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Muscle Cars: Starke Autos mit Tradition
9. April 2020
Kaufratgeber

Muscle Cars: Starke Autos mit Tradition

Mit einem US Muscle Car den amerikanischen Traum leben, das wollen viele. Die leistungsstarken Sportwagen aus den 60er Jahren sind heute beliebte und teuer gehandelte Sammlerstücke. Seit den 2000er Jahren produzieren Hersteller wie Chevrolet, Ford oder Dodge neue Generationen der beliebten Klassiker. Die aktuellen Modelle verfügen über höhere PS-Zahlen und eine verbesserte Aerodynamik. Das Design erinnert dabei immer noch an die ersten Muscle Cars. Entdecke jetzt die stärksten US Gebrauchtwagen bei heycar.

Die Anfänge des US Muscle Car

Muscle Cars wurden und werden gerne für Drag Races benutzt (Bild: Wikimedia Commons)

Die Vereinigten Staaten in den 50er Jahren. Die junge amerikanische Generation interessiert sich für leistungsstarke und bezahlbare Fahrzeuge. Beschleunigungsrennen (engl.: "Drag Race") sind in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg beliebt. Dabei treten PS-Liebhaber mit frisierten Autos in kurzen Rennen auf einer geraden Strecke von meist einer Viertel- oder Achtelmeile (402 bzw. 201 Meter) gegeneinander an.

Die in dieser Zeit aufkommenden Muscle Cars machen dank hoher Leistung und niedrigem Preis das Tuning von Autos überflüssig. Der Pontiac GTO (Gran Turismo Omologato) gilt als das erste echte Muscle Car. 1964 kommt das Fahrzeug als Variante des Pontiac Tempest Le Mans auf den Markt. Mit 335 statt 193 PS überzeugt die leistungsstarke Variante des Autos und wird schließlich zum eigenständigen Modell. Dieses ist deutlich günstiger als vergleichbare Sportwagen und dadurch auch für junge Käufer erschwinglich. Andere Hersteller ziehen nach und bringen vergleichbare Fahrzeuge auf den Markt.

In den 70ern endet die Ära der US Muscle Cars. 1973 lässt die Ölkrise Benzinpreise und Versicherungsprämien ansteigen. Das Fahren mit den PS-starken Autos wird zu teuer für die jungen Fahrer. Gleichzeitig sind Hersteller wegen verschärften Abgasnormen gezwungen, die Leistungen zu reduzieren. Schließlich kommt die Muscle-Car-Generation ins Alter, wo man Familie gründet, und benötigt damit andere Fahrzeuge .

Starker Charakter und starke Motoren

In den 50er und 60er Jahren überzeugen die amerikanischen Mittelklasse-Autos mit hohen PS-Zahlen zu einem relativ günstigen Preis. Die Leistung von Muscle Cars beruht auf V8-Motoren. Bei diesen sind acht Zylinder in V-Form angeordnet. Damit erreichen die amerikanischen Sportwagen bis zu 500 PS. Bei den Motoren der US Muscle Cars wird zwischen Big Block und Small Block unterschieden. Diese Bezeichnungen beziehen sich primär nicht auf die Größe des Hubraums, sondern auf die des Motorblocks. Big Block Motoren bieten mehr Platz für die acht Zylinder eines Muscle Car.

Im Vergleich zur Motorisierung waren Fahrwerk und Design bei den amerikanischen Sportwagen von geringerer Bedeutung. Die Fahrwerke sind vor allem für die Beschleunigung auf geraden Strecken gemacht. Dementsprechend ist das Handling in Kurven erschwert. Der relativ günstige Preis zeigt sich zudem in einer eingeschränkten Ausstattung, durch geringen Komfort und in der einfachen Verarbeitung.

Der Pontiac GTO gilt als das erste echte Muscle Car (Bild: Pixabay)

Der Neuanfang in den 2000er Jahren

Seit knapp 20 Jahren bringen viele Hersteller neue Generationen der Muscle Cars auf den Markt. Die wesentlichen Merkmale der Modelle sind unverändert. Zwei Türen, starke V8-Motoren und hohe PS-Zahlen kennzeichnen auch die neuen amerikanischen Sportwagen. Mit den überarbeiteten Klassikern Ford Mustang, Dodge Challenger oder Chevrolet Corvette fährst du mit einem Fahrgefühl wie in den 60er Jahren. Der Komfort, die Beschleunigung und die Sicherheitsausstattung wurden aber deutlich verbessert.

