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Eingebaute Autobatterie laden
11. Dezember 2020
Wartung & Pflege

Eingebaute Autobatterie laden

Hoffentlich hast du es noch nicht erlebt: Der Anlasser stottert oder springt nicht an und es steht fest – die Autobatterie ist leer! Eine leere oder schadhafte Autobatterie führt nicht nur zu Problemen beim Starten, sondern im schlimmsten Fall auch zu einer Autopanne. Moderne Fahrzeuge brauchen die Batterie zudem nicht nur zum Starten, sondern auch als Energiequelle für wichtige Autokomponenten wie Klimaanlage, Scheinwerfer, Scheibenwischer und Digitalgeräte.

Die meisten Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren besitzen standardmäßig eine 12-Volt-Starterbatterie, die sich über die Lichtmaschine auflädt. Auch E-Autos besitzen eine solche 12-Volt-Batterie zum Starten, diese verbraucht jedoch weniger Strom und regeneriert sich mit jeder Akkuaufladung.

Da die Anforderungen an eine Autobatterie mit zunehmender Technologisierung steigen, müssen Fahrer von Verbrennern vor allem an die Pflege und Wartung ihrer Batterie denken. Obwohl sich eine funktionierende und wartungsfreie Autobatterie automatisch laden kann, führt vor allem das eigene Fahrverhalten dazu, dass sie auf Dauer an Leistung einbüßt.

Gründe für einen Leistungsverlust der Batterie sind viele städtische Kurzstreckenfahrten mit Stop-and-Go, lange Ruhezeiten und kalte Temperaturen. Auch offene Fenster bei laufender Klimaanlage, nicht eingerastete Türen, vergessene Scheinwerfer oder verborgene Steuergeräte zählen zu möglichen Verbraucherquellen.

Wer zwischen kurzen Strecken auch lange Touren fährt, kann die Autobatterie laden, ohne auf Ladegeräte oder Pannenhilfe angewiesen zu sein. Dennoch kann es zur Tiefenentladung der Batterie kommen. In diesem Fall muss der Fahrer aktiv werden und die Batterie aufladen. Woran du erkennst, ob und wann du deine Autobatterie aufladen musst, welche Methoden es gibt und ob du auch im eingebauten Zustand eine Autobatterie laden kannst, erklären wir dir hier.

Welche Methoden zum Aufladen gibt es?

Eine Batterie entlädt sich, wenn Verbrauchsgeräte verbunden sind und permanent Strom fließt. Vor allem bei besagten Kurzstrecken verbraucht sie besonders viel Strom. Erste Hinweise auf eine entladene Batterie sind Startschwierigkeiten, denn sowohl bei Verbrennern also auch E-Autos ist die 12-Volt-Batterie für das Starten unerlässlich.

Wenn die Batterie dauerhaft geschwächt ist und Startschwierigkeiten auftreten, stellt sich also die Frage: Wie lade ich meine Autobatterie auf? Die Antwort ist im Grunde einfach, doch es gibt verschiedene mehr oder weniger aufwändige Methoden, wie du deine Batterie aufladen kannst.

1. Aufladen durch Umherfahren

Die wohl häufigste und günstigste Methode, um die Autobatterie zu laden, ist das Umherfahren. Dabei kommt es nicht darauf an, ob du Langstrecken oder im kleinen Radius fährst. Wichtig ist, dass du das Auto über längere Zeit bewegst und unnötige elektrische Geräte ausschaltest. Nur so erzeugt die Lichtmaschine beim Fahren die nötige Spannung, mit der sie die Autobatterie aufladen kann.

Eine halbe bis eine Stunde Fahrt mit intakter Lichtmaschine genügt, um die Autobatterie zu laden. Bei Schäden an der Lichtmaschine, energieintensivem Fahren oder vergessenem Ausschalten von elektrischen Geräten kann es jedoch sein, dass längeres Fahren nicht ausreicht und externe Ladegeräte nötig sind.

