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Ratgeber: Scheibenwischwasser
4. September 2020
Wartung & Pflege

Ratgeber: Scheibenwischwasser

Ohne Scheibenwischwasser kann es im Auto ziemlich unangenehm werden. Jeder, der bei einer längeren Fahrt schon einmal „auf dem Trocknen saß“, wird uns vermutlich zustimmen. Eine unklare Sicht und ein fieser Schmierfilm auf der Windschutzscheibe sind schließlich für die Verkehrssicherheit äußerst ungünstig.

Das muss nicht sein. Es ist nämlich recht einfach, selbst für ausreichend Nachschub an Wischwasser zu sorgen. Im folgenden Text zeigen wir dir die unterschiedlichen Optionen, um den Reiniger selbst zu mischen. Zudem erklären wir dir, wie du das Scheibenwischwasser am besten nachfüllst und welche Unterschiede es in puncto Sommer und Winter gibt.

Woraus besteht Scheibenwischerflüssigkeit?

Scheibenwischwasser sorgt für Durchblick. Aber worum handelt es sich bei der Flüssigkeit eigentlich genau? Grundsätzlich ist es eine Mischung auf Basis von Wasser, die im Auto unter anderem auf der Front- und der Heckscheibe zum Einsatz kommt.

Ein zentraler Bestandteil des Gemisches ist die Reinigungskomponente. Schließlich ist es ein wichtiges Ziel von Wischwasser, störende Ablagerungen auf der Scheibe rasch zu entfernen. Dabei darf im Idealfall kein Schmierfilm zurückbleiben. Dies soll gewährleisten, dass der Fahrer nicht geblendet wird – zum Beispiel bei schräg stehender Sonne.

Neben dem reinigenden Bestandteil kann sich das Scheibenwasser recht unterschiedlich zusammensetzen – je nachdem, ob es für den Sommer oder den Winter konzipiert ist. In der frostigen Jahreszeit steht nämlich der Schutz vor der Kälte ganz oben auf der Agenda. Inwiefern sich das Wasser in den unterschiedlichen Jahreszeiten außerdem noch unterscheidet, kannst du weiter unten im Text nachlesen.

Scheibenwischwasser kann sich unterschiedlich zusammensetzen (Bild: iStock)

Ob Sommer oder Winter – das Praktische am Scheibenreiniger für das Auto ist, dass man ihn automatisch über eine Wischanlage verteilen kann. Der Fahrer muss also nicht extra aussteigen, um eine klare Sicht herzustellen. Stattdessen kann er die Anlage während der Fahrt so oft wie nötig betätigen. Eine wichtige Voraussetzung, um immer gut zu sehen und wirklich sicher fahren zu können. Achte daher stets auf eine ausreichende Füllung der Wischanlage. Tipp: Eine Reserve im Kofferraum kann dich davor schützen, dass dir unterwegs der Reiniger ausgeht.

Auto-Scheibenreiniger selbst herstellen

Wer Scheibenwischerflüssigkeit kaufen möchte, findet im Handel eine riesige Auswahl. Fertigmischung, Konzentrat, unterschiedlichste Preise – das kann ganz schön unübersichtlich sein. Also einfach lieber selbst herstellen? Häufig hat man die benötigten Zutaten sogar bereits zuhause, Scheibenreiniger selbst zu mischen ist also relativ einfach möglich.

Solltest du dich für die Eigenproduktion des Scheibenwischwassers entscheiden, kannst du dazu online die unterschiedlichsten Rezepte recherchieren. Häufig liest man beispielsweise von Mischungen aus Spiritus (Ethanol), Spülmittel und Wasser. Ebenfalls öfters empfohlen: eine 1:1-Mischung aus Glasreiniger und Wasser. Ob dafür destilliertes Wasser oder Leitungswasser zu verwenden ist, hängt auch vom Kalkgehalt deines Leitungswassers ab. Ist dieser sehr hoch, könnte sich der Kalk eventuell unschön absetzen.

Selbst gemacht hat auch Nachteile

Bei solchen Hausmitteln gilt es allerdings im Hinterkopf zu behalten, dass sie auch Nachteile haben können. Beispielsweise ist es denkbar, dass sich durch Spiritus ein Schmierfilm bildet, wenn dieser verdunstet. Das wiederum kann die Sicht einschränken. Manchmal reicht auch schlichtweg die Reinigungsleistung der selbst hergestellten Mischung nicht aus. Zudem ist es möglich, dass Lack oder Bauteile deines Autos durch bestimmte, nicht geeignete Bestandteile des Scheibenwischwassers Schaden nehmen.