Aktuelle Muscle Cars

Im Folgenden stellen wir dir fünf aktuelle Muscle Cars vor, die den Geist der Ära des Rock 'n' Roll noch in sich tragen, dabei aber alles andere als altbacken sind.

Ford Mustang: Über 50 Jahre Geschichte

Bild: Ford

Die Geschichte des Ford Mustang geht bis zu den Anfängen der Muscle Cars zurück. 1964 kommt der Sportwagen von Ford auf den Markt. Das Modell prägt die Bezeichnung Pony Cars. Diese unterscheiden sich von Muscle Cars durch ein kompakteres Design und Motoren mit weniger Leistung. Die Klassifizierungen gehen fließend ineinander über, so wird der Ford Mustang häufig auch als Muscle Car bezeichnet. 2018 feiert der Mustang ein Jubiläum. Das zehnmillionste Modell läuft nach über 50 Jahren Modellgeschichte vom Band.

Seit 2014 ist der Ford Mustang VI erhältlich, der optisch noch immer an seine Anfänge erinnert. 2017 erhielt das Modell ein Facelift. Als Pony Car ist der Sportwagen mit einem auch für Muscle Cars typischen 5,0-Liter-V8-Motor ausgestattet. Zum 50-jährigen Jubiläums des Films „Bullitt“ präsentiert Ford einen noch leistungsstärkeren Motor mit 460 PS. Dank aktivem Auspuffsystem fährst du wahlweise auch leise und reduzierst den Sound des amerikanischen Sportwagens, zum Beispiel in Wohngegenden.

Alternativ fährst du das US Muscle Car mit 2,3-Liter-EcoBoost-Motor und 317 PS. Der Ford Mustang war eines der ersten Muscle Cars auf dem Markt. Dank wieder wachsender Beliebtheit und neuen Generationen der Modellart kannst du auch heute noch den Ford Mustang kaufen.

Dodge Challenger: 852 PS im Retro-Design

Bild: Pixabay

Die US-amerikanische Automarke Dodge gehört zu Fiat Chrysler Automobiles. Zwei amerikanische Sportwagen von Dodge sind bis heute im klassischen Retro-Design erhältlich. Der Dodge Challenger war bereits 1969 auf dem Markt, bis er schließlich 1983 vom Markt verschwand.

2008 erschien das Modell in der dritten Generation im Retro-Design. Ein 6,1-Liter-V8-Motor und 431 PS zeigen den Charakter eines US Muscle Car. 2011 wurde dieser mit einem 6,4-Liter-Motor und 470 PS sogar noch deutlicher. Der Höhepunkt folgte 2017 mit dem Dodge Challenger SRT Demon und stolzen 852 PS. Damit hättest du jedes Beschleunigungsrennen in den 50er Jahren gewonnen. In nur 2,3 Sekunden erreicht der Sportwagen 100 Stundenkilometer.

Dodge Charger : Einziger Viertürer

Bild: Pixabay

Der Dodge Charger ist das zweite Modell der Automarke Dodge, das bereits in den 60er Jahren auf dem Markt war. Vier Jahre nach dem Challenger war auch dieses Muscle Car ab 1987 nicht mehr erhältlich. Sein Comeback feiert das Sportauto 2005. Die Besonderheit: Die neue Generation ist als einziges US Muscle Car viertürig.

Die PS-Zahlen überzeugen mit gewohnt hohen Werten. Passend zum Namen fährst du mit dem Dodge Charger SRT Hellcat mit 717 PS und bis zu 320 Stundenkilometer. Damit bist du nach Angaben des Herstellers „too damn fast“ (deutsch: viel zu schnell) auf normalen Straßen unterwegs. Dank des 8-Gang-Automatikgetriebes musst du die Gänge nicht selbst wechseln und kannst dich ganz auf das Fahren konzentrieren. Das leistungsstärkste Modell hat mit rund 19,9 Litern auf 100 Kilometern einen entsprechend hohen Verbrauch.

