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Die lustigsten Autonamen: Peinlich, absurd oder anzüglich
20. September 2022
Autokultur

Die lustigsten Autonamen: Peinlich, absurd oder anzüglich

Autonamen sind mehr als bloße Produktbezeichnungen. Sie geben Richtungen für ganze Firmen an, schüren Erwartungen und Emotionen. Denn Autos sind keine Waschmaschinen oder andere Weiße Ware – auch wenn manche Modelle ihr Bestes geben, um ähnlich unauffällig/vergessbar zu sein. Menschen nehmen Autos häufig als Verlängerungen ihrer Selbst war. Und als solche reden sie natürlich gerne darüber. Ununterbrochen. Die Autobesitzer folgender Fahrzeuge, tun das wahrscheinlich nur ausweichend und ungern.

Auch wenn es im pragmatischen Deutschland schon immer ziemlich üblich war, Autos einfach durchzunummerieren (Audi A1 bis A8, BMW 1er bis 8er) oder sie in schmucklose Klassen einzuteilen (Mercedes A- bis S-Klasse) gab es auch hierzulande, sagen wir mal, interessante Name. Der VW Iltis zum Beispiel, wurde nicht grade nach dem wohlriechendsten Tier benannt, wurde aber hauptsächlich an die Bundeswehr verkauft.

Amerikaner waren dagegen schon immer gut darin ihren Autos dramatische, action-geladene Namen zu geben: Mustang, Corvette, Firebird, Barracuda, Hellcat usw. Einige Male schlug die Kreativität aber in Übermut um. Für wahrlich absurde Namen muss man allerdings nach Japan blicken und deren „kreativer" Auslegung der englischen Sprache. Viele Namen wurden allerdings auch für den Weltmarkt gut-gewählt, klingen in manchen Sprachen aber mindestens Lachmuskel-fördernd, bis hin zu beleidigend. Das sind die witzigsten Autonamen aller Zeiten.

Die lustigsten Autonamen auf Englisch: Anzüglich, schmutzig, oder machtbesessen

Daihatsu Naked – ein Hauch von nichts

Wer dieses Auto fährt, steht buchstäblich ziemlich blank da. (Bild: Tennen-Gas)

Beim Daihatsu Naked handelt es sich leider nicht um die ultraleichte Sport-Version eines langweiligen japanischen Kleinstwagens (siehe: „Naked Bikes“). Sondern nur um ein langweiliges japanisches Kei-Car mit unerklärlichem Namen. Wir haben Probleme zu verstehen, wie ein Auto das wortwörtlich „nackt“ heißt, ansprechend sein soll: „Das Blech ist so dünn, es ist fast als ob Sie nichts anhaben!“ Laut Daihatsu soll der Name nämlich nur verdeutlichen, wie spartanisch und einfach er ausgestattet ist. „Daihatsu Etwas-Besser-Als-Der-Linienbus“ wäre wohl zu lang gewesen.

Ferrari LaFerrari FXXK – Ausrufezeichen, Ausrufezeichen

Das "K" im FXXK steht übrigens für das "Kers" System... Was es ausgeschrieben fast noch lustiger macht. (Bild: Ferrari)

Ganz abgesehen von der Zuversicht die erforderlich ist, sein Auto als den Inbegriff der eigenen Firma zu betiteln, klingt „Ferrari DerFerrari“ nicht ganz so klangvoll auf Deutsch – schade, dass der Mercedes AMG One nicht „Mercedes DerMercedes“ heißt. Das ist aber nichts im Vergleich zur exklusiven Rennstrecken-Version des LaFerrari. Dessen Name ist nicht direkt beleidigend, aber der Zusatz „FXXK“ lässt durch die „XX“ einen gewissen Spielraum für Interpretation im Englischen.

Die Großschreibung haben wir nicht absichtlich gewählt, die gibt’s ab Werk – genau wie den 859 PS starken 6,3-Liter-V12-Saugmotor, plus 190 PS starken Kers-Elektroboost aus der Formel 1. Großbuchstabig hört sich FXXK aber noch mehr an, als ob das Hypercar einem einen beliebten, vier-buchstabigen Kraftausdruck an den Kopf wirft. Fast könnte man meinen, Ferrari wählte das absichtlich. Wenn man bei diesem 1.050 PS starken, 1.165 kg leichten Monster aufs Gaspedal latscht, ist „FXXK!“ wahrscheinlich der naheliegendste Ausdruck.

AMC Gremlin – Fehler im System

Der AMC Gremlin ist zwar über die Jahre zum Running-Gag geworden, aber auch zum Kultobjekt. (Bild: CZmarlin)

Diesen Klassiker der American Motor Company (AMC) sollte man besser nicht im Regen fahren. Oder nach Mitternacht betanken. Der AMC Gremlin hat den Namen jener Filmwesen, die sich bei nassem Fell zu kleinen Monstern verwandeln. Zugegebenermaßen rangiert die Horror-Komödie „Gremlins“ ein paar Decks unterhalb von „Titanic“ in der Bekanntheitsskala. Um einen Fauxpas von AMCs Marketing handelte es sich nicht. Nicht in dieser Hinsicht.