Mit der Batterie eines anderen Autos kann man die eingebaute Batterie aufladen (Bild: iStock)

2. Mit Zweitfahrzeug Batterie aufladen

Bist du liegengeblieben und hast kein Ladegerät zur Hand, so bleiben nur zwei Möglichkeiten. Du rufst die Pannenhilfe oder du lädst die Autobatterie mit einem zweiten Fahrzeug. Um eine Autobatterie mit einem Zweitfahrzeug aufzuladen, benötigst du ein Starterkabel, das du immer im Kofferraum mitführen solltest. So kannst du im Notfall nicht nur andere Autofahrer bitten, dir bei der Aufladung zu helfen, sondern auch anderen Fahrern mit entladener Batterie Hilfe anbieten.

3. Pannenhilfe rufen

Wenn alles nichts hilft, musst du in den sauren Apfel beißen und die teure Variante wählen. Dem ADAC zufolge ist fast die Hälfte aller Pannenfälle auf Probleme mit einer defekten oder entladenen Batterie zurückzuführen. Je nachdem, welchen Pannendienst du nutzt und welche Versicherung du hast, werden die Kosten übernommen oder von dir selbst getragen. Die Hilfe erfolgt vor Ort, indem die Pannenhelfer deine Autobatterie laden oder bei einem Defekt austauschen.

4. Externe Ladegeräte verwenden

Wenn du bereits Starthilfe durch andere Fahrer oder den Pannendienst in Anspruch nehmen musstest, warte nicht bis zu den nächsten Startschwierigkeiten. Startprobleme deuten auf eine entladene oder schwache Batterie hin und erfordern eine vollständige Aufladung.

Wenn du dich auf Dauer selbst darum kümmern möchtest, brauchst du die sogenannten „Herzschrittmacher“ einer Autobatterie: externe Autobatterieladegeräte. Sie führen deiner Batterie über einen längeren Zeitraum Strom zu und füllen die Energieladung wieder auf. Moderne Ladegeräte kosten je nach Leistungsvermögen zwischen 50 und 150 Euro.

5. In der Werkstatt die Autobatterie laden

Wenn du dir komplett unsicher mit der Aufladung bist, wende dich an Fachpersonal in einer Autowerkstatt. Dort kannst du bereits ab 20 Euro deine Batterie vollständig aufladen lassen.

Welche Hilfsmittel brauche ich für die Aufladung?

Ob du ein Ladegerät für den privaten Gebrauch benötigst, hängt in erster Linie davon ab, wie stark du deine Autobatterie beanspruchst. Wenn du zum Beispiel im städtischen Raum oft kurze Strecken fährst, bietet sich die Anschaffung eines Batterieladegeräts für den Hausgebrauch an.

Wenn du dich entscheidest, deine Autobatterie mit Ladegerät zu laden, achte bei der Wahl auf ein paar wichtige Faktoren. Denn die Batterieart, die Spannung und der maximale Ladestrom sind entscheidende Werte, um ein Ladegerät zu finden, das kompatibel ist.

Ideal ist ein Ladegerät, das über eine Delta-Peak-Abschaltung und eine Mikroprozessor-Steuerung verfügt. Durch den Delta-Peak-Mechanismus endet die Aufladung automatisch, wenn die Batterie aufgeladen ist. Diese Ladegeräte sind teurer, reduzieren jedoch den Ladestrom automatisch, wenn die Batterieladung steigt und verhindern so eine Überhitzung.

Um das passende Ladegerät zu finden, achte auf die Herstellerangaben zu deiner Autobatterie und vergleiche sie mit den Ladegeräten. Hast du eine Blei-Säure-Batterie oder eine Gel-Batterie, verwende nur ein entsprechendes Ladegerät, das zu der Batterie passt oder mit verschiedenen Batterietypen kompatibel ist. Ebenfalls muss das Gerät mit Gleichstrom arbeiten, um die Batterie zu laden.