Deutlich sparsamer ist der Dodge Charger SXT AWD. Das Modell verbraucht auf derselben Strecke nur 10,5 Liter Kraftstoff. Das Muscle Car bietet mit 304 PS eine gewohnt hohe Leistungsstärke. Das dritte verfügbare Modell ist der R/T Daytona mit 375 PS. Die modellspezifischen Elemente sind vom NASCAR-Rennen inspiriert. Ein einteiliger Perfomance-Heckspoiler, Nappa/Alcantara-Sitze mit Daytona Logo und ein Daytona Kühlergrillemblem machen die Sportlichkeit deutlich.

Chevrolet Corvette: Bald mit Mittelmotor

Bild: Chevrolet

Du möchtest ein Muscle Car kaufen, das besonders eng mit der Tradition der amerikanischen Autos in Verbindung steht? Dann ist die Chevrolet Corvette die richtige Wahl. Seit 1953 ist der Zweisitzer durchgehend erhältlich und erreichte in Sachen Design wahrscheinlich in der zweiten Generation (1962 bis 1967) ihren Höhepunkt, als die legendäre "Stingray" verkauft wurde (s. Titelbild, Rechte: Chevrolet). Die Sportlichkeit und Herkunft werden schon auf dem Logo deutlich. Zwei Flaggen stehen für die Renntauglichkeit.

Die aktuelle Corvette C7 besitzt einen 455 PS starken Motor. Die C7 Z06 leistet mit dem gleichen LT1-Motor sogar 659 PS und erreicht 100 Stundenkilometer in nur 3,8 Sekunden. Ab 2020 ist die achte Generation des traditionsreichen Muscle Cars erhältlich. Das um 42 Zentimeter nach vorne versetzte Armaturenbrett und der neue Mittelmotor ändern nicht nur die Optik der Corvette C8.

Auch die Aerodynamik verbessert sich damit deutlich. Der V8-Motor leistet 495 PS und erreicht aus dem Stand in nur drei Sekunden 100 Stundenkilometer. Mit dieser Ikone fährst du mit bis zu 300 km/h. Mit dem neu entwickelten achtstufigen Doppelkupplungsgetriebe steht dir bei schnellem Schalten nichts im Weg. Corvette kündigte außerdem an, Versionen mit Turbomotoren auf den Markt zu bringen. Bei bis zu 900 PS, ist hier das sportliche Rennwagen-Gefühl beim Fahren garantiert.

Chevrolet Camaro: Seit 2015 zurück

Bild: Cadillac

Der Chevrolet Camaro machte dem Ford Mustang in den 60er Jahren Konkurrenz. Der über 200 PS starke amerikanische Sportwagen war mit dem klassischen V8-Motor eines Muscle Cars ausgestattet. Bereits in seinem ersten Jahr wurde das Auto 90.000 Mal produziert – und war damit sehr erfolgreich. Das Modell ist, wie auch seine Konkurrenz Ford Mustang, mittlerweile wieder erhältlich. Bis heute wird die Rivalität der beiden Modelle deutlich. So bringt das Facelift 2018 dem Camaro ebenso wie dem Ford Mustang eine Zehngang-Automatik.

Nach einer Produktionspause von 2002 bis 2009 kannst du seit 2015 die sechste Generation des Muscle Car kaufen. Chevrolet legt dabei vor allem auf die Aerodynamik Wert. Das Modell ist um 90 Kilogramm leichter, das Fahrwerk um 21 Prozent schlanker. Damit nutzt du die 275 PS besonders effektiv. Wenn du den Fahrtwind spüren möchtest, ist die Cabrio-Version mit vollautomatischem Stoffverdeck die richtige Wahl für dich.

Für PS-Liebhaber ist der Chevrolet Camaro ZL1 mit 650 PS und bis zu 318 Stundenkilometern das passende Modell. Diese überzeugenden Werte werden vom V8-Motor aus der Corvette Z06 erreicht. Dank Sportsitzen mit Lederbezug, einem beheizbaren Lenkrad und einer Multimedia-Ausstattung inklusive Bose-Soundsystem und 8-Zoll-Touchscreen sind die sportlichen Fahrten auch komfortabel.

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Muscle Cars sind in Deutschland relativ selten. Bei heycar findest du trotzdem eine Auswahl von vielen hundert top gepflegten Exemplaren. Alle sind jünger als acht Jahre alt und weniger als 150.000 Kilometer gelaufen. Außerdem gibt's eine Garantie. Also los, schau dich mal um!

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