Der tatsächliche Fehler war, dass ein „gremlin“ im Amerikanischen umgangssprachlich so etwas wie ein „kleiner technischer Defekt“ ist, ein „Glitch im System“, oder eben "Fehlerteufel“. Auch 1970 hatte „gremlin“ schon diese Bedeutung. Was in aller Welt AMCs Marketing-Team dazu bewegte, ihren ersten Kleinwagen diesen Namen zu geben, erschloss sich niemandem. Das tut es auch fast 50 Jahre später nicht, nachdem AMC schon längst untergegangen ist.

Mit einem solch vertrauenserweckenden Namen wie „AMC Fehler“, war der Verkaufserfolg wohl vorprogrammiert. Manche Analysten beharren darauf, dass AMCs gescheiterter Gegenentwurf zu den gefragten kompakten und sparsamen japanischen Autos der Zeit, das Schicksal der Firma mitbesiegelte. Der Name spielte also mindestens eine kleine Rolle im Untergang von AMC.

Studebaker Dictator – nur für Hardliner

Opel-Fans wissen: Rang und Namen gehörten einst zusammen. Bis in die 90er-Jahre nutzten die Rüsselsheimer militärische Ränge (Admiral, Kadett) oder angesehene Ämter (Diplomat, Kapitän) für ihre Modelle. Beim neu-aufgelegten Jeep Gladiator könnte man ebenfalls sowas wie eine Berufsbezeichnung erkennen. Wenngleich der Job doch etwas seltener geworden ist.

Ein vergessener amerikanischer Hersteller trieb es aber auf die Spitze (der Macht): Dictator hieß das noble Modell der 1930er Jahre... Ein äußerst ungünstiger Zeitraum für den Namen. Der Diktator sollte aber keine Schreckensherrschaft über die Automobil-Welt etablieren. Studebaker wollte den Namen ganz anders verstanden wissen: Das Mittelklasse-Fahrzeug sollte neue Maßstäbe in der Klasse „diktieren“. Das gemeine Stimmvolk verstand das Bestreben aber nicht und Studebaker musste die Bezeichnung ändern. Bei der Neuauflage wurde der „Dictator“ zum „Commander“ degradiert.

Subaru Brat – Gelände-Göre

Auch wenn er anfangs für komplettes Unverständnis sorgte, war der Name rückblickend seiner Zeit voraus. (Bild: Subaru)

Dagegen ist Subarus Name für seinen ersten US-Pick-up nur nervig und nicht bedrohlich. Der Subaru Brat bedeutet auf Deutsch (in etwa) „launische Person“ oder „verzogenes Kind“, welches man früher wohl als „Göre“ bezeichnet hätte. Name und Auto sind allerdings mittlerweile Kult. Denn irgendwie passt er doch zum spritzigen Charakter des kleinen Mini-Pick-Ups.

Dodge Charger Scat Pack – NSFW

Das coole Viertürer-Muscle-Car erhielt denselben Namen wie sein Original von 1966. Schon 1967 gab es auch eine „Scat Pack“ Version (ursprünglich von „to scatter“, „sich zerstreuen“). Der Name war angelehnt an die etwas rüpelhafte, nicht immer legale Drag-Racing-Szene, die Dodge damals aktiv umwarb. Mit der Neuauflage des Chargers gab es ab 2015 auch wieder ein Scat Pack. Leider hat sich die Welt und die Sprache seitdem weiterentwickelt. Vor allem die Jugendsprache. Den Begriff googelt man heutzutage auf gar keinen Fall ohne Jugendschutz-Filter!

Dodge Dart Swinger – Oops, I did it again

(Bild: Dodge)

Dodge kennt offenbar keine Scham. Obwohl im Carsharing-Bereich mittlerweile häufig das Steuer ohne große Verpflichtungen gewechselt wird, passt der Swinger womöglich besser in seine Zeit; die automobilen 60er-Jahre. Der Dodge Dart Swinger kann nichts für seinen Namen. Die neusten, 2022er-Versionen des Dodge Charger und Challenger, die auf die völlig übergeschnappte Bezeichnung „Scat Pack Swinger Last Call Edition“ hören, schon.

Daihatsu Charade – Affentheater wäre besser

Wenn das mit Abstand spannendste an einem Auto der Name ist, ist klar, dass es sich nicht grade um einen Kracher handelt. Der Daihatsu Charade ist seit 1977 der Inbegriff absoluter Durchschnittlichkeit im Kleinwagensegment. Leider ist nicht mal der Name so spaßig wie Toyota (Daihatsus Besitzer) denkt. Neben dem Gesellschaftsspiel „Scharade“, bedeutet das Wort im Englischen auch „Affentheater“. Witzig. Und – was Toyota in all den Jahren offenbar niemand gesagt hat – es bedeutet „Farce“. Bei letzterem handelt es sich um die direkteste Übersetzung. Nach 45 Jahren und acht Generationen ist es definitiv eine.

