renntaxi oder dem eigenen PKW. Auch für Junggesellenabschiede ist eine der schönsten Rennstrecken Ostdeutschlands buchbar.

Temporäre Rennstrecken

Deutschland hat noch mehr Autorennstrecken zu bieten: Zu den beliebtesten Rennstrecken in Süddeutschland zählt zum Beispiel der Norisring. Wo sich im Alltag der Nürnberger Berufsverkehr über die Straße quält, findet einmal im Jahr das Norisringrennen der DTM statt. 2,3 Kilometer misst die Strecke, die über Wochen zu einem abgetrennten Areal umgebaut wird und viele Tausend Zuschauer begeistert.

Die Rennen der DTM werden unter anderem auf dem Norisring ausgetragen (Bild: Hockenheim-Ring GmbH)

Auch das Schleizer Dreieck in Thüringen ist eine temporäre Rennstrecke, die vornehmlich für Motorrad- und Bergrennen genutzt wird. Auf 3,8 Kilometer liefern sich die Fahrer hier bereits seit 1923 spannende Wettkämpfe. Doch nicht nur die Fahrzeuge springen dabei ins Auge. Auch die Strecke selbst, die quer durch die malerische Felderlandschaft Thüringens bis hoch zum Buchhübel auf 514 Metern führt, ist einen zweiten Blick wert.

Auch der Schottenring im namensgebenden Städtchen Schotten in Hessen hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Seit 1989 führt der Schottenring Grand Prix auf 1,4 Kilometern durch die Innenstadt und zieht dabei viele Besucher aus dem ganzen Land an. Der Schottenring ist sicherlich eine der ungewöhnlichsten Rennstrecken Deutschlands.

Die vergessenen Rennstrecken Deutschlands

Vor dem innerstädtischen Grand Prix sah der ursprüngliche Schottenring nämlich noch ganz anders aus. Bereits 1925 ersann der örtliche Motorsportclub nämlich das Motorradrennen „Rund um Schotten“. Der über 16 Kilometer lange Rundkurs führte die Teilnehmer über Schotterwege und Landstraßen. Nach eine Zwangspause während des Zweiten Weltkriegs und einigen tödlichen Unfällen in den Nachkriegsjahren wurde die Strecke 1956 für den Rennbetrieb gesperrt. Ein geplantes Motodrom, das den Schottenring zu einer der größten Rennstrecken Deutschlands gemacht hätte, wurde in den 70er Jahren aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten verworfen.

Auch in anderen Teilen des Landes lassen sich noch die Überbleibsel heute fast vergessener Rennstrecken in Deutschland finden. In der Nähe Freiburgs fand das Schauinsland-Rennen statt, in Gelsenkirchen befindet sich das alte Motodrom und in Berlin mit der AVUS sogar die erste Autostraße der Welt. Heute wissen oft nur noch Eingeweihte um die Rennen, die hier vor Jahrzehnten stattgefunden haben.

Deutschlands Rennstrecken selbst erleben

Zuschauen ist das Eine, was aber, wenn man selbst eine Rennstrecke erkunden möchte? Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Einige Rennstrecken in Deutschland dürfen nach einer vorherigen Buchung mit dem eigenen PKW oder Motorrad befahren werden, andere bieten ein Renntaxi an, bei dem man als Beifahrer die Strecke in Höchstgeschwindigkeit erlebt.

Ein heycar Redakteur bei einer Fahrt im Renntaxi auf dem Spreewaldring (Bild: heycar)

Dabei variieren die Voraussetzungen je nach Strecke. Grundsätzlich gilt aber, dass alle Teilnehmer nüchtern, volljährig und körperlich fit sein müssen. Bei Fahrten mit dem eigenen Wagen gilt die Straßenverkehrsordnung und das Rechtsüberholen ist verboten. In der Regel muss während der Fahrt ein Helm getragen werden und Foto- sowie Filmaufnahmen sind untersagt.

Auch die Preise variieren und sind von Angebot und Fahrzeug abhängig. Die Fahrt mit dem eigenen PKW kostet ab 25 Euro aufwärts, bei Renntaxi und Fahrten mit geliehenen Sportwagen solltest du mindestens einen mittleren dreistelligen Betrag einplanen. Bei fast allen Parcours muss im Vorfeld ein fester Termin gebucht werden. Oft werden die Strecken auch für hilfreiche und spannende Fahrsicherheitstrainings genutzt.

Aufregende Gegenwart, spannende Vergangenheit

Auch abseits der beiden berühmten Zugpferde Nürburgring und Hockenheimring gibt es in Deutschland interessante Rennstrecken zu entdecken, auf denen Zuschauer und Fahrer gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. Ob von der Tribüne oder aus dem Cockpit eines schnellen Wagens: Motorsportfans können hier ihrer Leidenschaft nachgehen. Neben den aktiven und bekannten Rennstrecken Deutschlands lohnt sich allerdings auch ein Blick in die Geschichte, denn in vielen Gegenden lassen sich die Parcours früherer Tage nach wie vor finden – auch wenn die Zeiten des schnellen Fahrens hier längst vorbei sind.

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Quelle Titelbild: Hockenheim-Ring GmbH

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