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Lackschäden ausbessern (lassen)
31. August 2020
Wartung & Pflege

Lackschäden ausbessern (lassen)

Einmal nicht aufgepasst und schon ist es passiert. Ein Lackschaden ist vor allem einfach nervig. Klar sieht man immer mal wieder Fahrzeuge, bei denen der Halter den Schaden einfach gekonnt ignoriert, aber sinnvoll ist das nicht. Denn Lackschäden solltest du ausbessern oder ausbessern lassen. Wie genau du das machst, welche Methode sich für dich anbietet und welche Kosten bei einem Lackschaden auf dich zukommen, erfährst du in diesem Artikel.

Warum sollte man Lackschäden unbedingt ausbessern?

Lackschäden rosten, wenn sie nicht behoben werden und die Korrosion ist nicht nur hässlich, sondern auch schädlich für das Auto. Kleine, oberflächliche Kratzer kann man auch mal übersehen und hier setzt der Rost auch nicht so schnell an. Reicht der Kratzer aber bis auf die Grundierung hinunter, hilft nur schnelles Handeln. Eine gesetzliche Verpflichtung, Lackschäden ausbessern zu lassen, besteht zwar nicht, eine solche Reparatur ist allerdings in deinem eigenen Interesse.

Lackschäden können anfangen zu rosten (Bild: iStock)

Natürlich geht es hier zunächst um dein persönliches ästhetisches Empfinden: Ein gepflegtes Auto macht einfach mehr her. Dazu kommt, dass sichtbare oder sogar rostige Kratzer den Wiederverkaufswert deines Wagens gehörig mindern. Es wäre ärgerlich, wenn du am Ende weniger Geld bekommst oder sogar Probleme hast, den Wagen überhaupt zu einem adäquaten Preis zu verkaufen, nur weil du die Kosten für den Lackschaden sparen wolltest. Wie du Lackschäden selbst ausbessern kannst oder ob du besser professionelle Hilfe in Anspruch nimmst, hängt dabei auch von der Art der Beschädigung ab.

Wie ist die Lackschicht aufgebaut?

Die Lackschicht deines Autos ist weit mehr als nur die sichtbare Fläche auf der Karosserie. Wenn du weißt, wie die Lackschicht aufgebaut ist, kannst du auch abschätzen, wie tief ein Kratzer oder Schlag ist und dementsprechend entscheiden, ob sich der Schaden leicht beheben lässt oder die Arbeit eines Profis benötigt. So sparst du im besten Fall Kosten beim Lackschaden. Die Lackierung besteht heutzutage meistens aus vier einzelnen Schichten, die alle einen besonderen Zweck erfüllen.

Direkt auf der Karosserie befindet sich die Grundierung. Diese hat zwei Aufgaben: Zum einen fungiert sie als Korrosionsschutz, verhindert also, dass das Fahrzeug anfängt zu rosten. Zum anderen sorgt diese Schicht dafür, dass die folgenden Schichten einen besseren Halt bekommen. Wenn die Karosserie nach der Herstellung einmal komplett mit der Grundierung überzogen ist, geht es weiter.

Auf die Grundierung wird eine Füllschicht aufgetragen. Diese hat ebenfalls die Aufgabe, Korrosion zu verhindern, gleicht dazu allerdings eventuelle Unregelmäßigkeiten auf der Karosserie aus und schützt sie gleichzeitig vor Steinschlag und anderen Beschädigungen. Auch zur Haftvermittlung trägt die Füllschicht bei. Bei vielen Fahrzeugen ist diese Schicht weiß. Wenn du bei einem Lackschaden also eine weiße Schicht erkennen kannst, weißt du, dass der Schaden die Füllschicht erreicht hat, der Kratzer aber nicht bis auf die Grundierung reicht. Dein Korrosionsschutz ist somit vorerst intakt. Eine Reparatur ist allerdings trotzdem nötig.

