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Im Test: Range Rover P400
6. April 2020
Autotests

Im Test: Range Rover P400

Wenn ein Kandidat bei „Wer wird Millionär?“ 125.000 Euro mitnimmt, ist das ne gute Stange Geld. Er kann mit dem Gewinn ein neues Auto kaufen, sein Haus renovieren, mit der ganzen Familie in den Skiurlaub fahren und hat dann wahrscheinlich sogar noch ein Taschengeld übrig. Alternativ kann er sich einen Range Rover P400 MHEV in der Vogue Edition ohne Extras kaufen – und die wenigen Tausender, die ihm bleiben, für Benzin ausgeben.

Ist es fair, einen Artikel über den legendären Range Rover mit einer Bemerkung zu seinem hohen Preis zu beginnen? Auf jeden Fall! Schließlich ist unser Testwagen mit einem Preis von rund 137.000 Euro mehr als vier Mal so teuer wie der deutsche Durchschnittsneuwagen. Der Preis ist also eines der Merkmale, durch das sich das Spitzenmodell aus dem Hause Land Rover am klarsten von der breiten Automasse abhebt.

Apropos abheben: Es kommt dazu, dass die durch den hohen Preis erzeugte Exklusivität des Modells durchaus im Sinne von Land Rover ist. Die Marke positioniert sich mitunter so weit vom Massenmarkt weg, dass sie galaktische Sphären erreicht. So bleiben Range Rover in der „äußerst exklusiven“ Sonderedition „Astronaut“ Kunden vorbehalten, die planen, mit dem Unternehmen Virgin Galactic als Weltraumtouristen ins All zu fliegen. Da bleibt als Steigerung der Exklusivität ja nur noch eine Edition für Bewohner des Bernsteinzimmers.

Der einleitende Hinweis auf den Preis hat noch einen Grund. Günstigen Testwagen sehen wir den einen oder anderen Mangel bei Ausstattung und Verarbeitung aufgrund ihres niedrigen Preises natürlich nach. Was will man erwarten? Diese Gnade werden wir einem Auto mit sechsstelligem Preis allerdings nicht zu Teil werden lassen. Mit anderen Worten: Wir nähern uns dem Range Rover mit der Erwartung, dass auch wirklich alles picobello ist. Nein, wir gehen noch weiter: Wir erwarten, dass uns der Wagen regelrecht umhaut.

Erfahre, ob es dem Range Rover gelungen ist, diesem Anspruch zu genügen!

Ikonisches Design

Wie du in unserem Artikel „50 Jahre Range Rover“ sehen kannst, ist es dem Modell wie wenigen anderen gelungen, sein Ursprungs-Design über Jahrzehnte aufrechtzuerhalten und trotzdem mit der Zeit zu gehen.

Da unser Testwagen in die dunkle Lackfarbe „Portofino Blue“ gekleidet ist, lassen sich zwei Kernelemente des aktuellen Range Rover Designs allerdings nur schwer erkennen. Zum einen die schwarz gehaltenen Säulen. Dadurch, dass diese nicht in Wagenfarbe lackiert sind, wird das Dach bei Ausführungen in hellerem Lack optisch klar vom Rest der Karosserie getrennt. Das lässt das massige Fahrzeug flacher und filigraner wirken, als es eigentlich ist. Land Rover wendet diesen Trick schon seit dem Facelift der allerersten Generation an.

Während die fließende Dachlinie auch bei den kleineren Range Rover Varianten wie dem Sport oder dem Velar Verwendung findet, bleibt das zweite charakteristische Merkmal dem Flaggschiff vorbehalten: breite, vertikale Zierleisten am vorderen Teil von Fahrer- und Beifahrertür, die sich als schmaler Streifen am unteren Rand der Karosserie nach hinten zum Heck ziehen, wo sie leicht ansteigen und in die Leuchten münden.

Diese Exterieur-Akzente sind bei den beiden günstigeren Varianten des Range Rover (HSE und Vogue) serienmäßig in Wagenfarbe lackiert und heben sich damit nur schwach vom Rest der Karosserie ab. Gegen Aufpreis kann man diese Leisten aber in Silber bekommen und einen starken Kontrast zu dunkleren Wagenfarben schaffen, womit der brachiale Offroader etwas mehr Leichtigkeit erhält.