Zum Laden der Autobatterie muss man nicht gleich in die Autowerkstatt (Bild: iStock)

Möchtest du kein externes Ladegerät kaufen, kannst du es auch über eine Werkstatt leihen. Die Anschaffung eines Ladegeräts lohnt jedenfalls, wenn du in Sachen Batterieladung unabhängig sein möchtest und auf die konstante Pflege und Wartung der Autobatterie bedacht bist.

Hast du dich entschieden, deine Autobatterie selbst zu laden, so musst du einige wichtige Maßnahmen und Schrittfolgen beachten. Zunächst stellt sich die Frage, ob du auch ohne Ausbau die Autobatterie laden kannst. Die Antwort darauf ist: Ja, auch im eingebauten Zustand kannst du deine Autobatterie laden. Institutionen wie das Verbraucherportal des bayrischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz rät sogar dazu.

Auf die Frage, ob sich eine Autobatterie ohne Abklemmen laden lässt, antworten wir lieber mit: besser nicht. Zwar besteht bei Ladegeräten mit Mikroprozessoren die Möglichkeit, die Batterie nicht abzuklemmen. Um jedoch die Bordelektronik zu schützen, raten wir davon ab, eine angeschlossene Autobatterie aufzuladen.

Wie das Aufladen ohne Ausbau funktioniert, erklären wir dir nun Schritt für Schritt.

Schritt 1: Batterie und Ladegerät prüfen

Schau dir vor dem Aufladen die Herstellerangaben an und vergleiche, ob dein Batterietyp zum Ladegerät passt. Eine 12-Volt-Batterie braucht ein entsprechendes 12-Volt-Ladegerät. Solltest du im Fall von Motorrädern oder LKWs eine Batterie mit niedrigerer oder höherer Volt-Zahl haben, informiere dich besser im Autofachhandel oder bei Werkstätten. Ebenfalls benötigt das Ladegerät ausreichend Ampere Ladestrom, um die Batterie möglichst schnell zu laden.

Sollte die Batterie eingefroren oder über 45 Grad heiß sein, so ist ein Laden zu unterlassen. Heizt die Batterie beim Laden merklich auf, so brich den Vorgang ab. Stellst du Schäden am Batteriegehäuse fest, so ziehe einen Fachmann hinzu und vermeide es ebenfalls, sie auf eigene Faust zu laden.

Wenn du den genauen Energiestatus der Batterie wissen möchtest, hilft dir dabei ein Multimeter, das es in Elektrofachgeschäften gibt. Alternativ kannst du die Batterieladung auch vom Fachmann prüfen lassen.

Schritt 2: Elektrische Geräte abschalten

Bevor du den Ladenvorgang beginnst, stelle alle elektrischen Verbraucher im Fahrzeug ab. Dazu zählen zum Beispiel Licht, Radio und Digitalgeräte. Steht der Wagen in der Garage, so sorge für ausreichend Durchlüftung. Allgemein ist ein gut belüfteter, trockener und wettergeschützter Ort ideal.

Halte darüber hinaus folgende Utensilien bereit:

  • Schutzhandschuhe und -brille

  • Schraubenzieher/-schlüssel

  • Tuch für Kabelschuhe

Schritt 3: Batterie abklemmen

Mache jetzt je nach Automodell deine Batterie im Motorraum oder im Heck ausfindig. Um Kurzschlüsse oder Überspannung zu vermeiden, musst du die Batterie zunächst abklemmen. Entferne dazu soweit vorhanden die Blende. Klemme nun die Kabel von Minus- und Pluspol ab. Beachte hierbei unbedingt, dass du mit dem Schraubenschlüssel zuerst die Mutter vom schwarzen (manchmal auch blauen) Kabel am Minuspol löst und das Kabel abziehst. Entferne anschließend das rote Kabel vom Pluspol.

Vermeide auf jeden Fall, dass sich das rote und schwarze (bzw. blaue) Kabel berühren, sonst provozierst du einen Stromschlag. Bewahre die Kabelschuhe nach dem Abklemmen in einem trockenen Tuch auf.