Die Karosserie eines Autos wird in mehreren Schichten lackiert (Bild: iStock)

Im nächsten Schritt wird bei der Herstellung der Basislack aufgetragen. Dieser definiert die eigentliche Farbe des Wagens. Die Basislack-Schicht ist besonders dünn und daher auch extrem anfällig für Beschädigungen.

Aus diesem Grund gibt es noch eine letzte Schicht. Der Klarlack schützt primär den Basislack vor äußeren Einflüssen, wie Beschädigungen, UV-Strahlung und Verschmutzungen. Außerdem sorgt er für den Glanz. Der Klarlack selbst ist zwar farblos, bringt die Farbe des Basislacks allerdings zum Funkeln.

Lackschaden selbst reparieren

Oberflächliche Schäden stellen somit zwar keine Gefahr für dein Fahrzeug dar, sondern sind nur ein optischer Makel. Gleichzeitig sind die darunter liegenden Schichten dadurch allerdings so weniger geschützt und anfälliger für äußere Einflüsse. Daher solltest du auch solche Lackschäden ausbessern, kannst diese Arbeit allerdings selbst übernehmen.

Die einfachste und günstigste Option ist die Autopolitur. Je nach Hersteller kostet eine Flasche zwischen zehn und zwanzig Euro. Vor der Anwendung musst du die betroffene Stelle zunächst gründlich reinigen und danach sorgfältig trocknen. Dann trägst du die Autopolitur gleichmäßig auf die beschädigte Stelle auf und verreibst sie vorsichtig mit einem Mikrofasertuch. Zum Ausbessern von Klarlackplatzern oder leichter Steinschläge reicht diese Methode aus, wenn der Schaden tiefer geht, hilft dir das reine Polieren leider nicht weiter.

Lackschäden am Auto sollten nicht ignoriert werden (Bild: iStock)

Bei einem mittelschweren Kratzer greifst du zu einem Lackstift. Den kaufst du am besten direkt für ein paar Euro beim Hersteller deines Wagens, um sicherzugehen, dass du auch genau den richtigen Farbton erwischst. Bei der Anwendung mit dem Lackstift füllst du die beschädigten Schichten auf. Auch hier säuberst du die beschädigte Stelle zuerst gründlich, trägst dann den Basislack mit einem dünnen Pinsel auf und lässt ihn trocknen. Im zweiten Schritt trägst du den Klarlack auf, um die Stelle wieder zu versiegeln. Vor allem der Basislack sollte dabei nur ganz dünn aufgetragen werden. Das Ganze wird dann am Ende vorsichtig glattgeschliffen. Diese Methode kostet zwar etwas Zeit, ist dafür allerdings vergleichsweise günstig.

Professionelle Autolackreparatur

Manchmal ist der Lackschaden allerdings zu tief, um ihn noch selbst beheben zu können. Dann führt leider kein Weg an einer professionellen Reparatur vorbei, um Korrosionsschäden vorzubeugen. Hier gibt es nicht nur viele Anbieter, sondern auch viele verschiedene Methoden, wodurch die Reparatur des Lackschadens unterschiedlich viel kosten kann. Welche Vorgehensweise die beste ist, lässt sich pauschal natürlich nicht sagen. Entscheidend sind hier die Tiefe und die Länge des Kratzers.

Für Schäden, die zwar tief, allerdings eher klein sind, hat sich das Spot-Repair-Verfahren bewährt. Dabei wird nur die tatsächlich betroffene Stelle ausgebessert und nicht das gesamte Fahrzeugteil. Das spart beim Lackschaden Kosten und Zeit, kann unter Umständen allerdings dazu führen, dass sich die Stelle auch nach der Reparatur noch farblich abhebt. Die Kosten für diese Methode richten sich nach dem Aufwand und der Art der Lackierung, fangen in der Regel allerdings im niedrigen dreistelligen Bereich an.

