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Die Elektroautos mit der größten Reichweite 2022
17. November 2021
Elektroautos und E-Mobilität

Die Elektroautos mit der größten Reichweite 2022

Die Reichweite ist eines der wichtigsten Argumente für (oder gegen) ein Elektroauto. Nicht alle Modelle eignen sich für die Langstrecke. Einige umso mehr: Unsere Liste zeigt die E-Autos mit den höchsten Reichweiten. Alle schaffen mehr als 500 Kilometer im realitätsnahen Messzyklus WLTP. Die besten durchqueren Deutschland von West nach Ost mit einer Akkuladung. Überraschung: Elektroauto-Pionier Tesla schafft nur Platz zwei.

Wichtig: Die WLTP-Messwerte geben in allen Fällen nur Näherungswerte an. Faktoren wie Gelände oder Fahrstil sorgen dafür, dass individuelle Verbrauchswerte von den Herstellerangaben abweichen können.

Die Elektroautos mit der größten Reichweite in der Übersicht

  1. Mercedes EQS 450+ – 784 km

  2. Tesla Model S: Maximale Reichweite – 652 km

  3. BMW iX xDrive 50 – 630 km

  4. Tesla Model 3: Maximale Reichweite – 614 km

  5. Ford Mustang Mach-E Extended Range – 610 km

  6. BMW i4 eDrive40 – 590 km

  7. Tesla Model X: Maximale Reichweite – 580 km

  8. VW ID.3 Pro S – 553 km

  9. Polestar 2 Long Range – 542 km

  10. Skoda Enyaq – 534 km

Platz 10: Skoda Enyaq iV 80 (max. 534 Kilometer)

(Bild: Skoda)

Kompakt-SUVs sind so beliebt, dass sich der VW-Konzern Drillinge leistet: VW ID.4, Audi Q4 und Skoda Enyaq basieren auf der gleichen Technik. Die Modelle unterscheiden sich bei Optik, Abstimmung, Innenraum und Reichweite: Trotz gleicher Plattform fährt der Skoda am weitesten. Als Enyaq iV 80 fährt er mit 77 kWh Akku-Kapazität (netto) bis zu 534 Kilometer weit. Ob sein Vorsprung gegenüber den Konzerngeschwistern von maximal 13 Kilometern tatsächlich in der Praxis besteht? Auf dem Papier schlägt er sie und fährt dabei ebenfalls an Teslas Model Y vorbei.

In einer anderen wichtigen Disziplin hat der Skoda Enyaq ebenfalls die Nase vorn: Er lädt 585 bis riesige 1.710 Liter Gepäck ein. Damit übertrifft er viele Mittelklasse-Kombis. Mit 125 kW Ladestrom erreicht er das Maximum dessen, was seine Architektur derzeit zulässt. Mit der höchsten Reichweite gibt es den Enyaq aktuell ab 44.570 Euro.

Platz 9: Polestar 2 Long Range (max. 542 Kilometer)

(Bild: Polestar)

Volvos Elektro-Tochter Polestar traute sich als erste Marke, direkt gegen Tesla anzutreten: Der Polestar 2 konkurriert mit der Mittelklasse-Limousine Model 3. Seine maximale Reichweite von 542 Kilometern erreicht der Viertürer mit 76 kWh Netto-Batteriekapazität und einem Frontmotor (170 kW/231 PS). Nachteil am großen, im Boden verbauten Akku: Der Polestar 2 misst 1,48 Meter in der Höhe und wirkt eher wie ein Crossover.

Polestar übernimmt viele gestalterische Elemente von Volvo, vor allem an den Scheinwerfern und im Cockpit. Das Infotainmentsystem basiert auf einem Android-Betriebssystem von Google. Unterwegs lädt der Polestar 2 mit bis zu 150 kW Ladeleistung. Wie die meisten E-Autos hält er diesen Wert aber nur kurz und drosselt dann den Ladestrom. In der Basis kostet die Limousine 41.930 Euro. Für den großen Akku veranschlagt Polestar 3.000 Euro Aufpreis.

Platz 8: VW ID.3 Pro S (max. 553 Kilometer)

(Bild: Volkswagen)

Nach vorsichtigen Versuchen mit e-Golf und e-Up geht VW das Thema Elektromobilität inzwischen mit voller Kraft an. Eine eigene Architektur („MEB“) stützt die meisten Elektroautos der Marke. Das erste Modell auf dieser Plattform heißt VW ID.3. Der ist ähnlich lang und breit wie der Golf, so hoch wie ein Golf Sportsvan und im Fond so geräumig wie ein Passat.

