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Elektro-SUV 2021/2022: Das sind die besten Modelle
26. Oktober 2021
Elektromobilität

Elektro-SUV 2021/2022: Das sind die besten Modelle

Der modebewusste Teufel sagt „SUV“, der umweltbewusste Engel erwidert „Elektro“. Elektro-SUVs kombinieren angesagtes Offroad-Design mit emissionsfreiem Antrieb. Die Zahl der E-SUVs wächst Monat für Monat. Während Ende 2019 keine zehn Modelle im Handel waren, sind es im Herbst 2021 schon rund 20. Das holt die Stromautos endgültig aus der Windkanal-optimierten Ecke, aus der sie lautlos angerollt kamen. Weitere sind angekündigt, darunter auch SUV-Coupés, die mit abfallender Dachlinie noch stärker auf optische Reize setzen.

Elektroantrieb und SUV – passt das zusammen?

Elektroautos sind generell teuer in der Anschaffung, was in erster Linie an der kostspieligen Batterie liegt. Im SUV-Gewand klettern die Preise weiter und liegen teils über der magischen Grenze von 40.000 Euro netto in der Basisversion. Denn nur bis zu diesem Listenpreis sind die E-Autos im Sinne des Umweltbonus von Staat und Autoindustrie voll förderfähig und werden mit bis zu 9.000 Euro bezuschusst. Für teurere Autos (bis 65.000 Euro netto) gibt es 7.500 Euro. Zumindest diese Grenze halten neun der zehn gelisteten E-SUVs.

Das sind die Top Ten der Elektro-SUV 2021/2022

  1. Skoda Enyaq iV

  2. Opel Mokka-e

  3. Dacia Spring

  4. Hyundai Kona Elektro

  5. Volvo XC40 Recharge

  6. VW ID.4

  7. Tesla Model X

  8. BMW iX3

  9. Audi Q4 e-tron

  10. Mercedes EQA

Skoda Enyaq iV: Der Ausdauernde

Der Skoda Enyaq ist nicht nur der günstige Brunder des VW ID.4 – er ist eigenständig und noch geräumiger (Bild: VW)

Für Menschen, die unter Reichweitenangst leiden, gibt es Skodas neuen Enyaq iV. Mit seiner Reichweite von 536 Kilometern (WLTP) lässt der Konzernbruder des VW ID.4 jeden anderen E-SUV früher oder später kraftlos zurück – vor allem zu seinem Startpreis von 33.800 Euro. Wer so viel Kilometer am Stück mit seinem Elektro-SUV fahren möchte, darf bei der Konfiguration nicht vergessen, den 204 PS starken Motor in Kombination mit der größten Batterie zu wählen (82 kWh).

Alternativ gibt es das E-SUV mit zwei schwächeren Elektromotoren (148 und 180 PS) und zwei kleineren Batterien (55 kWh, 62 kWh) oder mit Allrad und 265 PS. Aufgrund der van-artigen Form des mehr als 4,65 Meter langen Crossover-Modells bietet der Skoda Enyaq iV viel Platz für fünf Passagiere. In den riesigen Kofferraum passen alternativ bis zu 1710 Liter.

Opel Mokka-e: Der Vielseitige

Opel lässt den Mokka ziehen: Der Mokka-e ist wesentlich durchzugsstärker als die Benzin-Sorte (Bild: Opel).

Opels Elektro-SUV ist kein eigenständiges Modell. Er basiert auf der zweiten Generation des Mokka. Dadurch hat der Kunde die Wahl zwischen einem E-Auto oder einem Mokka mit Benzin- oder Dieselmotor. Beim Antrieb der E-Version nutzt Opel die Technik der Stellantis-Gruppe: Der Mokka-e fährt mit einem aus dem größeren Peugeot e-2008 bekannten 136-PS-Motor.