Test Range Rover 2020
Ein Range Rover mit auffallenden Akzenten in Silber (Bild: Jaguar Land Rover)

Ebenfalls gegen Aufpreis verfügbar sind zwei weitere Farbpakete, eines in Dunkelgrau und eines in Schwarz. Sie färben nicht nur die Zierleisten entsprechend ein, sondern auch den Kühlergrill und eine Leiste unter den Stoßfängern. Serienmäßig sind diese Elemente in Silber. Bei den „Black Packs“ werden gleich auch noch die Felgen auf 21 oder 22 Zoll vergrößert und sind dann ebenfalls schwarz. Das kostet natürlich noch einmal extra.

Durch die verschiedenen Akzentuierungsmöglichkeiten kann man seinen Range Rover ganz nach persönlichem Gusto gestalten. Wählt man für seinen hellen Range Rover dunkle Akzente, erhält man ein auffälliges Fahrzeug, das eine gewisse Sportlichkeit, je nach Kombi sogar Bulligkeit ausstrahlt.

Der Testwagen setzt mit seinem dunkelblauen Kleid eher auf britisches Understatement und Klasse – auch weil die silbernen 21-Zoll-Felgen (1.561 Euro) und der silberne Kühlergrill hervorragend zur Lackierung passen. So zieht man zwar nicht gerade viele Blicke auf sich, dafür setzt man sich aber auch nicht der Gefahr aus, für einen neureichen Fußballer oder Musikproduzenten gehalten zu werden.

Edler Innenraum

Auch im Innenraum zeigt der stattliche Brite viel Geschmack. Die Sitze sind standesgemäß mit perforiertem Windsor-Leder bezogen und können elektrisch 20-fach verstellt werden. Drei Einstellungen kann man abspeichern. Ein nettes Gimmick ist, dass die Einstellungen über Schalter an der Tür vorgenommen werden, die in ihrer Form die Sitze nachbilden.

Selbstverständlich kann man die Sitze – vorne und hinten – beheizen. Eine Kühlungsfunktion kostet jedoch ebenso wie eine Massagefunktion extra; beides ist im Testwagen nicht vorhanden. Hier haut uns der Range Rover definitiv nicht um, denn elektrisch verstellbare Sitze mit Memoryfunktion und Heizung sind heute in jedem besseren Kompaktwagen serienmäßig verbaut. Von einem Luxusauto erwartet man mehr.

Test Range Rover Interieur
Im Testwagen findet sich ein Mix aus hellen und dunklen Bezügen (Bild: heycar)

Ironischerweise finden sich zwei ziemlich praktische Features im Range Rover, die keineswegs auf Elektrotechnik, sondern allein auf Cleverness beruhen: Zum einen können Passagiere auf den Vordersitzen zwei schmale, innen gelegene Zusatzarmlehnen herunterklappen und in ihrer Höhe mechanisch nach ihren Wünschen ausrichten.

Mit diesen sehr eng am Körper anliegenden Armlehnen sitzt man gerade und gut gestützt wie ein Captain auf der Brücke vor dem Steuerrad – ein Gefühl, das man durch die hohe Sitzposition und die hervorragende Voraussicht ohnehin schon hat und das durch die spürbar große Masse des Fahrzeugs weiter unterstrichen wird.

Zum anderen hat der Range Rover doppelte Sonnenblenden: Klappt man die Sonnenblende nach vorne herunter, findet man darunter eine zweite. Man kann dann die oben liegende Blende übers Seitenfenster klappen und die unten liegende über die Windschutzscheibe, womit auch eine schräg zur Fahrtrichtung stehende Sonne abgeschirmt wird.

Insgesamt ist der Innenraum sehr edel: Jede Fläche ist mit Stoff oder Leder bezogen oder wird von Holz-Dekor, Klavierlack-Leisten oder Aluminium bedeckt. Die Verarbeitung ist tadellos und einige Kleinigkeiten sorgen für das gewisse Extra: So fährt beim Starten des Wagens beispielsweise das Rad, mit dem man die Stufen der 8-Gang-Automatik auswählen kann, automatisch nach oben. Ein zweites, kleineres Rad in der Mittelkonsole lässt sich durch Druck ebenfalls nach oben fahren. Es regelt die verschiedenen Fahrmodi. Schön auch der randlose Rückspiegel.

