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Elektro-Kleinwagen: Die besten elektrischen Klein- und Kompaktwagen
2. Dezember 2021
Kaufratgeber

Elektro-Kleinwagen: Die besten elektrischen Klein- und Kompaktwagen

Seit jeher gilt: Klein bedeutet wendig in der Stadt und Kompakt steht für alltagstaugliche Shopping-Kapazitäten. Im Jahr 2021 lässt sich festhalten: Strom kann die Talente von Klein- und Kompaktwagen noch verstärken. Etwa, wenn ein Akku im Unterboden und eine kompakt-gebaute Antriebseinheit einen großzügigen Innenraum ermöglichen. Oder wenn der (in Verbrenner-Zeiten atypische) Heckmotor im elektrischen City-Car herrlich kleine Wendekreise ermöglicht.

Wir stellen die acht besten elektrischen Klein- und Kompaktwagen vor – gereiht nach ihrer maximalen Reichweite laut WLTP und Herstellerangabe. In jedem Fall geht es um Autos, die wenig Platz benötigen – aber vieles ermöglichen. Und zwar zu einem günstigeren Preis als hier angeführt. Denn die Elektro-Prämie (bis zu 9.000 Euro denkbar) und etwaige Hersteller-Boni haben wir nicht eingerechnet.

Die besten elektrischen Klein- und Kompaktwagen

ModellNeuwagenpreis ab
Honda e36.000€
Mini Cooper SE32.500€
BMW i339.000€
Peugeot e-20831.950€
Nissan Leaf30.000€
Renault Zoe Facelift (2019)22.000€
Renault Mégane E-Tech Electric35.000€
VW ID.331.960€

Honda e: nostalgisch-schön für die Stadt – 222 Kilometer

(Bild: Honda)

Der Honda e ist die Wahl für Fahrer mit Sinn für Ästhetik für alle mit überschaubaren täglichen Wegen. Diese sollten im besten Fall eher selten über die Stadtgrenzen hinausführen. Optisch zitiert Honda bei diesem 3,92 Meter kurzen City-Car die ersten Civic-Generationen aus den 70er-Jahren. Uns erinnert er zudem an den Honda City II aus den 80ern, der zumindest in Asien inzwischen Kultstatus erreicht hat.

Antriebstechnisch unterscheiden Marken-Klassiker und -Neuzugang dagegen mehr als die Kraftquelle: Das seit 2020 erhältliche E-Auto treibt 135 PS (100 kW) oder 154 PS (113 kW) starke Elektromotoren ausschließlich über die Hinterachse an. Es geht weniger um wilde Fahrdynamik als um platzsparende Wendekreise ohne Antriebswellen an der Vorderachse. Weniger als 10 Meter beträgt der Radius beim vollen Lenkeinschlag. Angenehm, spätestens beim Ein- und Ausparken.

Die Retro-Zitate enden am Seitenspiegel: Honda installiert hier serienmäßig Kameras, die das Bild rechts und links des Armaturenbretts auf zwei Bildschirme projizieren. Das hat zwar einen gewissen Coolness-Faktor, bedingt aber bisweilen Reizüberflutung. Denn dazwischen prangt eine weitere durchgehende Bildschirmfläche.

Wie sieht es mit längeren Ausflügen aus? Mit einer Reichweite von 222 Kilometer (Akku mit 35,5 kWh) laut WLTP ist der Honda e ein reines Stadtauto. Außerdem würde es mit dem Reisegepäck eng: Nur 171 Liter passen regulär in den Fond, die 861 Liter mit umgeklappter hinterer Lehne gehen aber allemal in Ordnung. Ab knapp 33.000 Euro starten die Preise mit dem Einstiegs-Aggregat, ab 36.000 Euro gibt es das City-Mobil mit dem stärkeren Antrieb.