Bei größeren Beschädigungen hilft nur eine komplette Neulackierung des betroffenen Wagenteils. Auch hier kommt es darauf an, welcher Teil betroffen ist und welche Lackierung du benötigst. Die Kosten des Lackschadens können vom mittleren dreistelligen Bereich bis in den vierstelligen Bereich gehen. Hier kann es unter Umständen günstiger sein, das entsprechende Teil zu ersetzen.

Wer trägt die Kosten bei einem Lackschaden?

Im schlechtesten Fall kann eine Unachtsamkeit also richtig ins Geld gehen. Stellt sich die Frage, wer für die Kosten bei einem Lackschaden aufkommt. Bist du selbst für den Schaden verantwortlich, ist die Sache natürlich klar. Den Schaden zahlst du entweder selbst oder meldest ihn deiner Versicherung. Wenn du nämlich eine Vollkasko-Versicherung hast, kommt diese für den Schaden auf. Wenn die Kosten für den Lackschaden allerdings überschaubar sind, lohnt sich eine Meldung nicht, da du dadurch in der Schadenfreiheitsklasse zurückgestuft werden kannst.

Wenn jemand anderes den Schaden verursacht hat, solltest du die Polizei verständigen, damit der Schaden ordnungsgemäß dokumentiert wird. Dann zahlt der Verursacher beziehungsweise seine Versicherung für die Reparatur des Kratzers. Sollte der Verursacher nicht bekannt sein und kann auch nicht ermittelt werden, bleibst du auf den Kosten für den Lackschaden leider sitzen. Auch hier kannst du das Geld selbst zahlen oder den Schaden deiner Versicherung melden, sofern du Vollkasko versichert bist.

Bei höherer Gewalt, zum Beispiel durch Hagelschäden, Sturmschäden oder auch Wildschäden übernimmst du die Kosten für den Lackschaden entweder selbst oder meldest ihn deiner Versicherung. Wenn du eine Kaskoversicherung abgeschlossen hast, wird ein Gutachten erstellt und die Kosten dann ganz oder teilweise übernommen, falls du eine Selbstbeteiligung vereinbart hast.

Wie kannst du einen Lackschaden am Auto verhindern?

Wie du siehst, kosten Lackschäden meistens Geld und Zeit. Beides kannst du dir sparen, wenn du umsichtig fährst und dein Auto soweit es geht von typischen Gefahrenquellen fernhältst. Neben Pfosten und Pollern sind Metallknöpfe an der Jeans, Autoschlüssel oder übermotivierte Tiere häufig ein Grund für hässliche Kratzer im Lack. Dazu hilft es, auf Schotterpisten einen Gang runter zu schalten.

Zusätzlich kannst du in eine Nanoversiegelung investieren. Diese überzieht deinen Wagen mit einer weiteren, fünften Schicht und schützt ihn vor äußeren Einflüssen. Diese Behandlung lässt du ebenfalls am besten beim Profi durchführen und dann wird sie nicht gerade billig. Zwischen einigen hundert bis zu tausend Euro und mehr kann eine Nanoversiegelung je nach Fahrzeug kosten. Lackschäden sind damit zwar auch weiterhin nicht ausgeschlossen, dein Auto bleibt allerdings für ein paar Jahre besser geschützt.

Lackschaden ausbessern und Kosten auf lange Sicht sparen

Lackschäden werden sich leider nie ganz verhindern lassen. Welche Kosten bei einem Lackschaden anfallen, ist von der Schwere der Beschädigung abhängig. Leichte Kratzer kannst du für wenige Euro selbst beheben, bei schwereren Schäden solltest du den Fachmann ans Werk lassen und musst entsprechend mehr Geld in die Hand nehmen. Wichtig ist, dass du die Lackschäden immer ausbessern lässt oder die Arbeit selbst übernimmst. So bleibt dein Wagen nicht nur hübsch, sondern ist auch bestmöglich vor Rost geschützt – und das spart dir dann auf lange Sicht viel Geld.

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