Und: Wer bei der eigenen Mischung Spiritus verwenden möchte, um einen Frostschutz in der Scheibenwaschanlage zu erzielen, sollte auch den preislichen Aspekt nicht aus dem Blick verlieren. Denn häufig ist mit Spiritus im Vergleich zu einem fertigen, im Handel erhältlichen Frostschutzmittel kein finanzieller Vorteil zu erreichen. Ob du dich dafür entscheidest, den Auto-Scheibenreiniger selbst herzustellen oder zu kaufen, hängt natürlich von deinen persönlichen Präferenzen ab. Wir finden jedoch, dass man mit einem hochwertigen Wischwasser aus dem Handel besser beraten ist.

Man kann Scheibenwischwasser auch im Handel kaufen (Bild: iStock)

Scheibenspritzwasser aus dem Handel

Wie sieht es nun in den Geschäften aus? Wenn du ein Produkt kaufen möchtest, hast du wie schon erwähnt viel Auswahl. Zunächst gilt es zu entscheiden, ob du eine Fertigmischung oder ein Konzentrat verwenden möchtest. Ein bereits fertiges Produkt hat den Vorteil, dass es direkt in die Wischanlage einfüllbar ist. Nichts abmessen, nichts mischen. Das ist zweifelsfrei praktisch – vor allem, wenn es unterwegs mal schnell gehen muss. Je nach Produkt kann es dadurch jedoch passieren, dass die Scheibenreinigung etwas teurer wird als mit einem Konzentrat. Zudem entsteht mehr Müll, da du für eine Füllung der Wischanlage mehr Verpackung benötigst.

Ein Konzentrat verdünnst du hingegen selbst, bevor du es verwendest. Ein Arbeitsschritt mehr, der allerdings dabei helfen kann, Plastikmüll zu reduzieren. Lese zuvor jedoch immer auf der jeweiligen Packung nach, wie viel Wasser du genau hinzugeben musst. Denn die korrekte Konzentration der Bestandteile ist entscheidend, damit das Wischwasser richtig reinigen kann und im Winter nicht vereist. Eine Verdünnung kann beispielsweise im Verhältnis 1:1 oder 1:4 erfolgen. Bei Letzterem würdest du also ein Teil Konzentrat mit vier Teilen Wasser „strecken“.

Es gibt auch noch deutlich ergiebigere Produkte, die man teilweise sogar im Verhältnis 1:100 mit reichlich Wasser verdünnt (beispielsweise für den Sommer, wenn der Frostschutz nicht erforderlich ist). Unabhängig vom jeweiligen Mischverhältnis solltest du stets sauberes, klares Wasser hinzugeben. Schließlich möchtest du keine Rückstände durch verschmutztes Scheibenwischwasser riskieren. Nutzen lässt sich dafür zum Beispiel Leitungswasser oder destilliertes Wasser.

Qualitätskriterium: Anzahl der Wischzyklen

Zahlreiche unterschiedliche Hersteller bieten Fertigmischungen oder Konzentrate für Scheibenreiniger im Auto an. Dabei scheinen allerdings nicht alle Produkte gleich gut zu funktionieren. Entscheidend für die Qualität eines Scheibenwischwassers ist beispielsweise, wie viele Wischzyklen man damit benötigt, um eine verschmutzte Scheibe wieder sauber zu bekommen.

Scheibenwischer nach einem Sommerregen (Bild: iStock)

Sollte ein wenig effektives Wischwasser dafür ein Dutzend Wischvorgänge brauchen, kann das nicht nur etwas ärgerlich in puncto Zeitaufwand sein. Schließlich soll der Schmutz ja möglichst schnell wieder runter von der Scheibe. Auch schlägt sich dies in den Kosten nieder. Je mehr Zyklen, umso mehr Reinigungsflüssigkeit verbrauchst du, umso teurer kann es werden.