Viel Technik verbaut

Die meisten elektronischen Features des Range Rover lassen sich über das elektrisch verstellbare Multifunktionslenkrad und über das Infotainment-System ansteuern. Dabei setzt Land Rover auf eine Lösung, die die Marke „Touch Pro Duo“ nennt: Ein 10-Zoll-Touchscreen ist zuständig für die 3-Zonen-Klimaautomatik samt Ventilation sowie für die Sitzheizung und die Fahrmodi – alternativ zum eben erwähnten Rädchen. Über einen zweiten, direkt darüber platzierten 10-Zoll-Touchscreen steuert man im Grunde den gesamten Rest. Drei Drehknöpfe dienen noch einmal zur direkten Regelung von Temperatur und Lautstärke der Boxen.

Test Range Rover Infotainment
Mittelkonsole mit zwei 10 Zoll großen Touch-Screens (Bild: heycar)

Das Infotainment-System ist leider etwas träge: Nach dem Start braucht es seine Zeit, bis es einsatzbereit ist, und auch die sonstigen Reaktionszeiten sind nicht auf Smartphone-Niveau. Die Menüführung ist in Ordnung; mit ein wenig Rumgewische und Durchgeklicke findet man jede wichtige Einstellung. Richtig intuitiv und simpel ist die Gliederung allerdings nicht – wer den Wagen länger als zwei Wochen nutzt, sollte auf jeden Fall das Handbuch studieren, um voll durchzusteigen.

Noch sperriger stellt sich der Aufbau des 12,3 Zoll großen TFT-Tachos dar. Um dessen Ansicht zu personalisieren, muss man ein Labyrinth aus Drop-Down-Menüs betreten, ohne dass sich einem der Grund für diese Umständlichkeit erschließt. Denn so richtig granular lässt sich der Tacho gar nicht konfigurieren.

Da ist das Head-up-Display (1.353 Euro Aufpreis) schon besser gelungen. Es ist perfekt im Sichtfeld platziert und die Informationen lassen sich gut ablesen. Ebenfalls super sind die „Surround“-Kameras, mit denen man nach vorne, nach hinten und zu jeder Seite schauen kann: Sie liefern ein scharfes Bild und erleichtern Parkmanöver merklich.

Wer das Parken gleich ganz dem Range Rover überlassen will, kann das tun. Für 4.218 Euro Aufpreis gibt es das „Fahrassistenz Paket Premium“, das einem neben einem Parkassistent auch noch einen adaptiven Tempomaten mit Lenkassistenten, einen Spurhalteassistenten und einen Toter-Winkel-Spurassistenten mit Annährungssensor beschert. Auch hier fragt man sich allerdings, warum diese Features im Luxussegment extra kosten, wo sie doch heute teilweise schon bei Kleinwagen Serie sind – und dort hervorragend funktionieren.

Test Range Rover Innenraum
Nette Idee: Die Knöpfe für die Sitze zeichnen selbst Sitze nach (Bild: heycar)

Die feine Anlage im Range Rover stammt vom britischen Hersteller Meridian, der außer Jaguar Land Rover keinen weiteren Hersteller ab Werk ausstattet. Für 1.457 Euro liefert sie sogar Surround-Sound. Bemerkenswerterweise lässt sich Land Rover auch das digitale Radio (DAB+) noch einmal gesondert bezahlen (469 Euro).

Was es umsonst gibt, ist eine 4G SIM-Karte, mit der man drei Jahre lang 500 MB pro Monat über WI-FI oder den bordeigenen Broser nutzen kann. Selbstverständlich kann man auch sein Smartphone ans Infotainment koppeln. Kurios: Auch induktives Laden hat der Range Rover nicht serienmäßig an Bord. Wer kabellos agieren will, muss extra eine Station kaufen, die in den Getränkehalter eingesetzt wird. Kostenpunkt: 658 Euro.

Großzügiges Raumangebot

Beim Raumangebot punktet der Range Rover auf ganzer Linie, denn dieses ist opulent. In der ersten Reihe ist natürlich ohnehin reichlich Platz, doch auch auf den Rücksitzen kann man sich richtig breit machen. Vor allem hinter dem Beifahrersitz, wo man Platz nimmt, wenn ein Chauffeur am Steuer sitzt, wird ein Höchstmaß an Bequemlichkeit geboten. Denn der Beifahrersitz lässt sich vollständig nach vorne fahren, sodass die Person dahinter die Beine weit ausstrecken kann.

