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Campingbusse unter 40.000 Euro
31. März 2022
Kaufratgeber

Campingbusse unter 40.000 Euro

Camping boomt. Die Hersteller von Campingbussen und Wohnmobilen fahren von Rekord zu Rekord. Schön für die Hersteller, schwierig für Kunden. Denn die gestiegene Nachfrage nach Campern führt zu langen Lieferzeiten, nicht erst seit Corona. Und teilweise zu massiven Preissteigerungen. Zum Modelljahr 2021 war das Angebot an Campingbussen unter 40.000 Euro noch vielfältig. Mittlerweile sucht man selbst bei den günstigen Submarken der großen Hersteller oft vergebens.

Wer einen Campingbus in diesem Preissegment sucht, kann trotzdem fündig werden. Wir stellen dir hier die günstigsten Campingbusse vor und erklären, worauf du beim Kauf achten solltest. Denn mit dem Basismodell zum Basispreis werden nur sehr genügsame Camper glücklich.

Preissteigerungen bei Campingbussen

Der Anstieg der Preise seit 2021 lässt sich an folgenden Beispielen gut illustrieren: Kostete der Camper Van der Hymer-Tochter fürs Modelljahr 2021 noch unter 40.000 Euro, liegt er nun bei mehr als 42.000 Euro. Globecar von Pössl hatte kürzlich in der D-Line und in der Summit-Baureihe günstige Modelle. Mittlerweile kostet der Summit 540 rund 42.500 Euro, der D-Line Roadscout R steht bei fast 46.000 Euro.

Das gleiche Bild bei der Dethleffs-Marke Sunlight. Der Sunlight Cliff 540, traditionell das Einsteigermodell, startet mittlerweile bei 42.600 Euro. Letztes Beispiel: Die V-Linie von Sun Living, hinter der Adria steckt, kostet inzwischen ebenfalls mehr als 42.000 Euro (Sun Living V 55SP).

Ausgebauter Kastenwagen für unter 40.000 Euro: Darauf musst du achten

Einer der Kastenwagen, die oft als Basis für den Camperausbau genutzt werden: Renault Master. (Bild: Renault)

Wer einen günstigen Camper Van sucht, sollte sich zunächst klar machen: Es kommt nicht auf die Größe an. Oder nur bedingt. Die günstigsten Modelle mit vollwertiger Campingausstattung sind in der Klasse der ausgebauten Kastenwagen zu finden. Als Basis dienen meist Modelle wie der Fiat Ducato, der Citroën Jumper oder der Renault Master. Sie beginnen bei 5,40 Meter Länge, sind inklusive Außenspiegel knapp 2,50 Meter breit und um die 2,60 Meter hoch. Das genügt innen für Stehhöhe.

Die Camping-Ausstattung ist bei diesen Campingbussen auf Kastenwagen-Basis komplett. Sie umfasst mindestens zwei Schlafplätze, eine Küchenzeile mit Gaskocher und Spüle, Kühlschrank, Sitzecke und sogar eine Nasszelle mit WC und Dusche.

Die Unterschiede zu teureren Modellen finden sich in drei Bereichen: Komfort-Ausstattung, Sicherheitsausstattung und Antrieb. So fehlen oftmals Radio und Klimaanlage. Assistenzsysteme wie Spurhalter oder automatische Notbremse gibt es nur gegen Aufpreis. Außerdem stecken nur Basisdiesel mit um die 120 PS in den günstigen Campingbussen. Wer mehr Leistung wünscht, zahlt mehr.

Ebenso zahlt oft mehr, wer mehr Zuladung wünscht. In der Basis liegt die maximal zulässige Gesamtmasse häufig nur bei 3,3 Tonnen. Eine Auflastung auf 3,5 Tonnen und die damit verbundene erhöhte Zuladung um bis zu 200 Kilo kosten Aufpreis.

Kompakter Minibus für unter 40.000 Euro: Abstriche beim Camping

Camper auf Basis des VW Bus („Bulli“) wie der California oder sein Wettbewerber, der Marco Polo auf Mercedes-V-Klasse bzw. Vito-Basis, kosten oft deutlich mehr als ausgebaute Kastenwagen. Sie sprengen mit voller Campingausstattung und Aufstelldach locker die Grenze von 40.000 Euro. Das gilt leider auch für Camper auf Basis von Toyota Proace, Citroën Spacetourer oder Opel Vivaro. Die baugleichen Schwestermodelle gibt es als Pössl Campster (Citroën) und als Crosscamp (Opel und Toyota). War der Campster anfangs für gut 38.000 Euro zu haben, startet er mittlerweile bei 45.500 Euro.

