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Elektroautos aus der Mittelklasse: Die Besten ihres Segments
9. Dezember 2021
Kaufratgeber

Elektroautos aus der Mittelklasse: Die Besten ihres Segments

Die elektrische Mittelklasse beginnt, wo der Rock ‘n’ Roll endet: „Du kannst nicht immer das kriegen, was Du willst. Aber manchmal was Du brauchst“ sangen einst die Rolling Stones. Oberhalb der Golfklasse dürfen die Ansprüche über das Notwendigste hinausgehen. Hier gibt es neben viel Platz alltagstaugliche Reichweiten, potente Leistungsdaten und komfortables bis sportliches Talent.

Dafür veranschlagen die traditionellen Namen, die neuen Helden und die unerwarteten Newcomer unter den Herstellern gehobene Basispreise, anhand derer wir unsere Liste absteigend sortieren. Denn selbst wenn die Reichweite zählt (hier nach WLTP), die Batteriekapazität vieles ausmacht (hier in Brutto-Angaben): relevant bleibt, wie viel Geld (vor Abzug des Umweltbonus) fällig ist.

Die besten Elektroautos der Mittelklasse: Übersicht

  1. Audi e-tron ab 65.000 Euro

  2. Polestar 2 ab 56.450 Euro

  3. Tesla Model 3 ab 42.900 Euro

  4. Ford Mustang Mach-E ab 42.000 Euro

  5. Kia EV6 ab 45.000 Euro

  6. Hyundai Ioniq 5 ab 53.000 Euro

  7. Citroën ë-C4 ab 35.000 Euro

  8. Vinfast e35 noch ohne Preis

Audi e-tron (GE): Viva la Konfiguration ab 65.000 Euro

Den praktischen Audi e-tron gibt es ab diesem Jahr auch als weniger praktisches SUV-Coupé, gennant "Sportback" (Bild: Audi)

Maximale Wahlfreiheit in der oberen Mittelklasse: Kein anderes Modell unserer Liste ist in zwei Karosserievarianten erhältlich. Der 4,9 Meter lange Audi e-tron in steht in beiden Fällen zwischen den Stühlen; zwischen Limousine und SUV. Das liegt auch daran, dass 1,6 Meter Höhe die Integration eines Stromspeichers in den Unterboden erleichtern. Das Heck passt auf Wunsch zum Lebensentwurf: Seit Frühjahr 2020 gibt es den e-tron als Coupé (nicht zu verwechseln mit dem e-tron GT, ein völlig anderes Auto). Das klassische Avant-Heck bieten die Ingolstädter seit 2018. Die Ursprungsversion liegt mit 615 bis 1.655 Litern nahe am Kombi-Klassiker A6, das als “Sportback” benannte Coupé fasst nur 400 bis 1.285 Liter.

Beim Antriebsstrang schlägt der Konfigurator gar drei Versionen für beide Karossen vor: Mit dem 313 PS (230 kW) starken Einstiegsmodell e-tron 50 koppelt Audi den kleineren 71 kWh-Akku, der e-tron 55 liefert 408 PS (300 kW) und zapft einen 95 kWh großen Stromspeicher an. Den gleichen Akku gibt es zum 503 PS (307 KW) starken Antrieb des Sportmodells e-tron S. Wer Reichweite über Dynamik stellt, ist mit dem mittleren Strang und 436 Kilometern Reichweite (alle WLTP) am besten dran. Im Einstiegs-Modell (ab ca. 65.000 Euro) genügt die Akku-Ladung für 341 Kilometer.

Polestar 2: Gemütlichkeit ab 56.450 Euro

Volvos eleganter Polestar 2 sprengt viele Konventionen: eine hochgelegte Limousine oder ein extra-flacher Crossover? (Bild: Volvo)

Entspannt-gemütlich, aber keineswegs langweilig. Nobel, aber nicht abgehoben. So lässt sich dieser 4,6 Meter lange Viertürer treffend beschreiben. Polestar hängt an Volvo, wurde von der Sport-Submarke zur Tochtermarke für die gehobene E-Mobilität befördert. Modell Nummer 1 sorgte als Über-GT für viel Aufmerksamkeit; der hier vorgestellte Polestar 2 liegt der Lebensrealität näher.