Mini Cooper SE: sportlich und nobel – 270 Kilometer

(Bild: BMW)

Hier kommt der technische Exot in unserer Auflistung der besten Elektro-Kleinwagen: Sämtliche übrigen Vertreter sind ausschließlich mit E-Motor erhältlich und als Elektroauto konzipiert. Der 2019 vorgestellte Mini Cooper SE nicht. Hier weicht der Verbrenner dem strombetriebenen Aggregat im Motorraum. Beim charakteristischen Frontantriebs-Konzept bleibt es ebenfalls.

Somit bleibt es beim charakteristischen Frontantrieb. Und haptisch, optisch, sowie vor allem dynamisch bietet Mini ziemlich genau das, was Mini-Fans seit Jahren an ihm lieben: ein Straff abgestimmtes, sportliches Fahrwerk, eine direkte Lenkung mit viel Widerstand und sportlich-noblen Innenraum. Letzteren allerdings mit einem Zugeständnis an die Moderne: Die aufgesetzte Tacho-Einheit auf der Lenksäule führt Mini beim Cooper SE digital aus.

Und auch haptisch, optisch, sowie dynamisch bietet Mini ziemlich genau das, was beim Kernmodell seit Jahren gut läuft: Straff abgestimmtes Fahrwerk. Viel Widerstand an der Lenkung. Sportlich-noblen Innenraumgestaltung – allerdings mit einem netten Zugeständnis an die Moderne: Die aufgesetzte Tacho-Einheit auf der Lenksäule führt Mini beim elektrischen Cooper SE digital aus.

Antriebstechnisch gibt es mit 184 PS (135 kW) zufriedenstellenden Vortrieb. Laut Herstellerangabe kommt der Elektro-Mini mit einer Ladung des 32,6 kWh-Akkus bis zu 270 Kilometer weit. Beim gewohnten Kofferraumvolumen von 211 bis 713 Litern bleibt es – denn der Akku steckt unterhalb der Sitze und im Mitteltunnel. Schlechte Nachrichten also für große Fond-Passagiere. Doch die stehen ohnedies meist nicht im Zentrum der Kaufentscheidung für den 32.500 Euro teuren Elektro-Mini. Denn der Cooper bleibt ein Fahrer-Auto durch und durch.

BMW i3: fokussiert – 307 Kilometer

(Bild: BMW)

Dieser Elektro-Kleinwagen ist längst nicht mehr neu, doch bleibt spannend. Denn der 2013 gelaunchte BMW i3 entzieht sich jeder Einordnung und beweist auch acht Jahre nach Vorstellung seinen Status: Carbon-Grundstruktur wie im Supersportwagen. Recycling-Innenraumausstattung wie im Öko-Mobil. Ein Tür-Konzept wie ein futuristischer Familien-Van.

Eines ist der i3 dabei in jedem Fall: fokussiert. Wenige E-Auto werden derart konsequent und technisch aufwändig auf maximale Kilometer-Ausbeute je Akku-Ladung getrimmt. Von der Leichtbau-Karosse mit Alu-Anbauteilen für geringes Gewicht (1,3 Tonnen) bis zu den schmal dimensionierten Reifen (u.a. 155/70/19) für weniger Rollwiderstand. Viele andere Klein- und Kompaktwagen fahren dennoch mit einer Ladung weiter. Das hängt mit der Akku-Kapazität von 42,2 kWh zusammen, die heutzutage von den meisten Vertretern des Segments überboten wird.

Dafür stimmen die Platzverhältnisse: 260 bis 1.100 Liter fasst der elektrische i3. Nur die gegenläufig öffnenden Seitentüren können im Alltag stören. Spätestens dann, wenn Fond-Passagier beim Schließen die Reihenfolge (hintere zuerst schließen!) missachten und das Carbon erbarmungswürdig ächzt. Ab knapp 39.000 Euro gibt es diesen 170 PS (125 kW) starken, frühen und mutigen Beitrag zum Segment aktuell.

