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Kontrollleuchten im Auto: Was bedeuten die Symbole
10. November 2022
Autoteile & Technik

Kontrollleuchten im Auto: Was bedeuten die Symbole

Geschlängelt, gezackt, gestrichelt – in modernen Autos steckt viel Technik, und die zahlreichen Funktionen und Systeme müssen den Fahrer über ihre korrekte (oder fehlerhafte) Funktion informieren. Besonders wichtige Fahrzeugfunktion und manche Assistenzsysteme koppeln die Hersteller dabei an leicht zu erfassende Kontrollleuchten.

Hilfreich – wenn man weiß, was die jeweiligen Symbole bedeuten. Denn in modernen Autos gibt es mehrere Dutzend Kontrollleuchten, wer kann sich da schon alle leuchtenden Bildchen merken? Die gute Nachricht: Es genügt die wichtigsten Symbole im Auto zu kennen, bei allen anderen reicht bei nächster Gelegenheit ein Blick ins Handbuch.

Rot, Gelb, Grün, Blau, Weiß: Was bedeuten die Farben der Auto-Kontrollleuchten?

Die Symbole im Auto sind nicht nur verschieden geformt, sie leuchten auch in unterschiedlichen Farben – und sie variieren teilweise von Hersteller zu Hersteller. So kompliziert die Symbolik teilweise sein mag, bei der Farbpalette können Autofahrer sich auf folgende Regel verlassen: rot ist eine akute Warnung, gelb ein Hinweis und grün eine Information.

Grüne Kontrollleuchten im Auto

Entdeckt der Fahrer ein grünes Licht im Cockpit, kann er entspannt weiterfahren. Es besteht keinerlei Gefahr. Stattdessen dient ein grün-leuchtendes Symbol, etwa für das Abblendlicht, lediglich der Kontrolle. Das leuchtende Symbol erinnert den Fahrer daran, dass die Funktion aktiv ist. Sofern gewünscht, besteht also kein Handlungsbedarf

Gelbes oder oranges Kontrolllicht

Ein gelbes Warnlicht im Auto erfordert mehr Aufmerksamkeit. In der Regel deutet es darauf hin, dass etwas nicht richtig funktioniert oder kontrolliert werden muss. Es bleibt aber noch Zeit, um das anbahnende Problem zu beheben. Ein simples Beispiel für eine gelbe Kontrollleuchte ist das Zapfsäulen-Symbol. Leuchtet es, heißt das, dass der Tank bald leer ist. Normalerweise beträgt die Restreichweite dann aber noch mindestens 50 Kilometer. Bei den meisten gelben Kontrollleuchten sollte ein Fachmann bei nächster Gelegenheit der Ursache auf den Grund gehen. Bei vielen älteren Autos kommt es leider auch häufig vor, dass nur ein Messfehler in der Sensorik oder im Steuergerät vorliegt – also falscher Alarm.

Rote Warnleuchte

Leuchtet im Auto eine rote Warnleuchte, muss meist sofort gehandelt werden. Anderenfalls drohen größere und somit teure Schäden am Auto, oder die Sicherheit der Insassen ist durch einen drohenden Unfall gefährdet. Leuchtet etwa die rote Ölkanne im Armaturenbrett, dann ist der Ölstand im Motor zu niedrig. Für den Fahrer heißt das: schnellstmöglich Anhalten und Pannendienst rufen. Im schlimmsten Fall droht sonst ein Motorschaden. Verfügt das Auto über einen Abstandsassistenten, kann eine rote Warnleuchte auf eine drohende Kollision mit dem vorausfahrenden Auto hinweisen.

Blaue und weiße Warnlichter

Diese Farben leuchten im Cockpit nur selten auf. Tun sie es doch, dann bedeuten sie keine Gefahr. Eine blaue Kontrollleuchte zeigt zum Beispiel, dass das Fernlicht gerade aktiv ist. In manchen Automodellen existieren auch weiße Kontrollleuchten, die etwa auf einen bald anstehenden Service in der Werkstatt hindeuten.

Die 13 wichtigsten Kontrollleuchten im Auto

Gelbe Ölkanne

Die gelbe Ölkanne deutet darauf hin, dass bei nächster Gelegenheit der Ölstand kontrolliert werden muss. (Bild: iStock)

Die Ölkanne mit gezackter Linie bzw. eine gelb leuchtende Ölkanne im Armaturenbrett deutet auf niedrigen Öldruck im Motor hin. Das ist gefährlich, denn wenn nicht mehr genügend Schmierstoff im Motor vorhanden ist, kann der Motor schwer beschädigt werden. Deshalb sollt der Fahrer möglichst schnell den Ölfüllstand kontrollieren und passendes Motoröl nachfüllen.