Zugegeben: 408 PS (300 kW) für beide Achsen, das klingt nach beschleunigtem Alltag. Doch der Schub spielt im Polestar in der Praxis eine untergeordnete Rolle. Wer im sachlich-hochwertigen Innenraum sitzt und an der leichtgängigen Lenkung dreht, sieht vieles gelassener. Bis zu 470 Kilometer weit kommt der Polestar 2 laut WLTP mit einer Ladung der 76 kWh großen Batterie. 405 Liter schluckt der Kofferraum, unter den vorderen Deckel passen weitere 35 Liter. Passt schon, für ein Modell mit flacher C-Säule. Ab rund 57.000 Euro starten die Preise für den vielleicht entspanntesten Zugang zur elektrischen Mittelklasse.

Tesla Model 3 Long Range: Klassen-Dynamiker ab 42.900 Euro

Das Tesla Model 3 bleibt weiterhin das meistverkaufte elektrische Mittelklasse Auto Deutschlands (Bild: Tesla).

Gefeiert. Gescholten. Doch zunächst einmal geliefert: Diese Fließheck-Limo ist der 4,7 Meter lange Beleg für Teslas Handlungsfähigkeit. Seit Frühjahr 2019 bringen die Amerikaner ihr Einstiegsmodell in nennenswerten Stückzahlen auf Europas Straßen. Zuvor hatte sich der E-Auto-Spezialist mit fortwährenden Produktionsschwierigkeiten zeitweise selbst entzaubert.

Für die Pionier-Rolle im Segment kam der Auslieferungsstart aber noch rechtzeitig: Lange fährt kein anderes Elektroauto der Mittelklasse so nah an Premium-Angeboten mit Verbrenner. Mit bis zu 450 PS (340 kW), direkter Lenkung und sportlich abgestimmtem Fahrwerk ist der Tesla eine elektrische Alternative zu den stärkeren Versionen des Audi A4, Mercedes C oder BMW 3er.

Subjektiv bereitet bis heute kein anderer Stromer des Segments auf einsamen Landstraßen so viel Spaß. Mit großem Akku-Paket im Unterboden (aktuell bis 82 kWh) liegt die Reichweite bei alltagstauglichen 580 Kilometern laut WLTP. Dass es zum Großteil berechtigte Kritik für Innenraum-Verarbeitung und Spaltmaße setzt? Das schmerzt den Technologie-affinen Interessenten wahrscheinlich weniger als die Schwächen bei der Teil-Autonomie.

Der (zu) selbstbewusst getaufte „Autopilot“ Stau-Assistent funktioniert bei manch etabliertem Vertreter der Mittelklasse inzwischen zuverlässiger. Dass nur 340 Liter (plus 85 Liter vorne) Stauraum zur Verfügung stehen? Geschenkt, um Pragmatismus geht es nicht. Außer beim Laden: Zu Teslas Supercharger-Angebot gibt es bisher keine gleichwertige Konkurrenz.

Ford Mustang Mach-E: Leicht übersteuernder Frevel ab 47.000 Euro

Mustang Mach-E: Für Muscle-Car Fans ist er Gotteslästerung, für alle anderen ein tolles, spaßiges Elektro-Crossover (Bild: Ford).

Diese 4,71 Meter spalten Ford-Fans: Nein, dieses Crossover hat mit dem namensgebenden Sportwagen-Klassiker nichts gemeinsam. Abgesehen von ein paar Zitaten wie der langen Haube, oder der Gestaltung der Rückleuchten. Doch was an der hohen Dachlinie scheitert, findet über die Kurvenlinie wieder zusammen. Der Elektro-Mustang zählt zu den am wildest-abgestimmten Modellen der elektrischen Mittelklasse. Jedenfalls was die Bewegungsfreudigkeit des Hecks beim Gas-Einsatz angeht.