Peugeot e-208: handlich und komfortabel – 340 Kilometer

(Bild: Peugeot)

Den Peugeot e-208 bieten die Franzosen seit Anfang 2020 an. Vom Schwestermodell Opel Corsa unterscheidet der Franzose sich vor allem in zwei Punkten: Er federt etwas sanfter und weniger straff, und er konfrontiert den Fahrer mit Peugeots markentypischem “i-Cockpit” mit tiefliegendem, kleinem Lenkrad und hoch montiertem Fahrdisplay. Das gefällt nicht jedem – für uns fühlt sich der Peugeot mit dem kleinen Lenkrad aber schön agil an.

Wie der Opel punktet der Franzose mit alltagstauglicher Reichweite (rund 300 km in der Praxis) und ordentlicher Ladeleistung: Am 11-kW-Wechselstrom lädt er in rund fünf Stunden voll, am Schnelllader füllt sich der 50-kWh-Akku mit maximal 100 kW in 30 Minuten zu 80 Prozent. Das reicht für den Alltag und gelegentliche Autobahn-Ausflüge. Das Raumangebot im gut vier Meter langen Kleinwagen passt ebenfalls, ohne zu überragen. Die Preise starten bei knapp 32.000 Euro.

Nissan Leaf: klassisch und stressfrei – 385 Kilometer

(Bild: Nissan)

Nissan war mit dem Leaf sehr früh dran. Zur Einordnung: Während Tesla gerade so seine Vorbestellungen für das Model 3 abarbeitet, gibt es diesen 4,49 Meter langen elektrischen Kleinwagen bereits in zweiter Generation. Doch die technische Basis erbt der seit 2018 erhältliche Leaf vom seit 2010 angebotenen Vorgänger.

Bedeutet aus aktueller Sicht: Wer eine ausgereifte und herrlich einfache Option im elektrischen Segment sucht, ist hier goldrichtig. Wer die frischesten Optionen bei Fahrassistenz und Konnektivität will, nur bedingt. Wobei: Manchen Trends fährt man lieber hinterher. Ein Überangebot an Screens und Touch-Flächen wie es uns in diversen Mitbewerbern erschlägt, entfällt. Im Leaf gibt es stattdessen viele kleine Tasten. An die rustikale Innenraumgestaltung gewöhnt man sich schnell – doch ein Mindestmaß an Toleranz für Hartplastik muss schon vorhanden sein.

Nachgerüstet hat Nissan dort, wo es zählt: Zwischen den Achsen, beim Akku. Seit 2019 bietet der Hersteller den Nissan Leaf e+ an. Dann gibt es ab 37.500 Euro ein Modell mit 62 kWh Akku-Kapazität, 217 PS (160 kW) und einer Reichweite von 385 Kilometern. Die herkömmliche Version kommt mit 40 kWh großem Stromspeicher und 150 PS (110 kW) lediglich 270 Kilometer weit, kostet ab 30.000 Euro.

Renault Zoe Facelift: allround-tauglich – 395 Kilometer

(Bild: Renault)

Ende 2019 wurde ein guter Allrounder an vielen Stellen besser. Der Renault Zoe erhält mit dem Facelift einen angenehm-gestalteten Innenraum, mehr Reichweite und Leistung. Was den 4,1-Meter-Kleinwagen ausmacht, bleibt indes unverändert: Er eignet sich für dichten Stadtverkehr und Wochenendausflüge. Außerdem gibt es das optionale Miet-Modell für die Batterie.

Zu Basispreisen ab 22.000 Euro bleibt der Stromspeicher im Besitz von Renault, Kunden können ihn zu Tarifen zwischen 74 und 124 Euro mieten. Dafür entscheiden sich laut Hersteller gute 90 Prozent der Zoe-Käufer. Die Option mit Eigentums-Batterie erhöht den Kaufpreis um knapp 8.000 Euro. Zur Wahl stehen ein 52 kWh großer Stromspeicher sowie eine 41 kWh große Batterie. Mit der großen Batterie lässt sich das 136 PS (100 kW) starke Top-Aggregat und der Einstiegs-Antrieb mit 108 PS (80 kW) koppeln.