Lustige Autonamen auf Deutsch

Mitsubishi iMiev – kommt leider nicht mit iDeo

Obwohl... in Silber hat er sogar etwas von einem Deo-Stick. Mitsubishi änderte den Namen nicht. (Bild: Mitsubishi)

Ja, der Mitsubishi iMiev wurde in den 2010er-Jahren tatsächlich mit viel Werbedruck in den DACH-Markt gebracht. Ironischerweise verweist die Bezeichnung gerade auf die Abwesenheit jeglichen Miefs und Ausstoßes: "Mitsubishi integrated electric vehicle" lautet der ausgeschriebene Modellname.

Toyota Yaris GRMN – Meister of Deutsch

Der Kleinwagen-Sportler Yaris GRMN hört ausgeschrieben auf den Namen "Gazoo Racing, tuned by the Meister of Nürburgring". Was auch der offizielle Name der Sportabteilung von Toyota ist. Eine wunderbare Verquickung aus Englisch und Deutsch, wie sie nur in Japan entstehen könnte. Im Laufe seiner Bauzeit änderte Toyota den Namen leider zu „Masters of Nürburgring“, auf Grund des (ungerechtfertigen!) Spottes. Dafür muss man Toyota zugutehalten, dass sie es mit dem Kompaktwagen „Toyota Opa“ hierzulande gar nicht erst versuchten.

Lustige Autonamen in anderen Sprachen

Toyota MR2 – Oh Mon Dieu!

Der Toyota MR2 ist so cool gewesen, dass uns selbst sein französischer Name nicht gestört hätte. In Frankreich. (Bild: Toyota)

Der großartige, günstige 80er-90er Mittelmotor-Sportwagen Toyota MR2, klingt mit seinem kleinen Vierzylinder ganz gut. Nur nicht auf Französisch. Denn „M-R-Deux“ klingt gesprochen fast exakt wie der Ausdruck: „é merde!“ – „Es ist ‚Exkrement‘!“. Der Hersteller reagierte prompt und benannte die Flunder für Frankreich schlicht in „MR“ um.

Audi e-tron – noch ein Griff ins Klo

Gleicher Markt, gleicher Haufen Probleme. Über 30 Jahre später unterläuft Audi fast derselbe Fehler: Bei der Elektro-Linie "e-tron" rutscht der Ingolstädter Marketing-Abteilung die Ähnlichkeit zu „étron“ durch – der französische Exkremente-Haufen. In der noch anständigsten Übersetzung. Aber Audi blieb hart und ignoriert bis heute die ungünstige Benennung. Wohl in der Hoffnung, dass sich die Franzosen schon irgendwann daran gewöhnen.

Mitsubishi Pajero – El Clásico

Ganz Spanien und Latein-Amerika bedankt sich noch heute bei Mitsubishi für den Lacher. (Bild: Mitsubishi)

Ewiger Klassiker der Autobenennungs-Fails: Beim Mitsubishi Pajero übersah der japanische Hersteller eine geläufige, umgangssprachliche Bezeichnung für einen, ähm, Selbstbefriediger. Und das sogar wortwörtlich, in derselben Schreibweise. Nach einem wohl äußerst amüsanten Marktstart wurde der Geländewagen-Klassiker im spanischsprachigen Raum in „Montero“ umbenannt, übersetzt „Jäger“.

Mazda LaPuta – die Hündin

Uff. Gut, dass das kleine Micro-SUV von Mazda nie im spanischsprachigen Raum verkauft wurde, wo es nämlich „die Prostituierte“ bedeutet hätte – in der förmlichsten Übersetzung. Angeblich soll der Name von der fiktiven fliegenden Insel „Laputa“ herrühren, aus dem Roman Gullivers Reisen. Was aber nicht erklärt, warum selbst offizielle Pressemitteilungen den Namen oft „LaPuta“ groß-kleinschrieben. Stiller Protest von Mazdas damaliger Marketing-Abteilung?

Ford Pinto – das Vögelchen

Als Ford ihren Kleinwagen Pinto in den brasilianischen Markt einführten, erlebten sie eine böse Überraschung. Nicht so böse wie die Kunden, denn der Name war das geringste Problem des für seine Unsicherheit berüchtigten Pintos. Aber das ist eine andere Geschichte. Erstmals lachten alle herzlich, da „Pinto“ wortwörtlich „Vögelchen“ bedeutet, aber alle Brasilianer es auch sofort als „besonders kleines Gemächt“ verstehen. Der Name wurde zu „Corcel“ geändert, was „Pferd“ auf Portugiesisch bedeutet.

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