Für alle, die noch mehr Beinfreiheit brauchen, hält Land Rover auch noch eine Version mit langem Radstand bereit. In ihr wächst der Fondbereich um rund 19 Zentimeter (Basispreis rund 5.500 Euro höher). Damit ist sogar Platz für Komfortsitze mit Beinablage à la Erste Klasse im Flugzeug. Gönnt man sich dazu noch eine Kühlbox, Tischchen und Displays in den Vordersitzen, kann man gelassen eine Weltumrundung im Range Rover angehen.

Auch der Kofferraum hat mit 900 bzw. 1.943 Litern gigantische Ausmaße. Zum bequemeren Beladen lässt sich die Kante elektrisch absenken. Ebenfalls per Knopfdruck werden die Rücksitze umgelegt, ein Vorgang, der seine Zeit dauert und im Test nicht reibungslos funktioniert hat. Um die Sitze ganz umzulegen, müssen auch die Lehnen der Vordersitze ein Stück nach vorne gefahren werden. Danach sollte sie eigentlich wieder zurück in ihre ursprüngliche Position fahren, aber das taten sie nicht.

Durchzugsstarker Motor

Kommen wir zur Frage, wie sich der Range Rover fährt. Ziemlich spektakulär, immerhin ist er mit einem 400 PS starken Turbobenziner ausgerüstet. Der 3 Liter große Motor ist als Mild Hybrid konstruiert. Davon profitiert die Leistung, denn die 48-Volt-Batterie versorgt nicht nur das Start-Stopp-System mit Strom, sondern auch einen Turboverdichter. Das sorgt dafür, dass der Turbo schon bei niedrigen Drehzahlen arbeitet, womit es kein Turboloch gibt, das den Vortrieb verzögert. Der Range Rover braucht dadurch gerade einmal 6,3 Sekunden um 100 km/h zu erreichen. Damit schlägt der fast 2,5 Tonnen schwere Geländewagen Hot Hatches wie den Ford Fiesta ST oder den VW Polo GTI.

Die Höchstgeschwindigkeit des Range Rover liegt bei 225 km/h. In diese Regionen kann man auf der Autobahn zwar durchaus in relativ kurzer Zeit vorstoßen, doch Spaß macht das nicht. Das hat drei Gründe: Erstens bleibt der Wagen bei Tempo 180 plus nicht mehr richtig gut in der Spur. Hier nützt es auch wenig, dass sich das Fahrwerk ab 105 km/h automatisch um 1,5 Zentimeter absenkt, um den Luftwiderstand zu verringern. Zweitens sind die Windgeräusche massiv. Drittens schnellt durch solche Manöver der Benzinverbrauch in Höhen, die man im Jahr 2020 eigentlich nicht mehr kennt.

Das adaptive Fahrwerk des Range Rover kann an die jeweilige Fahrsituation bzw. ans Terrain angepasst werden. Dabei steht jedoch selbst im dynamischsten Modus der Komfort im Vordergrund, sprich die Fahrwerksabstimmung ist eher weich. Das sorgt dafür, dass Bodenunebenheiten wunderbar geschluckt werden. Der Preis ist natürlich, dass man Abstriche bei der Sportlichkeit in Kauf nehmen muss. In ambitioniert genommenen Kurven macht sich die Seitenneigung des Range Rover bemerkbar, bei hohem Tempo auf der Autobahn kommt er etwas ins Schwimmen.

Die elektromechanische Servolenkung ist im Stadtverkehr überaus leichtgängig und sorgt für ein lässiges Rangierverhalten. Bei höheren Geschwindigkeiten strafft sie sich für verbesserte Stabilität. Die Rundumsicht im Range Rover ist gut, einzig die großen Kopfstützen auf der Rückbank schränken sie merklich ein. Insgesamt sorgt der Koloss für ein erhabenes Gefühl: Man thront über dem Verkehr und weiß, dass man mit diesem Auto zu mehr in der Lage ist als der überwiegende Rest. Zeigen muss das gar nicht.

Ist der Range Rover sein Geld wert?

Also, wie ist es nun, hat uns der Range Rover umgehauen? Oder anders ausgedrückt: Angenommen man geht bei Jauch mit 125.000 Euro nach Hause – oder ist Partner einer Steuerrechtskanzlei: Ist der Range Rover Vogue sein Geld wert? Um ehrlich zu sein: Nein. Und dann doch!