Rote Ölkanne

Bei der roten Ölkanne sollte das Auto direkt abgestellt werden. Weiterfahren ist gefährlich! (Bild: iStock)

Leuchtet die Ölkanne rot ohne gezackte Linie, dann ist das ein ernstes Warnzeichen. Der Öldruck im Motor ist nun tatsächlich zu niedrig. Der Fahrer muss umgehend anhalten und den Pannendienst rufen. Einfach nur Öl nachfüllen reicht nun nicht mehr, denn das rote Kontrolllicht könnte auch bedeuten, dass die Ölpumpe defekt oder eine Leitung undicht.

Kühler

Das rote Thermometer zeigt an, dass die Temperatur des Kühlmittels zu hoch ist. Es muss sofort angehalten werden. (Bild: iStock)

Das Symbol zeigt ein Thermometer in Wellenlinien und signalisiert dem Fahrer, dass der Motor zu überhitzen droht. Hier ist schnelles Handeln gefragt, denn die Temperatur des Kühlmittels muss sofort gesenkt werden. Wenn möglich muss das Fahrzeug sofort anhalten und den Motor abstellen, damit er abkühlen kann. Sobald sich die Temperatur normalisiert, muss der Kühlwasserstand kontrolliert und gegebenenfalls Kühlmittel oder Wasser nachgefüllt werden. Meist ist das Problem damit bereits behoben. Aber Vorsicht: Der Behälter für das Kühlmittel darf auf keinem Fall geöffnet werden, solange die Flüssigkeit darin noch heiß ist. Denn dann steht der Behälter unter Druck und beim Öffnen könntest du dich verletzen.

Bremse

Dieses Warnzeichen kennt jeder. Doch erlischt es nicht beim Lösen der Handbremse, so muss die Bremsanlage direkt überprüft werden. (Bild: iStock)

Diese rote Warnleuchte im Auto kennt jeder: Das Ausrufezeichen in einem Kreis deutet auf ein Problem mit dem Bremssystem hin. Es leuchtet zum Beispiel dann, wenn der Fahrer beim Losfahren vergessen hat, die Handbremse zu lösen. Erlischt dieses Symbol nach dem Lösen der Handbremse nicht, besteht ein anderes Problem mit der Bremsanlage. Das kann zu wenig Bremsflüssigkeit sein, oder die Bremsbeläge sind gefährlich weit abgefahren. So oder so sollte der Fahrer umgehend den Pannendienst holen.

Batterie

Leuchtet die rote Batterie auf, sollte das Auto nicht mehr ausgeschaltet werden, bis die Lichtanlage überprüft werden kann. (Bild: iStock)

Ein rot leuchtendes Batteriesymbol mit den typischen Plus- und Minuszeichen im Armaturenbrett deutet auf einen Defekt an der Starterbatterie hin. Meist wird die Batterie dann nicht mehr von der Lichtmaschine (dem Generator) geladen. Auch wenn das Warnlicht rot leuchtet, muss das Auto nicht unbedingt sofort stehenbleiben. Vielmehr ist es bei Problemen mit der Batterie sinnvoll, alle elektrischen Verbraucher auszuschalten und langsam zur nächsten Werkstatt zu fahren. Dort sollte die Batterie von Experten überprüft werden.

Wird der Motor bei roter Batterie-Warnleuchte ausgeschaltet, kann es sein, dass er nicht wieder anspringt, denn die Zündung benötigt Strom. Allerdings gibt es eine Ausnahme: Verfügt das Auto über eine voll-elektrische Servolenkung, ist es besser, direkt den Pannendienst zu rufen. Außerdem kann die Batterie-Warnleuchte im Auto auf einen gerissenen Keilriemen hindeuten. In diesem Fall muss der Motor ebenfalls abgeschaltet und der Pannendienst gerufen werden.

Anschnallzeichen

Alle Mitfahrenden müssen angeschnallt sein. Ist eine Person nicht angeschnallt, darf nicht weitergefahren werden. (Bild: iStock)

Leuchtet das Anschnall-Symbol, ist mindestens eine Person nicht angeschnallt. So weit so offensichtlich. Bei älteren Autos betrifft das nur Fahrer und Beifahrer, neuere erkennen auch ob auf den hinteren Sitzplätzen alle Insassen arretiert sind. Manchmal zeigt das Anschnall-Warnsymbol aber einen falschen Alarm. So kann der Sensor, der es ansteuert, zum Beispiel von einer schweren Einkaufstasche auf dem Beifahrer- oder Rücksitz angesprochen werden. Dann muss die Tasche entweder in den Fußraum umziehen oder man steckt den Gurt einfach trotz fehlendem Passagier ins Gurtschloss.

Kollisionsgefahr

Leuchtet dieses Symbol auf, fährst Du zu schnell und zu nah hinter deinem Vordermann. (Bild: iStock)

Autos mit modernen Assistenzsystemen haben zusätzliche Warnleuchten. Dies gilt etwa bei Fahrzeugen mit Abstandshaltesystemen inklusive Abstandswarnung und Notbremssystem. Droht zum Beispiel eine Kollision mit dem Vordermann, da der Abstand zu gering wird, leuchtet ein rotes Symbol im Armaturenbrett auf. In diesem Fall sollte der Fahrer so schnell wie möglich auf die Bremse treten.

