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Die zuverlässigsten Autos der letzten 5 Jahre
9. November 2021
Kaufratgeber

Die zuverlässigsten Autos der letzten 5 Jahre

Stotternder Motor, orgelnder Anlasser, oder eine streikende Elektrik: Nichts ist nerviger als ein defektes Auto. Das kann selbst bei Neuwagen oder jungen Gebrauchten passieren. Muss es aber nicht. Wer sich nach einem besonders zuverlässigen Modell umschaut, kommt wahrscheinlich um größere Probleme herum. Doch welcher Hersteller baut die besten und zuverlässigsten Autos?

Der ADAC untersucht regelmäßig die Zuverlässigkeit aller neu-zugelassenen Autos. In seiner Pannenstatistik 2021 wird nach den Fahrzeugkategorien Kleinstwagen, Kleinwagen, untere Mittelklasse, Mittelklasse und Oberklasse unterschieden. Bei der 2021er Pannenstatistik gibt der ADAC die Anzahl der Pannen pro 1.000 zugelassener Fahrzeuge aus dem Kalenderjahr 2020 an. Unterschieden wird dabei zwischen den Baujahren 2011 bis 2018. Die neuesten Autos sind damit drei Jahre alt, die ältesten zehn Jahre.

ModellPannen/1.000 Fahrzeuge
VW Polo0,6
Suzuki Swift0,6
Mitubishi ASX0,8
Mercedes GLC0,9
BMW 5er0,9
Mercedes E-Klasse0,9

Das waren die häufigsten Ursachen für Pannen

109 Fahrzeugreihen hat der ADAC in seiner aktuellen Pannenstatistik ausgewertet. Herangezogen wurden dabei nur Modelle, die in einem der Zulassungsjahre mindestens 10.000-mal verkauft und zugelassen worden. Insgesamt mussten die Pannenhelfer im Jahr 2020 mehr als 3,4 Millionen Defekte beheben.

Zu den häufigsten Pannenursachen zählen eine defekte Batterie (46,3 %) und Probleme mit dem Motor sowie dem Motormanagement (15,9 %). Weitere Ursachen für Pannen sind Schäden an Karosserie, Lenkung, Bremse, Fahrwerk (14,2 %) sowie Generator, Anlasser und Beleuchtung (10 %). Selbstverschuldete Pannen wie ein leergefahrener Tank oder ein platter Reifen werden in dem Zuverlässigkeitsindex des ADAC nicht berücksichtigt.

Nicht nur die Zahl sondern auch die Haupt-Pannenursachen wurden durch die Pandemie beeinflusst (Bild: iStock).

Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es bei der Analyse dieser Statistik ein wichtiges Detail zu beachten. Bei Autos, die wochenlang nicht bewegt werden, verliert die Batterie oftmals Spannung. Aufgrund weitreichender Lockdown- und Home-Office-Regelungen standen 2020 ungewöhnlich viele Fahrzeuge überproportional lange ungenutzt in der Garage. Das könnte eine Erklärung für die auffällig hohe Zahl an Batterien-Defekten sein.

Welche Automarke ist am zuverlässigsten?

Je nach Fahrzeuggattung bauen Hersteller wie Audi, BMW, Mercedes, Opel, Renault, Skoda, Suzuki, Kia, Mini, Mitsubishi und VW die zuverlässigsten Autos. Es hängt allerdings stark vom Modell und der Fahrzeugklasse ab.

Welche Autos bieten die beste Qualität?

Der Aygo ist der zuverlässigste Kleinstwagen; die baugleichen Peugeot 108 / Citroen C1 tauchen nicht in der Liste auf (Bild: Toyota).

Der ADAC erfasst in seiner Statistik jeweils die Anzahl der Pannen pro 1000 zugelassener Fahrzeuge eines bestimmten Typs. Bei den Kleinstwagen ab Baujahr 2018 schneidet demnach der Toyota Aygo mit einem Wert von 1, am besten ab. Es folgen VW Up! (1,8), Opel Adam (2,2) und Skoda Citigo (2,3). Ein gebrauchter Toyota Aygo, ab Baujahr 2011 oder Baujahr 2016, ist laut Pannenstatistik ebenfalls die zuverlässigste Wahl. Bei den fünf Jahre alten Kleinstwagen überzeugt zudem der Seat Mii durch seine Zuverlässigkeit.

Neue VW Polo, Suzuki Swift (beide 0,6) und MINI (0,7) ab Baujahr 2018 weisen bei den Kleinwagen die wenigsten Pannen auf. Auch Seat Ibiza (0,9) und Renault Captur (1,1) sind als junge Gebrauchte ein Tipp für besonders zuverlässige Autos. Bei den fünf Jahre alten Kleinwagen überzeugen auch Audi A1 und Mazda CX-3.