Die 50 kWh große Batterie genügt auf dem Papier für bis zu 324 Kilometer Reichweite. Wie bei (fast) jedem E-Auto gilt: Bei zügiger Fahrt kann die Reichweite schnell einbrechen, bei reiner Stadtfahrt ist etwas mehr drin. Beim Preis liegt der Mokka-e mit rund 34.000 Euro auf dem gleichen Niveau wie der Mazda MX-30, wobei der Mazda etwas länger ist. Das spüren vor allem die Passagiere auf der Rückbank. Dafür eignet sich der Mokka-e hervorragend für die Stadt.

Dacia Spring: Der Günstige

Genau wie sein benzin-betriebender Bruder, der Dacia Duster, ist der Spring Deutschlands günstigster SUV (Bild: Dacia)

Wer einen Dacia kauft, kann sicher sein, dass es günstiger in der gleichen Klasse nicht geht. Für schnelle Kopfrechner: Zum Preis eines Tesla Model X gibt es vier Dacia Spring plus einen Dacia Duster für die Fahrt ans Meer oder in die Berge. Dacias erstes Elektro-SUV kostet bisher ungeschlagene 20.490 Euro. Bei dem Preis ist die Umweltprämie noch nicht abgezogen!

Das unvermeidbare „allerdings“ betrifft nahezu alle anderen Werte. Der Antrieb des Dacia Spring leistet grade mal 44 PS, was dem SUV mit vollem Akku aber zu 230 Kilometern Reichweite verhilft. Damit liegt der Spring deutlich hinter der Konkurrenz. Doch für die tägliche Fahrt durch den Berufsverkehr ins Büro genügt das allemal – hin und zurück.

Hyundai Kona Elektro: Der Vorreiter

Der Hyundai Kona ist der erste kompakte Elektro-SUV gewesen und hat immer noch eine der größten Reichweiten (Bild: Hyundai).

Hyundai brachte 2017 als erster Hersteller einen massentauglichen, kompakten Elektro-SUV auf den Markt. Das bedeutet: Wo heute die meisten Hersteller den Marktstart ihrer Modelle feiern, hat der Hyundai Kona Elektro bereits sein erstes Facelift hinter sich. Die günstigere der zwei angebotenen Elektro-Versionen des Kona verfügt über 136 PS und eine Reichweite von 305 Kilometern. Die 204-PS-Version fährt dank größerem Akku fast 500 Kilometer weit.

Mit einer Länge von 4,21 Meter misst das koreanische Elektro-SUV deutlich weniger als seine Wettbewerber Kia e-Niro und Mazda MX-30. Preislich startet der Kona Elektro bei gut 35.000 Euro und zählt so zu den günstigeren Modellen. Als Verbrenner startet der Hyundai Kona bei weniger als 20.000 Euro, ein Hybrid ist ebenfalls verfügbar.

VW ID.4: Der Allerwelts-SUV

Der VW ID.4 soll das Kompakt-SUV-Gegenstück zum ID.3 werden: Ein Allerwelts-SUV also (Bild: VW).

Der ID.4 soll für den elektrischen SUV-Markt das sein, was der ID.3 für den Elektro-Kompaktwagen-Markt ist: ein Golf. Ein Allerwelts-Auto, das allen Ansprüchen genügt. Keine leichte Aufgabe, mit der der kompakte ID.4 in das verkaufsstärkste Neuwagen-Segment der Welt eintritt.

Die technische Plattform ist die gleiche wie beim ID.3 (modularer Elektro-Baukasten), wobei der ID.4 deutlich mehr Platz bietet. Das kostet die Kundschaft rund 5.000 Euro zusätzlich, der Listenpreis beginnt ab 37.000 Euro. Bald folgt die Coupé-Version ID.5.

Der ID.4 kann mit vier verschiedenen Elektroantrieben bestellt werden: Die Versionen mit 149 PS und 170 PS sind an eine 52-kWh-Batterie gebunden. Der Akku im 204 PS starken ID.4 sowie im sportlichen GTX mit 299 PS speichert bis zu 77 kWh. Bereits kurz nach dem Marktstart des VW präsentierten Skoda und Audi ähnliche E-SUVs: den Q4 e-tron und Skoda Enyaq iV.