Letztere Verbindung ergibt die oben angeführten Maximalwert 395 Kilometer pro Akku-Ladung. Doch der stärkere Antrieb rangiert mit einer Reichweite von 383 Kilometern knapp dahinter. Außerdem erweisen sich 383 bis 1.228 Liter Kofferraumvolumen dabei als hinreichend praktikabel.

Die kompakten Abmaße und der Batterie im Unterboden sorgen allerdings für eine hohe, aufrechte und damit unangenehme Sitzposition – speziell für große Menschen. Hier ist eine Probefahrt angeraten. Wer von diesen Problemen nicht betroffen ist, erhält einen tollen Allrounder für den Alltag. Wer innen große Noblesse und insgesamt maximale Coolness erwartet, wird nur mäßig glücklich.

Renault Mégane E-Tech Electric: für alle Lebenslagen – 450 Kilometer

(Bild: Renault)

Mit 4,21 Metern Länge platziert Renault den neuen Mégane E-Tech Electric näher an der Kompakt- als an der Mittelklasse. Er erhält eine komplett neue Plattform, die für diese Größe sehr geräumige Innenmaße erlaubt – und eine Karosserie, die formal genau zwischen Crossover und Schrägheck-Limousine passt. Den bisher bekannten Mégane löst das neue Modell nicht ab. Im Cockpit finden wir den für größere Renaults typischen, hochkant montierten Touchscreen und ein komplett neues, schnelles Android Infotainment-System vor. Im Heck bietet der elektrische Franzose alltagstaugliche 440 Liter Gepäckraum.

Der Verkauf des Renault Mégane E-Tech Electric startet im März 2022, daher liegen derzeit noch keine Preise vor. Vorbestellungen sind jedoch bereits möglich. Vermutlich wird der Einstiegspreis etwa 35.000 Euro betragen. In der Basis bietet Renault einen 40-kWh-Akku und 96 kW (130 PS) Motorleistung. Das genügt für 300 Kilometer Reichweite. Darüber rangiert eine Variante mit 160 kW (217 PS) und 60-kWh-Akku, die 450 Kilometer Reichweite bietet. Geladen wird je nach Ausstattung mit 7 kW (1h = 50 km), 22 kW (1h = 150 km) oder am Schnellader mit bis zu 130 kW (30 min = 300 km).

Volkswagen ID.3: kompakt – 533 Kilometer

(Bild: Volkswagen)

Was der Golf für die herkömmlichen Antrieben ist, soll der VW ID.3 für Elektroautos werden: Der Maßstab, nach dem sich alle anderen richten müssen. Was ihm sehr gut gelingt, ist ein Innenraum fast auf Mittelklasse-Niveau in einem Auto, das außen ungefähr so viel misst wie der Golf. Abstriche gibt es bei der Software und der Bedienung, die über viele Touch-Flächen anstelle herkömmlicher Knöpfe erfolgt. Das wirkt anfangs elegant, wird im Alltag aber schnell lästig. Die Ergonomie fühlt sich teilweise nicht zu Ende gedacht.

Zum Ausgleich bietet VW mit 31.900 Euro einen recht günstigen Einstieg. Dafür steckt im ID.3 bereits ein 48-kWh-Akku, der 330 Kilometer Reichweite erlaubt. Gegen Aufpreis fährt der Kompaktwagen mit 58 kWh Akkukapazität 416 km oder in der Topversion mit 82 kWh 533 km weit. Die Leistung beträgt je nach Variante: 107 kW (145 PS) oder 150 kW (204 PS). Je nach Ausstattung lädt der ID.3 mit 50 oder bis zu 100 kW. An der heimischen Wallbox füllt er den Stromspeicher mit 7,2 bzw. 11 kW über Nacht wieder auf. Zur Serienausstattung zählen LED-Licht, Parkhilfe, Klimaautomatik, Navi, Sprachbedienung und Smartphone-Konnektivität.

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Titelbild: BMW

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