Die meisten Autobatterien sind wartungsfreie Batterien (Bild: iStock)

Schritt 4: Batterie auf Aufladung vorbereiten

Im nächsten Schritt musst du klären, ob du eine nicht-wartungsfreie oder wartungsfreie Autobatterie laden willst. In den meisten Fällen besitzen moderne Autos wartungsfreie Batterien, die keine Wartung vom Fahrer benötigen und lediglich ab und zu aufgeladen werden müssen. Wartungsfreie Batterien sind verschlossen und an einem Entlüftungsröhrchen erkennbar. Prüfe hier lediglich, ob das Röhrchen frei von Staub und Verschmutzungen ist.

Nicht-wartungsfreie Batterien sind nur noch sehr selten und besitzen eigene Füllöffnungen mit Verschlüssen. Hier müssen in Abständen Wasser und Batteriesäure aufgefüllt werden. Aufgrund möglicher Gasentwicklung ist es daher besser, die Aufladung einem Fachmann zu überlassen.

Schritt 5: Ladegerät richtig anschließen

Schließe nun das Ladegerät an. Das Ladegerät besitzt wie ein herkömmliches Starthilfekabel Polzangen, die du an Plus- und Minuspol der Batterie anschließt. Das Ladegerät darf zu diesem Zeitpunkt auf keinen Fall mit einer externen Stromquelle verbunden sein. Achte beim Anklemmen auch auf die Reihenfolge:

Schließe zuerst das rote Kabel an den Pluspol und anschließend das schwarze (bzw. blaue) Kabel an den Minuspol an. Verbinde nun das Ladegerät mit einer externen Stromquelle. In den meisten Fällen ist dies eine Steckdose. Die Umwandlung des Stroms erfolgt im Ladegerät. Sobald du das Ladegerät einschaltest, beginnt der Ladevorgang. Entnimm der Bedienungsanleitung, ob du eventuell noch die richtige Ladespannung einstellen musst.

Die Dauer der Aufladung hängt von Ladespannung und Stromstärke und einer möglichen Delta-Peak-Abschaltung des Ladegeräts ab. Solltest du ein Gerät haben, das den Ladevorgang nicht automatisch beendet, musst du regelmäßig den Stand der Ladung überprüfen.

Schritt 6: Ladegerät wieder abklemmen

Konntest du deine Batterie aufladen, musst du das Ladegerät ausschalten und von der Stromquelle abstecken. Erst jetzt darfst du es von der Autobatterie abklemmen. Die Reihenfolge ist wieder unbedingt einzuhalten: Entferne erst das schwarze (bzw. blaue) Kabel vom Minuspol und anschließend das rote Kabel vom Pluspol.

Schritt 7: Autobatterie anklemmen

Jetzt klemmst du wieder deine Autobatterie ans Fahrzeug an. Erst das rote Kabel am Pluspol befestigen, dann das schwarze Kabel am Minuspol.

Wie lange dauert es, die Autobatterie zu laden?

Die Dauer der Aufladung hängt vom Energiestatus deiner Batterie, der Art des Ladegeräts und seiner Leistung ab. Ein Ladegerät mit höherem Amperewert kann die Batterie zum Beispiel schneller aufladen, da es mehr Strom in einem festgelegten Zeitraum überträgt.

Allgemein ist mit einer Ladezeit zwischen zehn und zwölf Stunden zu rechnen. Hast du ein Ladegerät, das sich nicht automatisch abschaltet, solltest du die Autobatterie während der Aufladung weder unbeaufsichtigt noch über Nacht laden lassen.

Woran erkenne ich, wann ich die Batterie austauschen muss?

Ob sich eine Aufladung der Batterie überhaupt lohnt, hängt von ihrem Zustand ab. Als alt gelten Batterien ab vier Jahren. Hier solltest du an einen Wechsel denken, da die Ladeleistung definitiv beeinträchtigt ist. Ebenfalls können Witterungsbedingungen wie sehr kalte Temperaturen die Batterie vorzeitig schwächen. Sind sichtbare Schäden oder ein Austritt der Batteriesäure erkennbar, ist ebenfalls der komplette Tausch der Batterie angeraten.

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