Motorkontrollleuchte

Dieses Symbol kann auf verschiedene Probleme hindeuten. Am besten lässt Du den Motor von einer Fachkraft begutachten. (Bild: iStock)

Dieses Symbol im Auto weist auf Probleme mit dem Motor oder der Abgasanlage hin. Häufig ist die Lambdasonde der Grund dafür, wenn die Kontrollleuchte aufleuchtet. Sie ist für das richtige Luftmengen-Gemisch im Motor verantwortlich. Leider weist sie fast genauso häufig auf einen Fehler im Luftmesser hin, statt auf ein wirklich akutes Problem. Sprich, für die Fahrer bedeutet das Symbol im Armaturenbrett: Demnächst mal eine Werkstatt anzusteuern. Angeschaut werden sollte es so oder so.

ESP

Bei diesem Symbol ist mit dem Auto alles in Ordnung. Es ist eine Warnung, dass vorsichtig gefahren werden muss. (Bild: iStock)

Die elektronische Stabilitätskontrolle (Electronic Stability Program) bremst bei Schleudergefahr einzelne Räder ab, um das Auto gerade zu halten. Leuchtet im Armaturenbrett ein gelbes Auto mit Schlangenlinien, dann ist dies ein Hinweis auf das ESP. Entweder ist das Assistenzsystem aktiv, etwa weil die Fahrbahn glatt ist und das Auto schlingert (orange), oder das System ist abgeschaltet oder sogar defekt (rot). Wurde es nicht absichtlich abgeschaltet, bitte beim Fachmann checken lassen.

ABS

Jetzt wird's ruppig! Das ABS hilft beim Bremsen. (Bild: iStock)

Das Antiblockiersystem verhindert, dass die Räder bei einer Vollbremsung blockieren. So bleibt das Auto manövrierfähig. Kommt es zu einem ABS-Einsatz, blinkt im Armaturenbrett ein Kreis mit den Buchstaben ABS. Für den Fahrer heißt das: Das Lenkrad gut festhalten, bis sich die Geschwindigkeit reduziert hat und die Räder wieder normal gesteuert werden können.

Bremsbeläge

Achtung, die Bremsbeläge sind bald abgenutzt! (Bild: iStock)

Auch für die Bremsbeläge gibt es eine Kontrollleuchte im Auto. Sie zeigt einen Kreis mit je drei kurzen Strichen auf der rechten und linken Seite. Leuchtet dieses Symbol gelb auf, dann ist dies ein Hinweis darauf, dass die Bremsbeläge bald gewechselt werden müssen.

Nebelschlussleuchte

Die Nebelschlussleuchte darf ausschließlich bei Nebel genutzt werden. In anderen Fällen blendet sie entgegenkommende Fahrer. (Bild: iStock)

Da die Nebelschlussleuchte ausschließlich bei einer Sicht von weniger als 50 Metern leuchten darf, wird der Fahrer von einer Kontrollleuchte daran erinnert, dass sie brennt. Wer mit eingeschalteter Nebelschlussleuchte erwischt wird, obwohl kein Nebel die Sicht erschwert, kann mit einem Bußgeld rechnen.

Reifendruckkontrollsystem

Geringer Reifendruck ist gefährlich und nutzt deine Reifen schneller ab. Du solltest zügig aufpumpen! (Bild: heycar)

Seit 2014 müssen Neuwagen über ein Reifendruckkontrollsystem (RDKS) verfügen. Dieses soll den Fahrer warnen, falls ein Reifen über zu wenig Luft verfügt. Leuchtet der Reifen mit dem Ausrufezeichen auf, dann ist die nächste Tankstelle das Ziel. Hier muss der Reifendruck an allen Rädern kontrolliert werden. Jedoch: Einfache RDKS-Systeme vergleichen lediglich den Reifendruck mit einem gespeicherten Wert. Wird dieser nicht getroffen, bleibt das Warnsignal auch nach der Kontrolle aktiv. Oft leuchtet das Symbol also grundlos nach einem Reifenwechsel auf, oder dauerhaft, wenn andere Felgen aufgezogen wurden. In so einem Fall ist eine Kalibrierung des Systems notwendig. Wie das funktioniert, steht im Handbuch des Fahrzeugs.

Fazit: Viele Lichter, wenig Grund zur Sorge

Kontrollleuchten im Auto sind hilfreich und notwendig. Sie mahnen, erinnern, informieren und warnen. In den meisten Fällen sind die kleinen Symbole kein Grund, zur Panik. Wer die wichtigsten Symbole kennt und weiß bei welchen Warnleuchten er sofort handeln muss, fährt entspannter. Alle Dir nach wie vor unbekannten, oder vergessenen Zeichen im Auto, kannst du auch jederzeit im Handbuch deines Autos nachschlagen!

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Titelbild: iStock

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