Sein größter Akku speichert 77 nutzbare Kilowattstunden. Damit fährt er im Idealfall 553 Kilometer weit und ist mit Abstand das reichweitenstärkste Elektroauto der Kompaktklasse. Unterwegs lädt er mit maximal 125 kW. Der Preis für diese Konfiguration: Mindestens 39.050 Euro. Den neuen elektrischen Ehrgeiz betont VW mit eigenständigem Design und einem aufgeräumten Innenraum. Der ID.3 dient außerdem Basis für den Cupra Born. Das Elektroauto der Seat-Tochter ist sportlicher ausgelegt und fährt nicht ganz so weit.

Platz 7: Tesla Model X (max. 580 Kilometer)

(Bild: Tesla)

Teslas zweites Großserienmodell kämpfte zunächst mit Schwierigkeiten. Die aufwändigen „Falcon Doors“ funktionierten nicht zuverlässig, Scheiben rissen, die Produktion stockte. Das Model X startete deshalb nicht Anfang 2014, sondern erst im Herbst 2015. Immer noch früh genug, um im Segment der Elektro-SUVs ordentlich Boden gutzumachen. In vielen Punkten hat das Auto nach wie vor die Nase vorn: Die Anhängelast von 2.250 Kilogramm ist bis heute eine Besonderheit.

Technisch basiert das Model X auf der Limousine Model S. Die höhere Karosserie schafft Platz, kostet aber Reichweite: Tesla gibt an, das Elektro-SUV fahre mit 100 kWh Akkukapazität maximal 580 Kilometer weit. An Schnellladesäulen lädt es mit bis zu 250 kW. Das qualifiziert den bisher größten Tesla für die Langstrecke. Der Preis dafür: Mindestens 110.990 Euro. Wer auf ein paar Kilometer Reichweite verzichten kann und 6.000 Euro mehr zahlt, bekommt die Variante „Plaid“ mit gut 1.020 PS Motorleistung und einer Beschleunigung wie im Supersportwagen.

Platz 6: BMW i4 eDrive40 (max. 590 Kilometer)

(Bild: BMW)

BMW nennt den i4 das „erste, vollelektrische Gran Coupé“. Das stimmt – allerdings unterscheidet die Karosserieform des i4 nicht viel von einer viertürigen Limousine. Das elektrische Derivat des BMW 4er gehört zu einer wichtigen Elektroauto-Minderheit. Es ist kein SUV und bietet mit geschickt platzierten Akkus eine flache Bauform.

Die Batterie speichert 83,9 Netto-Kilowattstunden, genug für 590 Kilometer rein elektrische Norm-Reichweite in der Variante eDrive 40 mit Heckantrieb und 250 kW (340 PS) Motorleistung. An Gleichstrom-Ladesäulen lädt der i4 seinen Akku mit bis zu 200 kW auf. Maße, Leistung und Platzangebot machen ihn zum direkten Konkurrenten des Tesla Model 3. Beim Preis verlangt BMW einen Premium-Aufschlag: Der i4 startet bei 58.300 Euro. Für gut 10.000 Euro Aufpreis steigt die Leistung auf 400 kW (544 PS). Dann bietet der i4 nur noch für 510 Kilometer Reichweite.

Platz 5: Ford Mustang Mach-E Extended Range (max. 610 Kilometer)

(Bild: Ford)

Ford nennt sein erstes Elektroauto Mustang Mach-E, investiert also seine stärkste Marke in die E-Mobilität. Technisch hat das Elektro-SUV gar nichts mit dem Muscle Car gemeinsam. Sie teilen sich einige optische Details, um eine Verbindung herzustellen. Außerdem stimmt der Hersteller den Mustang Mach-E straff und etwas hecklastig ab.

In seiner reichweitenstärksten Variante fährt der Mustang Mach-E laut Norm 610 Kilometer weit. Dafür baut Ford ein Akkupaket mit 88 kWh nutzbarer Energie in die Bodenplatte. In dieser Konstellation leistet ein Heckmotor 198 kW (269 PS). Damit ist das Auto gut 200 PS schwächer als der klassische Mustang – aber nicht viel teurer: Der Einstiegspreis für den Mach-E mit großem Akku liegt bei 54.750 Euro. Der wohl wichtigere Leistungswert: Der Mustang Mach-E lädt mit maximal 150 kW.

Platz 4: Tesla Model 3 (max. 614 Kilometer)

(Bild: Tesla)

Tesla schafft es häufiger in unsere Liste als jeder andere Hersteller. Mit dem Model 3 platziert Tesla seit 2017 sein bisher kleinstes Modell in der Mittelklasse. In Deutschland starteten die Auslieferungen erst 2019. Die Ankündigung das Auto in Europa für 30.000 Euro anzubieten, setzte Tesla bisher zwar nicht um. Dennoch führt das Model 3 regelmäßig die europäische Elektroauto-Zulassungsstatistik an.

