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Kofferraumvolumen: Die 5 größten Kombis im Vergleich
2. Februar 2022
Kaufratgeber

Kofferraumvolumen: Die 5 größten Kombis im Vergleich

Ein Kaufargument für einen Kombi mit großem Kofferraum? Gegenfrage: Gibt es ein Argument gegen Kombis mit viel Laderaum? Mehr Platz im Auto schafft mehr Flexibilität und Freiheit. Und keine Auto-Kategorie ist so gut darin, die goldene Mitte aus Preis, Platz und Alltagstauglichkeit abzubilden wie Kombis.

Für Familien oder Handelsreisende sind sie in Deutschland weiterhin der Standard; trotz steigendem SUV-Anteil. SUVs bieten teilweise nur vergleichbaren, aber oftmals kleineren Stauraum hinten, bei gleichen Abmessungen. Neben SUVs bieten Mini-Vans und Busse natürlich mehr Platz. Doch all diese Hochbauten gehen immer zu Lasten des Handlings, Gewichts, Verbrauchs und – ob man es glauben mag oder nicht – dem Fahrkomfort.

Welche im Jahr 2022 erhältlichen, großen Kombis können am meisten laden? Und was unterscheidet die größten Kombis am Markt im Detail? Das klären wir hier – aufgereiht nach maximalen Ladevolumen. Außerdem haben wir ausgerechnet, welches Fahrzeug das beste Verhältnis von Preis und Laderaum bietet.

Die größten Kombis 2022

ModellMax. LadevolumenPreisPreis pro Liter Stauraum
Skoda Superb Combi1.950 Literab 33.190 Euro17,02 Euro
Subaru Outback1.848 Literab 39.990 Euro21,64 Euro
Mercedes E-Klasse T-Modell1.820 Literab 50.000 Euro27,47 Euro
VW Passat1.780 Literab 33.000 Euro18,54 Euro
Peugeot 508 SW1.780 Literab 32.775 Euro18,41 Euro

1. Skoda Superb Combi: Raum-Ökonom mit 1.950 Litern

Der Skoda Superb macht seinem Namen alle Ehre – vor allen Dingen als Kombi. (Bild: Skoda)

Der König unter den Kombis: Bei umgelegter Rückbank passen höhlenartige 1.950 Liter in den Kofferraum eines Skoda Superb Combi. Kein vergleichbares Auto lädt mehr als der 4,86 Meter lange technische Verwandte des VW Passat. Bei aufrechten hinteren Lehnen passen immer noch 660 Liter ins Heck. Dabei gibt es für Fond-Passagiere trotzdem noch Beinfreiheit wie in der Chauffeurs-Limo und ausreichend Raum im Kopfbereich.

Skoda verzichtet beim seit 2015 erhältlichen Mittelklasse-Modell auf allzu gewagte Design-Experimente. Dieser Tscheche eckt damit bei wenigen an – und passt bei vielen ins Budget. Bei rund 33.000 Euro beginnen die Preise mit 150-PS-Benziner und Frontantrieb. Am oberen Ende des Antriebs-Portfolios gibt es die VW-Allzweck-Sportwaffe, den TFSI-Motor mit hier 270 PS, Allradantrieb und 7-Gang-DSG.

Damit ist der 2019 geliftete Kombi eine der sportlicheren Optionen der Marke. Eine Nummer darunter bietet die VW-Tochterfirma ein ähnlich-gutes Verhältnis aus Länge und Ladevolumen: Der 4,67 Meter lange Skoda Octavia Combi fasst 1.740 Liter bei umgeklappter Rückbank und 525 Liter in regulärer Sitzposition – ebenfalls mehr als der analoge Golf Variant.

2. Subaru Outback: Offroad-Kompetenz mit 1.848 Litern

Der ursprüngliche Crossover: Der Subaru Outback hat das Genre des hochgelegten Offroad-Kombis (mit)erfunden. (Bild: Subaru)

Wer einen Kombi will, vergisst diesen 4,82 Meter langen Japaner oftmals. Womöglich weil Allrad-Spezialist Subaru auf dem europäischen Markt eine untergeordnete Rolle spielt. Vielleicht aber auch, weil der Subaru Outback als Marken-Flaggschiff aus der Zwischenwelt stammt: 1,6 Meter Fahrzeughöhe und Dachreling deuten fast in Richtung SUV, das Kraftfahrbundesamt führt den Outback aber in der oberen (normal-hohen) Mittelklasse.