Man kann es nicht schönreden: Land Rover hat wirklich eine Menge Features auf die Liste mit Extras gesetzt, die bei einem Listenpreis von 122.200 Euro eigentlich Standard sein sollten. Oder will man einem Mitfahrer wirklich erklären, dass im sündhaft teuren Luxus-SUV kein digitales Radio drinsteckt und induktives Laden nicht möglich ist – von Spurhalteassistenten und Co. ganz zu schweigen? So gesehen ist der Range Rover wahrlich kein Preis-Leistungs-Champion.

Andererseits ist der Wagen nicht weniger als ein technisches Wunder: ein luxuriöses, perfekt verarbeitetes Auto mit viel Stauraum, das technisch auf Höhe der Zeit ist, in gut 6 Sekunden auf 100 beschleunigt, 225 km/h Spitze erreicht und dazu noch offroad-fähig ist. Mehr Fähigkeiten unter einen Hut zu bringen, ist praktisch nicht denkbar.

Und natürlich muss man insbesondere die Offroad-Fähigkeiten bei einer Beurteilung des Range Rovers immer berücksichtigen, auch wenn wir sie ebenso wenig getestet haben, wie die meisten Kunden sie nutzen werden. Aber Features wie Allradantrieb, Bergabfahrhilfe oder eine Geschwindigkeitsregelung fürs Gelände sind nun mal unbestritten vorhanden und machen den Range Rover zu einem wahren Offroader.

Man kann es also so sagen: Wer nur nach einem großen SUV sucht, das technisch up to date ist, aber bei Material und Verarbeitung nicht in der ersten Liga spielt, der kann einen besseren Deal machen. Wer hingegen auf allerhöchste Qualität Wert legt und tatsächlich auch mal abseits befestigter Straßen unterwegs ist, der zahlt für den Range Rover einen angemessenen Preis.

Bleibt nur noch eine Frage: Was verbraucht der Wagen? Das kommt natürlich auf die Situation an. Bei zügiger Fahrt auf der Autobahn (Durchschnittsgeschwindigkeit ca. 120 km/h), haben wir gute elf Liter verbraucht. Dies stellt für ein dermaßen großes Auto mit 400 PS einen respektablen Wert dar, wenngleich das natürlich kein geringer Verbrauch ist.

Dramatischer stellt sich der Verbrauch in der Stadt dar, vor allem, wenn dichter Verkehr herrscht. In der Rush Hour haben wir über 17 Liter verbraucht – ein Wert, der in heutiger Zeit nur schwer zu rechtfertigen ist. Man muss kein Prophet sein, um zu sagen: Range Rover mit großen Verbrennern haben keine allzu lange Zukunft mehr.

Aber Fans des Modells können aufatmen: Land Rover bietet bereits eine erste Plug-In-Hybrid-Version. Und wenn im Jahr 2022 die fünfte Generation des Range Rover auf den Markt kommt, soll auch ein reiner Stromer dabei sein. Mit Blick auf den Konzernbruder Jaguar I-Pace stehen die Chancen gut, dass auch Land Rover das Elektro-Debüt gut gelingt.

In Zahlen: der Range Rover P400

Allgemeines
Kompletter NameLand Rover Range Rover P400 MHEV Vogue
Marktpremiere2019
Motor
BauartOtto/Elektro Mild-Hybrid
Anzahl Zylinder, Anordnung6, Reihe
Hubraum2.996
Max. Leistung (kW/PS bei U/min)294/400 bei 5.500 - 6.500
Max. Drehmoment (Nm bei U/min)550 bei 2.000 – 5.000
KraftstoffartSuper
Tankvolumen in Liter104
MotoraufladungTurbo u. elektr. angetriebener Verdichter
SchadstoffklasseEuro 6d-ISC (WLTP)
Getriebeart
GetriebeAutomatikgetriebe
Anzahl Gänge8
AntriebAllrad perm.
Abmessungen, Gewichte, Ladevolumen
Länge in mm5.000
Breite (ohne Spiegel) in mm1.983
Höhe in mm1.869
EG-Leergewicht in kg2.342
Zuladung maximal in kg798
Laderaumvolumen min. in l900
Laderaumvolumen max. in l1.943
Fahrleistungen (laut Land Rover)
Höchstgeschwindigkeit in km/h225
Beschleunigung 0-100 km/h in s6,3
Verbrauch (laut Land Rover)
Innerorts in l/100 km (NEFZ)11,8
Kombiniert in l/100 km (NEFZ)9,3
CO2-Emission in g/km (NEFZ)212
EffizienzklasseC
Preise
Einstiegs-Listenpreis122.200 €
Preis Testwagen136.955 €

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Moritz Pohl
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