Klar, der bis zu 487 PS (358 kW) starke Allradler bricht nicht aus wie sein Namensvetter mit Verbrenner-Motor, Heckantrieb und echter Off-Stellung im Stabilitätsprogramm. Doch für eine Sonderstellung im Segment genügt die Gierrate des Mustang Mach-E beim Herausbeschleunigen.

Außerdem: Am anderen Ende der Motorenpalette (269 PS, 198 kW) sendet das E-Auto die Kraft nur an die historisch korrekte hintere Achse. Im knapp 47.000 Euro teuren Einstiegsmodell steckt ein 75,7 kWh großer Akku im Unterboden, Top-Modelle kommen standardmäßig mit bis zu 99 kWh. Wer kleinen Antrieb und großen Akku im Konfigurator paart, kommt laut Datenblatt bis zu 610 Kilometer weit.

Kia EV6: Raum und Schiff ab 45.000 Euro

Vorsicht "Meinung": Design-technisch ist Kias EV6 das Innovativste was auf dem Automobilmarkt seit Jahren passiert ist (Bild: Kia).

Hier passt eher Stolz als Vorurteil: Kia präsentiert sein erstes Auto auf einer reinen Elektro-Plattform. Den Unterbau teilt sich der 4,7 Meter lange EV6 mit dem kürzeren Hyundai Ioniq 5. Technische Parallelen zwischen den Marken gibt es schon länger. Was sich in den letzten Jahren änderte: Kia ist nicht mehr die Minimallösung im Segment.

Hier gibt es 585 PS (430 kW) für alle vier Räder. Jedenfalls im Top-Modell EV6 GT, das Ende 2022 auf den Markt kommt. Der 77,4 kWh große Stromspeicher lässt sich bereits zum Marktstart in den EV6 konfigurieren. Das Top-Akkupaket für bis zu 528 Kilometer Reichweite bietet Kia von 229 PS (168 kW) aufwärts an. Zum Einstiegspreis ab 45.000 Euro speist ein 58 kWh-Akku das 170 PS (125 kW) starke Triebwerk. Das genügt im WLTP-Zyklus für 394 Kilometer.

Wobei: Die besten Tricks des EV6 hängen nicht am Antrieb, obwohl Kia hier erstmals ein 800-Volt-System ins Volumensegment holt. Wer außen maximalen Futurismus will und innen viel Platz braucht, liegt ebenfalls richtig. Auf das Kofferraumvolumen von 520 bis 1.300 Litern wirkt sich der Antriebsstrang nicht aus. Lediglich der Platz unter der „Motorhaube“, bzw. dem Frunk, nimmt bei den Modellen mit Allradantrieb (standardmäßig Heckantrieb) ab, er sinkt von 52 auf 20 Liter.

Hyundai Ioniq 5: Raum-Ökonomie und schnelles Laden ab 41.900 Euro

Hyundai und Kia, welche zum selben Konsortium gehören, erleben grade einen ziemlich Höhenflug (Bild: Hyundai).

Der neue Hyundai Ioniq 5 ist die technische Schwester des Kia EV6 und setzt auf Raum und 800-Volt-Ladetechnik. Der Ioniq parkt mit 4,63 Metern mitten im Mittelklasse-Segment. Hyundai verstaut den bis zu 72,6 kWh (Einstieg 58 kWh) großen Akku im Unterboden. Das lässt Raum für großzügig bemessene Beinfreiheit und ein Kofferraumvolumen von 531 Litern. Ablagen, Lehnen und Konsolen führt Hyundai schmal aus, Bedienelemente und (digitale) Tastenfelder geraten ebenso kompakt. Dadurch fühlt man sich in so manchem größerem Modellen beengter, selbst wenn der Zollstock etwas anderes sagt.