Aus unserer Sicht passt die Einordnung am ehesten zu einem Auto im Stile hochgelegter Allrad-Kombis wie Audis Allroad oder VWs Alltrack. Dabei gibt es den Outback schon wesentlich länger, wenn er diese Klasse nicht sogar gegründet hat.

So viel zur Legitimation. Der Kofferraum hingegen benötigt keine: 1.848 Liter passen in einen der größten Gepäckräume des Automobilmarktes. Bei aufrechten hinteren Sitzlehnen fasst der Outback 559 Liter. Herrlich großzügige Platzverhältnisse für den Alltag, doch Subaru betont lieber sein Alleinstellungsmerkmal: Beim stets allradgetriebenen Outback, dessen Preise bei knapp 40.000 Euro beginnen, handelt es sich um eines der Offroad-tauglichsten herkömmlichen Autos überhaupt.

Wer abseits befestigter Pfade weiter oder höher kommen will, benötigt einen echten Geländewagen, oder einen SUV der nicht nur aus Style-Gründen einer ist. An Vorder- und Hinterachse gehen insgesamt 169 PS aus einem 2,5-Liter-Vierzylinder-Boxermotor, weitergeleitet von einem CVT-Automatikgetriebe mit stufenloser Übersetzung (und einprogrammierten, simulierten Fahrstufen).

3. Mercedes E-Klasse T-Modell: Clevere Noblesse mit 1.820 Litern

Das E-Klasse T-Modell ist nichts für städtische Parkplätze – dafür verbindet es Ladevolumen mit Top-Ausstattung. (Bild: Daimler)

Hier trifft Ladevolumen auf Noblesse: Das Mercedes E-Klasse T-Modell bietet den größten Kofferraum der oberen Mittelklasse. Bedeutet gleichzeitig: Kein großräumiger Kombi ist teurer – denn in der übergeordneten Oberklasse gibt es traditionell keine Modelle mit Rucksack. Bis zu 1.820 Liter schluckt der Kofferraum der seit 2016 erhältlichen Genration. Wird die zweite Sitzreihe benötigt, bleiben davon immer noch 640 Liter übrig. Mit einer Länge von 4,93 Metern ist die Kombi-Variante der E-Klasse der längste Kombi in unserer Liste.

Was bei der Parkplatzsuche in der Stadt nachteilig ist, wird stilvoll und mit viel Ausstattung kaschiert: Vom „ferngesteuerten“ Remote-Parking per Handy-App, bis zum Stau-Assistent mit Lenk-Unterstützung, bietet dieser Benz optional viele elektronische Goodies. Daneben stattet Daimler das 2020 geliftete Modell auf Wunsch mit Luftfederung aus. Die kann Wank-Bewegungen ebenso ausgleichen wie Höhenunterschiede, die aus starker Beladung resultieren. Dank AMG bietet Mercedes nicht nur Antriebsstränge mit Heck- und Allradantrieb an, sondern ein Leistungsspektrum von 156 PS bis zu 612 PS. Zum Basispreis im Bereich der 50.000 Euro beherrscht die E-Klasse ihre besten Techniktricks allerdings noch nicht.

4. VW Passat (B8): Klassischer Vertreter mit 1.780 Litern

Der Passat ist ein globaler Bestseller in der Mittelklasse und für alle mit Platzproblemen das richtige Auto. (Bild: VW)

Der Passat ist Volkswagens große Konstante: Er debütierte 1973 ein Jahr vor dem Golf. Seit acht Generationen und fast fünf Jahrzehnten gilt er als passabelste Wahl für Familien und Geschäftspendler. In der aktuellen, seit 2014 erhältlichen Generation (B8), entscheiden sich mehr als 80 Prozent der Käufer für das Kombi-Heck. Und damit für bis zu 1.780 Liter Kofferraumvolumen bei leicht nach vorne ansteigender Ladefläche. Wer die Lehnen der hinteren Sitze aus der Versenkung holt, dem stehen trotzdem riesige 650 Liter Stauraum zur Verfügung.

Dabei haben die Fondpassagiere immer reichlich Platz, selbst bei hochgeratenen Fahrern. Für Kleinzeugs gibt es im Mittelklasse-Klassiker fast schon unübersichtlich viele Staufächer. Wolfsburg richtet den 4,7 Meter langen Passat schlicht, aber angenehm ein, nutzt im Detail etwas weichere Materialien als Skoda im technisch-verwandten Superb.