Um einfacher ein hochwertiges und für dich passende Produkt auszuwählen, kannst du entsprechende Tests von unterschiedlichen Institutionen oder Zeitschriften zurate ziehen. Sie prüfen regelmäßig verschiedene Produkte auf Herz und Nieren. Alternativ ist es auch gut, auf Prüfsiegel zu achten (zum Beispiel auf das DEKRA-Siegel). Wenn Experten Scheibenwischwasser analysieren, berücksichtigen sie dabei neben der Reinigungsleistung häufig auch noch andere Faktoren, zum Beispiel die Materialverträglichkeit. Schließlich soll das Wischwasser weder Bauteile noch den Lack deines Autos beeinträchtigen.

Wie füllt man Scheibenwischwasser auf?

Scheibenspritzwasser nachfüllen ist ganz einfach. Hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Öffne die Motorhaube deines Wagens.

  2. Suche den richtigen Behälter für das Scheibenwischwasser. Ein Symbol, zum Beispiel ein Scheibenwischer, kennzeichnet häufig den Deckel. Zudem ist der Verschluss meist blau und der Kanister besteht oft aus durchsichtigem Plastik. Schaue im Zweifel im Handbuch deines Wagens nach.

  3. Öffne den Behälter und fülle ein Wischwasser deiner Wahl (Fertigmischung, zuvor verdünntes Konzentrat oder Eigenproduktion) ein. Verwende dafür bestenfalls einen Trichter.

  4. Schließe das Behältnis wieder und klapp die Motorhaube zu.

Du siehst, Scheibenwischwasser aufzufüllen ist kein Hexenwerk. Allerdings empfiehlt es sich, damit nicht abzuwarten, bis die Flüssigkeit vollständig aufgebraucht ist. Kontrolliere lieber regelmäßig den Stand der Flüssigkeit, damit dir nicht während der Fahrt die klare Sicht abhandenkommt.

Mit aufgefülltem Scheibenwischwasser sieht man wieder klar (Bild: iStock)

Wenn trotz vollem Tank kein Wischwasser auf der Scheibe landet, liegt vielleicht ein Defekt an der Wischanlage vor. Betroffen sein können verschiedene Bauteile – zum Beispiel Schläuche, Düsen oder auch die Pumpe. Eine zeitnahe Reparatur ist äußerst empfehlenswert.

Scheibenwischwasser für den Sommer

Wischwasser ist gleich Wischwasser? Wie wir gesehen haben, stimmt das nicht ganz. Je nachdem, ob das Wasser im Sommer oder im Winter für Durchblick sorgen soll, kann es sich deutlich unterschiedlich zusammensetzen.

Ein gutes Scheibenwischwasser für den Sommer sollte beispielsweise besonders stark gegen eiweißhaltigen Schmutz wirken. Eiweiße – das sind in diesem Fall die unterschiedlichen Insekten, die in den warmen Monaten in großer Zahl durch die Luft schwirren. Dementsprechend häufig landen sie auch auf der Windschutzscheibe. Im Sommer hat das Wischwasser auch mit Blütenstaub und gegebenenfalls den Hinterlassenschaften von Vögeln mehr zu kämpfen. Hier ist also viel Reinigungskraft vonnöten.

Scheibenwaschanlage mit Frostschutzmittel im Winter

Der typische Winterschmutz sieht anders aus. Streumittel-Reste sind beispielsweise ein wesentlicher Bestandteil. Darüber hinaus ist es bei dem Scheibenwischwasser im Winter extrem wichtig, dass es nicht gefriert. Vergisst man den Frostschutz für die Scheibenwaschanlage, kann unter anderem die Verkehrssicherheit leiden. Das wäre beispielsweise der Fall, wenn das Wischwasser bei niedrigen Temperaturen direkt auf der Scheibe gefrieren sollte. Mit der freien Sicht ist es dann erst einmal vorbei. Fehlt Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage, ist es zudem möglich, dass die Anlage selbst kaputtgeht. Sollte nämlich die Flüssigkeit gefrieren, dehnt sie sich aus und kann so prinzipiell Schäden im System verursachen.

Denke also daran, je nach Saison das passende Scheibenwischwasser nachzufüllen. Auf diese Weise kannst du dem für die jeweilige Jahreszeit typischen Schmutz effektiv den Kampf ansagen. Noch ein Tipp: Nachdem du das Wischwasser des Sommers durch Scheibenwischwasser für den Winter ersetzt hast, betätige die Scheibenwischanlage am besten einige Male. So kannst du erreichen, dass sich die frostsichere Lösung durch das gesamte System verteilt.

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