In der Version „Maximale Reichweite“ verfügt das Model 3 über 82 kWh nutzbare Akkukapazität. Damit fährt das Elektroauto bis zu 614 Kilometer weit. An Schnellladesäulen lädt es mit einer Leistung von bis zu 250 kW. Beim Thema Software stellte Tesla lange viele traditionelle Hersteller bloß: Die Integration von Smartphone-App, Ladesäulen und Einstellungen funktioniert tadellos. Kostenpunkt für viel digitales Können, aber mäßige Verarbeitung und wenig Platz hinten: Mindestens 49.990 Euro.

Platz 3: BMW iX xDrive 50 (max. 630 Kilometer)

(Bild: BMW)

BMW traute sich früh an die Elektromobilität, verlor dann aber den Mut: Der innovative i3 von 2013 bleibt lange das einzige reine Elektroauto der Bayern. Erst 2021 startet ein neuer, ähnlich zielgerichteter Versuch: BMW stellt den iX auf einer speziellen Elektro-Plattform vor. Diese bietet viel Platz für den Akku und damit viel Reichweite. Der SUV fährt mit einer Akkuladung laut Norm bis zu 630 Kilometer weit.

Für den Rekord langt das nicht, aber für einen Teilerfolg als reichweitenstärkstes Elektro-SUV. Mit 105,2 kWh Netto-Kapazität fährt das Auto in X5-Größe weiter als alle anderen E-SUVs. Neben der hohen Reichweite bietet der iX 200 kW Ladestrom, 200 km/h Höchstgeschwindigkeit und ein modernes Cockpit mit wenigen haptischen Tasten. Einstiegspreis mit hoher Reichweite: 98.000 Euro.

Platz 2: Tesla Model S (max. 652 Kilometer)

(Bild: Tesla)

Viele Jahre führte Teslas Model S die Reichweiten-Rangliste an. Die Oberklasse-Limousine entwickelt sich seit 2012 kontinuierlich weiter. Ihre Akkukapazität wächst von ursprünglich 85 auf 100 kWh. Softwareverbesserungen und Veränderungen der Zellchemie optimieren die Leistung der Batterie. Zudem arbeitet Tesla an der Effizienz der Motoren und Reifen. 2019 beträgt die maximale Reichweite erstmals mehr als 600 Kilometer. Mittlerweile fährt das Model S laut Tesla 652 Kilometer weit. Im Idealfall lädt das Auto mit einer Leistung von 250 kW.

Damit zeigt Tesla, wie bestehende Modelle während der Produktionszeit besser werden können. Das betrifft nicht nur Neuwagen, sondern auch ausgelieferte Modelle. Sie bekommen die Software-Updates kabellos als Over-the-Air-Update. So profitieren Kunden langfristig von Weiterentwicklungen. Andere Hersteller boten Vergleichbares erst viel später an. Reichweite und Innovation kosten im Tesla Model S mindestens 110.990 Euro.

Platz 1: Mercedes EQS 450+ (max. 784 Kilometer)

(Bild: Daimler)

Die S-Klasse ist der Vorzeige-Mercedes und bringt stets neue Innovationen zuerst. Nun fährt mit dem Mercedes EQS parallel ein rein elektrisches Schwestermodell vor. Auch das muss mehr leisten als die Konkurrenz. Deshalb stellt Mercedes mit dem Akku des EQS einen Rekord auf.

Die Traktionsbatterie in der Bodenplatte des EQS verfügt über eine Akkukapazität von 107,8 kWh (netto). Mit einer Akkuladung fährt der EQS 450+ laut WLTP bis zu 784 Kilometer weit. Mehr Reichweite schafft kein anderes Serien-Elektroauto. Damit landet der Mercedes EQS auf Platz 1 unseres Reichweiten-Vergleichs.

Diese Reichweite erreicht der EQS nicht nur mit einem großen Akku, sondern auch mit einem niedrigen Verbrauch. Außerdem erreicht Mercedes einen Luftwiderstands-Wert (cW-Wert) von nur 0,2 – ein weiterer Rekord. Dafür schraubten die Schwaben sogar die Fronthaube fest an die Karosserie. Ein Elektromotor im Fahrzeugheck schiebt die Fließheck-Limousine ans Ziel. An Schnellladesäulen lädt das Auto mit bis zu 200 kWh. Eine weitere Besonderheit: Der Ladestrom sinkt bis 80 Prozent Ladestand nicht unter 100 kWh. Der Preis für den Sieger des Reichweitenvergleichs: Mindestens 106.374,10 Euro.

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Titelbild: Daimler

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