Das Antriebs-Portfolio des 2019 gelifteten Passat umfasst drei Benzin-Aggregate und zwei Diesel-Motoren für Leistungen zwischen 150 PS und 280 PS. Zum Basispreis von rund 35.000 Euro fährt der Passat mit Frontantrieb, das stärkste Triebwerk koppelt VW mit Allradantrieb. Für die Zeit um 2024 wird eine neue Modellreihe erwartet – als wahrscheinlich gilt, dass VW auf eine Limousinen-Variante mit Stufenheck für Europa verzichtet. Übrigens: der VW Passat ist mit über 30 Millionen Einheiten das meistverkaufte Mittelklasse-Fahrzeug der Welt!

5. Peugeot 508 SW: Designer-Kombi mit 1.780 Litern

Der Peugeot 508 lässt durch seine lange, schlanke Linie kaum erahnen, wie viel Platz im Inneren schlummert. (Bild: Peugeot)

Hier kommt der 4,78 Meter lange Beweis, dass der optische Eindruck täuschen kann: Dem geduckt-gezeichneten Peugeot 508 traut man jedenfalls äußerlich keinen derartig großen Laderaum zu. Auf dem Papier verbergen sich trotzdem 1.780 Liter hinter der Heckklappe des Mittelklasse-Kombis. Damit liegt der 4,7 Meter lange Franzose auf einem Level mit den Klassikern VW Passat bis Ford Mondeo. Ein reguläres Fassungsvermögen von 530 Litern (bei aufrechten hinteren Lehnen) langt für den Familien-Alltag ebenfalls.

So viel zur Praktikabilität des Peugeot 508 SW – welche nur die Hälfte seiner Besonderheit darstellt: Überspitzt formuliert handelt sich um einen Pflichten-Erfüller mit der Innenraum-Gestaltung eines flotten Coupés. Denn die Franzosen gestalten den Passagierbereich gefälliger, gewagter und haptisch angenehmer als viele Konkurrenten. Allerdings übertrifft der 508 SW weite Teile des Segments beim Einstiegspreis: Bei rund 38.000 Euro beginnt die Preisliste, dafür sind viele Extras aber schon mit an Bord. Zur Wahl stehen zwei Diesel-Aggregate, ein 1,6-Liter-Benziner und ein Plug-in-Sport-Hybrid. Damit reicht das Leistungsspektrum des seit 2019 erhältlichen Designer-Kombis von 130 PS bis 360 PS.

Vorteile: Das können große Kombis besser als SUVs und Vans

Sämtliche hier aufgeführte Kombis mit hohem Ladevolumen eint: Sie sind flacher als gängige SUVs, Vans und Transporter. Daraus ergeben sich prinzipiell zwei Vorteile – einer betrifft Dynamik und Fahrgefühl, der andere die Ökonomie. Mit der Fahrzeughöhe ändert sich der Schwerpunkt des Autos und damit auch das Ausmaß der Seitenneigung (Rollbewegung), sowie Nick-Bewegungen beim Bremsen.

Kombis bauen mit Fahrzeughöhen im Bereich der 1,5 Meter deutlich niedriger als SUVs und fahren damit immer agiler. Man fühlt sich wesentlich direkter mit der Straße verbunden. Und trotzdem fahren sie oftmals komfortabler! Die Devise: Hohes Auto und viel Bodenfreiheit = Fahrkomfort ist ein Mythos, der hauptsächlich durch die Werbung geprägt wurde. Denn mit höheren Autos und bulligem Design kommt immer auch Gewicht. Das lässt sich nicht einfach problemlos wegfedern, solange die Lenk-Manieren einigermaßen akzeptabel bleiben sollen. Die Federwege sind dann zwar länger, aber auch oftmals härter. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Daneben fallen Windgeräusche bei niedrigeren Autos geringer aus – was indirekt auf einen wirtschaftlichen und ökologischen Vorteil verweist: Mit der Höhe steigt der Luftwiderstand. Dass für höhere Autos oft passable cW-Werte ausgewiesen werden? Mag stimmen, doch diese klassische Angabe zum Strömungswiderstand setzt die Windschlüpfrigkeit stets ins Verhältnis zur Stirnfläche. Damit kann ein Kasten von einem Auto ähnliche Werte erzielen, wie ein normaler PKW – doch tatsächlich verdrängt das höhere Gefährt mehr Luft. Den Nachteil spürt man spätestens an der Zapfsäule. Daher: Gib dem groß-geratenen Kombi noch ein, zwei Chancen, bevor du dich zu einem SUV oder Transporter hochschwingst!

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Titelbild: Peugeot

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