Volvo XC40 Recharge: Der Sicherheitsbewusste

Der coole Volvo XC40, mit dem kühlen schwedischen Design, ist einer der schnelleren Kompakt-SUVs (Bild: Volvo).

Kurze nach dem Ende 2020 der Polestar 2 startete, kam auf gleicher Basis der Volvo XC40 Recharge heraus. Die beiden Elektromotoren, einer pro Achse, übernimmt der XC40 vom stärksten verfügbaren Polestar 2 (408 PS). So schafft es der mehr als zwei Tonnen schwere XC40 in unter fünf Sekunden auf Tempo 100. Die Reichweite liegt im WLTP-Zyklus, dank 78-kWh-Batterie, bei 418 Kilometern. Wie bei Volvo üblich, verfügt der XC40 serienmäßig über eine hervorragende Sicherheitsausstattung mit zahlreichen Assistenzsystemen.

Vom XC40 mit Verbrennungsmotor unterscheidet sich der XC40 Recharge nicht nur beim Antrieb, sondern auch optisch, da er ohne Kühlergrill auskommt. Den unter der Motorhaube gewonnenen Platz nutzt Volvo für ein weiteres Staufach. Die Preisliste für den XC40 Recharge startet bei rund 60.000 Euro. Für 2.000 Euro mehr gibt es das SUV-Coupé C40 Recharge.

Tesla Model X Plaid: Der Leistungsstarke

Wenn Leute an Elektro-SUVs denken, wird der Schmetterlings-beflügelte Model X immer noch einer der Ersten sein (Bild: Tesla).

Das mit Abstand stärkste Modell stammt von Tesla. Zwar hat das Model X im deutschen Absatzmarkt keine Bedeutung; seine Vorreiterrolle übernimmt es mit den beeindruckenden, nach-oben-öffnenden „Falcon Doors“ dennoch. Als optionaler Siebensitzer können im Fond alle Passagiere gleichermaßen bequem aussteigen. Außer in einer Parkgarage mit niedrigen Decken. Ups.

Die mit 1020 PS aberwitzig-starke Topversion des Model X nutzt dieselben Rotoren wie das Model S und trägt ebenfalls die Bezeichnung Plaid („kariert“). Damit beschleunigt der amerikanische Über-SUV in 2,6 Sekunden auf Tempo 100. Genauso atemberaubend ist auch der Preis, von mindestens 117.000 Euro. Die günstigere Variante, mit 670 PS, kostet ebenfalls mehr als 100.000 Euro. Die Reichweite beträgt dank leistungsstarker 100-kWh-Batterie über 550 Kilometer.

Zumindest theoretisch. Bislang gab es nur viele Ankündigungen und ein paar Vorserien-Modelle zu fahren, aber noch keine Auslieferungen. Immer noch ist nicht final geklärt, ob die Plaid-Modelle in diesem (Leistungs-)Zustand ausgeliefert werden, oder ob sie überhaupt jemals in Vollserien-Produktion gehen.

Audi Q4 e-tron: Der Konventionelle

Der Audi Q4 e-tron ist für alle, denen der VW ID.4 und dessen Infotainment zu unkonventionell ist (Bild: Audi).

In der Wenn-Geld-keine-Rolle-spielt-Liga startete 2018 Audis großes E-SUV e-tron. Mit dem Q4 e-tron folgt nun ein Modell, für das die volle Umweltprämie für E-Autos (BAFA-Prämie) beantragt werden kann. Die gibt es nur, wenn die Basisversion des Fahrzeugs weniger als 40.000 Euro netto kostet. Die Preise des Q4 e-tron starten bei 41.900 Euro brutto. Er besticht vor allem durch seine Unauffälligkeit: Wer die Touch-Knöpfe des ID.4 (und ID.3) nicht mag, wird hier zufrieden. Der Q4 ist einfach nur ein praktischer SUV, der zufälligerweise einen Elektromotor hat.