Das aktuelle Basis-Modell besitzt ein Heckantriebs-Layout, kleinen Akku und 170 PS (125 kW). Für die maximale Reichweite gibt es das Modell mit großem Akku-Paket ab knapp 53.000 Euro. Dann besteht außerdem die Option auf zwei Antriebs-Einheiten: Die Vorderachse treibt beim Top-Modell mit Allrad ein 90 PS (70 kW) starkes Aggregat an, hinten liefert ein 210 PS (155 kW) starker Motor die Kraft über ein Eingang-Getriebe an die Räder.

Citroën ë-C4: Electrique differenté ab 35.000 Euro

Der neue Citroen C4 ist nicht mehr in der Kompakt-/Golf-Klasse, sondern ist ein unteres Mittelklassen-Crossover (Bild: Citroen).

Ist man ganz genau, steht der elektrische C4 ein paar Zentimeter unter der elektrischen Mittelklasse und fährt mit Antrieben aus dem Kleinwagen-Segment. Dennoch verdient der 4,4 Meter lange Citroën ë-C4 seinen Platz in unserer Auflistung.

Wer „richtige“ SUVs ausklammert, kühl rechnet und partout eine Limousine will, sollte diesen Franzosen auf der Rechnung haben. Wer ein irgendwie andersartiges und besonderes E-Auto sucht, erst recht. Konkret zieht der ab 35.000 Euro erhältliche Citroën seine Besonderheit aus Innenraumgestaltung und Materialwahl. Alles ist etwas außergewöhnlicher gestaltet und einen Tick weicher gepolstert als bei der Konkurrenz.

Große technische Innovationen bietet er hingegen nicht, dafür passt er aber gerade noch für eine Kleinfamilie. 380 bis 1.250 Liter passen in den Citroën mit flach abfallendem Heck. 136 PS (100 kW) gehen ausschließlich an die Vorderachse, Energie aus einem 50 kWh großen Stromspeicher trägt den elektrischen C4 gute 350 Kilometer weit. Effizient? Ja, doch zum Preis der dritten Spur, jedenfalls auf der deutschen Autobahn: Citroën begrenzt den Top-Speed auf 150 km/h.

Vinfast e35: Neuzugang (vorläufig) ohne Preisschild

Das vietnamesische E-Auto Start-Up will 2022 weltweit an den Start gehen (Bild: Vinfast).

Vinfast klingt nach Online-Glückspielen, e35 nach antiker BMW-Nomenklatur. Und zumindest zum Teil stimmt das sogar: Der vietnamesische Hersteller setzt beim 2022 geplanten Marktstart in Deutschland tatsächlich auf den Online-Vertrieb. Ein Händlernetz wird es nicht geben, ähnlich wie bei Tesla. Eine Kooperation mit BMW besteht überdies ebenfalls, auch wenn der e35 für die elektrische Mittelklasse damit nichts am Hut hat.

Während Vinfast auf dem Heimatmarkt mit adaptierten BMW-Entwicklungen startete, wird Europa ab Ende 2022 eigenständige Modelle erhalten. So auch den 4,75 Meter langen, rein elektrischen Vinfast (VF) e35. Ein Crossover-Modell mit 408 PS (300 kW) aus zwei E-Motoren. Wie lange der Antrieb vom 42 kWh großen Akku-Paket zehren kann? Das sagt der 2018 gegründete Hersteller noch nicht, einen Preis nennt er ebenfalls noch nicht.

Klar ist nur: Wer etwas höher sitzen möchte, erhält mit diesem elektrischen Mittelklässler eine neue Option. Zudem fährt man mit dem Modell hierzulande sicher etwas ganz Besonderes: Allzu viele Modelle mit dem simplen V-Logo am Kühlergrill werden vorerst nicht nach Deutschland kommen. Andererseits: Wer hätte vor anderthalb Jahrzehnten mit so vielen Tesla-Emblemen im Straßenbild gerechnet?

Elektro-Mittelklasse kaufen

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Titelbild: Volvo / Geely Cars

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