In der unteren Mittelklasse, meistens Kompaktklasse genannt, überzeugt der Mitsubishi ASX (0,8) vor dem Kia Sportage, Audi A3 und BMW 1er (alle 1,0) sowie BMW X1 (1,2). Hier ist das Pannenrisiko am geringsten. Wobei der ADAC hier leider keinen Unterschied zwischen den oftmals größeren und teureren Kompakt-SUVs und normalen Kompaktwagen zeiht. Auch bei fünf Jahre alten Autos sind diese Modelle die beste Wahl, dazu kommen Audi Q3, BMW 1er und 2er sowie der ausgediente VW New Beetle.

Wer ein zuverlässiges Auto in der Mittelklasse sucht, sollte sich nach einem Mercedes GLC (0,9), Audi A5 (1,0), Audi Q5 oder BMW 3er (beide 1,1) umschauen. Sie schneiden bei den jungen gebrauchten ab Baujahr 2018 am besten ab. Bei den fünf Jahre alten Autos der Mittelklasse überzeugt zusätzlich der BMW 4er und der X3.

Der 5er BMW und die Mercedes E-Klasse bleiben auch ohne Geschäftsreisen in der Pandemie treue Begleiter (Bild: BMW).

Auf einen maximal drei Jahre alten BMW 5er oder einer Mercedes E-Klasse (beide 0,9) können sich Käufer in der Oberen Mittelklasse verlassen. Der Audi A6 folgt mit 2,0, die Mercedes V-Klasse und der Viano mit 3,1. Wer ein fünf Jahre altes Fahrzeug aus der oberen Mittelklasse sucht, sollte einen BMW 5er wählen. Er war laut ADAC-Pannenstatistik 2021 am wenigsten auffällig. Dahinter folgt mit großem Abstand erst der Audi A6.

Wer sich jetzt fragt wo die Vertreter der Oberklasse sind – Mercedes S-Klasse, Audi A8, BMW 7er, Tesla Model S und Co. – müssen wir leider enttäuschen. Der ADAC erfasst seit jeher keine Autos aus dem Premium-, Hochpreis-, oder Luxussegment; je nachdem wie man es nennt. Das liegt vor allem daran, dass nur selten ein Vertreter dieser edlen Gattung mehr als 10.000 mal pro Jahr in Deutschland verkauft wird. Außerdem werden viele dieser Autos nicht von Privatpersonen gekauft und gefahren.

Welche Autos sind am wenigsten reparaturanfällig?

Nach der "besonderen" ADAC-Definition von "unterer Mittelklasse" ist der klotzige Mitsubishi ASX SUV Gewinner (Bild: Mitsubishi).

Die ADAC-Pannenstatistik 2021 hilft, die Zuverlässigkeit von Autos im Alltag einzuschätzen. Die Ergebnisse bedeuten aber nicht automatisch, dass diese Fahrzeuge auch die wenigsten Reparaturen benötigen. Denn der ADAC nimmt nur Fahrzeuge in seine Statistik auf, denen er am Straßenrand nach einer Panne helfen musste. Schäden, die eine Weiterfahrt ermöglichen, fließen nicht in die Bewertung ein. Das können Defekte an Stoßdämpfern, Auspuffsystem oder am Motor sein.

Auch mit Fehlern in der Elektronik, oder Elektrik, wie an den elektrischen Fensterhebern, Klimaanlage, oder dem Navigationssystem lässt sich noch weiterfahren. Schäden sind es trotzdem. Beim aktuellen technischen Stand sind sie recht wahrscheinlich der häufigste Grund warum Besitzerinnen eine Vertragswerkstatt aufsuchen müssen – für das obligatorische Software-Update.

Zwar zeigt die ADAC-Pannenstatistik wichtige Tendenzen auf, allgemein gültige Qualitätsurteile erlaubt sie nicht. Verzerrende Faktoren, wie eigene Pannendienste der Hersteller und Reparaturen im Rahmen einer Mobilitätsgarantie, fließen ebenso nicht in die Statistik ein wie der Pflegezustand der Autos.

Was erhöht die Zuverlässigkeit von Autos?

Beim Kauf eines jungen Gebrauchten sollten Interessenten unbedingt auf ein ausgefülltes Wartungs- oder Serviceheft achten. Nur so erhalten die Fahrzeuge weiter ihre gesetzliche Gewährleistung und verlängern ihre Mobilitätsgarantie. Zudem kontrollieren die Mechaniker anhand einer Wartungstabelle alle Funktionen des Autos und stellen damit sicher, dass es weiter zuverlässig fährt. Eine frische Plakette nach einer Hauptuntersuchung (HU), bei Neuwagen erstmals ab drei Jahren fällig, bescheinigt einem Auto einen technisch guten Zustand.

Günstige Zuverlässige gibt's hier:

Titelbild: Volkswagen

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