Der Q4 e-tron misst mit 4,59 Meter Länge fast 30 Zentimeter weniger als der e-tron. Die kleinen Varianten verfügen über 170 PS oder 204 PS. Bei den Allrad-Modellen treibt ein weiterer Elektromotor die Vorderachse an (265 und 299 PS). Wer den 204-PS-Motor wählt, bekommt eine 82 kWh große Batterie und damit eine hohe Reichweite von 521 Kilometern. Den Audi Q4 e-tron gibt es übrigens auch mit Anhängerkupplung. In der Basisversion, Q4 35 e-tron, darf das Ausflugsziel dann maximal 349 km entfernt liegen.

BMW iX3: Der Sportliche

BMW bleibt dem „Freude am Fahren“-Ethos treu; selbst in Form eines 2,3 Tonnen schweren Elektro-SUVs (Bild: BMW).

BMWs Antwort auf die steigende Elektro-SUV-Nachfrage heißt iX3. Die Elektroversion des X3 bietet BMW-typisch sportliche Fahreigenschaften. Die 80 kWh große Batterie, die unter den Insassen liegt, senkt den Schwerpunkt gegenüber dem normalen X3 erheblich. Dabei büßt er kaum etwas an Kofferraumvolumen oder Beinfreiheit ein. Mit einer Leistung von 286 PS positioniert sich der 4,73 Meter lange iX3 im Mittelfeld.

Er ist stärker als der Audi Q4 e-tron, aber schwächer als ein Mercedes EQC. Ein vollgeladener Akku reicht für 458 Kilometer. Dafür verlangt BMW mehr als 66.000 Euro. Das bislang einzige Elektro-SUV von BMW hat vor Kurzem interne Konkurrenz bekommen: der neue iX übertrifft bei den Abmessungen den BMW X5 und wird im Gegensatz zum in China gefertigten iX3 in Deutschland gebaut, ist allerdings noch nicht erhältlich.

Mercedes EQA: Der Schnittige

Mercedes baut den schnittigen GLA zum Elektro-SUV um, welcher selbst kaum höher als die Basis-A-Klasse ist (Bild: Daimler).

Mercedes‘ Antwort auf den Q4 e-tron heißt EQA. Die ersten zwei Buchstaben kennzeichnen den Elektro-Antrieb, der dritte die Verwandtschaft mit der Mercedes A-Klasse. Bei den Abmessungen erreicht der EQA (4,46 Meter) den Q4 e-tron nicht ganz. Dafür stehen gleich drei Motorisierungen zur Wahl: 190, 228 und 292 PS. Alle drei nutzen die gleiche Batterie mit 66,5 kWh Kapazität. Dadurch gibt es kaum Unterschiede bei der Reichweite (rund 430 Kilometer).

Die stärkeren Varianten fahren mit Allradantrieb und kosten 53.500 bzw. 56.000 Euro. Die kleinere fährt mit Frontantrieb (47.500 Euro). Die Batterien des EQA sitzen im Unterboden. Das spüren zum einen sehr große Insassen, die dem Fahrzeughimmel näherkommen als im herkömmlich angetriebenen GLA. Zum anderen schrumpft das Kofferraumvolumen ein wenig, und zwar von 385 Liter auf 340 Liter.

Ausblick: Welche Elektro-SUVs gibt es sonst noch? Welche kommen in Kürze?

Neben diesen 2021/2022er Elektro-SUVs, gibt es noch eine ganze Reihe interessanter Modelle. Darunter befinden sich auch Exoten wie Aiways U5 oder Elaris Leo. Insbesondere aus Südkorea kommen bald einige krachende Modelle auf unseren Markt, wie Hyundai Ioniq 5 und Kia EV6. Bereits im Handel erhältlich sind Mazda MX-30, der Lexus UX, der Kia e-Nero sowie der Ford Mustang Mach-E.

Im nächsten Jahre werden weitere, spannende E-SUVs folgen: Der VW ID.5 als SUV-Coupé wartet ebenso auf seinen Start wie der Nissan Ariya oder der Renault Mégane E-Tech. Der neue elektrisch-betriebene Porsche Macan wird wohl aufgrund der Halbleiterkriese noch bis 2023 warten müssen.

Günstige Elektro-SUVs gibt's bei heycar:

Titelbild: Audi

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