Günstigere kompakte Camper bieten oft nur abgespeckte Funktionalität. Das kann bedeuten, dass es kein Aufstelldach oder keine Küchenzeile gibt. Schränke fehlen ebenfalls häufig. Manch günstiger vermeintlicher Campervan bietet im Grunde nicht mehr als eine Rücksitzbank, die sich zur Schlafstätte umfunktionieren lässt. Damit sind die kompakten Minivans eher was für den Kurztrip. Wenn du dir nicht sicher bist, welche Art Campingbus zu dir passt, haben wir hier einen Ratgeber für dich zusammengestellt:

Ausgebaute Kastenwagen unter 40.000 Euro (Ducato, Master, Jumper etc.)

Mit dem nötigen Kleingeld kann auch ein Citroën Jumper so aussehen. Unter 40.000 Euro muss man allerdings auch Kompromisse eingehen. (Bild: Citroën)

Roadcar R540 und R600

Roadcar heißt eine der zahlreichen Marken aus dem Pössl-Reich. Das günstigste Modell im Angebot ist der ausgebaute Kastenwagen Roadcar R540. Er kostet ab 39.099 Euro und verfügt serienmäßig über ein 1,95 Meter langes und 1,33 Meter breites Doppelbett im Heck. Der knapp sechs Meter lange R600 bleibt mit 39.999 Euro knapp unter 40.000 Euro. Hier gibt es mehr Stauraum und ein 1,57 Meter breites Bett. Die Küche mit Zweiflammkocher und 90-Liter-Kompressorkühlschrank bringt Roadcar auf der Beifahrerseite unter, gegenüber die Sitzecke und dahinter das Bad mit Duschwanne und schwenkbarer Toilette. Optional lässt sich die Sitzgruppe in eine dritte Schlafgelegenheit umwandeln.

Als Ausbaubasis dienen der Citroën Jumper mit 2,2-Liter-Diesel und 120 PS oder der Fiat Ducato mit ebenfalls 120 PS. Für 1.000 Euro mehr gibt es die 140-PS-Version. Serienmäßig liegt die maximal zulässige Gesamtmasse bei 3,3 Tonnen, die Zuladung bei 670 Kilogramm. Eine Auflastung auf 3,5 Tonnen kostet 839 Euro. Nicht an Bord sind unter anderem Klimaanlage, Radiovorbereitung und Beifahrerairbag.

Clever Sunny, Toury und Cleverly

Das Unternehmen Pössl baut zahlreiche Campervans auf Basis des Citroën Jumper: Gerade Exemplare mit großzügiger Ausstattung knacken die 40.000 Euro aber schnell. (Bild: Pössl)

Ebenfalls von Pössl stammt die Marke Clever Vans. Sie stellte im Herbst 2021 den Clever Sunny 540 vor. Das Einstiegsmodell startet bei einem Preis von 29.990 Euro. Das Fahrerhaus lässt sich vom Wohnraum abtrennen. Dahinter sitzt das Bad, gegenüber die Küchenzeile mit 70-Liter-Kühlschrank, Spüle und Zweiflammkocher. Die Sitzecke bringt Clever Vans vor dem Heckbett unter. Es misst nur 80 Zentimeter in der Breite, lässt sich aber auf bequeme 1,50 Meter ausziehen. Unter dem Bett gibt es einen großen Stauraum, der nur von außen zugänglich ist.

Basisfahrzeug ist der Citroën Jumper mit 120-PS-Diesel, wahlweise gibt es ihn mit 140 PS (ab 30.990 Euro) und 165 PS (ab 31.990 Euro). Eine manuelle Klimaanlage im Fahrerhaus gibt es serienmäßig, ebenso eine Radiovorbereitung. Sogar ein Tempomat ist an Bord. Serienmäßig liegt die Zuladung bei 665 Kilo, eine Auflastung von 3,3 auf 3,5 Tonnen kostet moderate 400 Euro.

Der Clever Sunny ist nicht der einzige Campingbus von Clever Vans unter 40.000 Euro. Der Toury 540 startet bei 36.990 Euro und setzt auf ein klassisches Layout mit Sitzecke hinter dem Fahrer. Allerdings verzichtet er auf eine Nasszelle: Es gibt nur eine Toilette, die im Schrank verschwindet. Eine Außendusche gibt es.

Das dritte Modell unter 40.000 Euro heißt Cleverly 540 und bietet auf zwei Etagen bis zu vier Schlafplätze im Heck. Auch hier starten die Preise bei 36.990 Euro für den Citroën Jumper mit 120 PS. Es gibt eine Nasszelle mit Dusche, Küchenblock, eine Sitzecke hinter dem Fahrerplatz und zwei drehbare Vordersitze.

Giottiline Giottivan 54T

Der italienische Hersteller Giottiline bietet mit dem Giottivan 54T ein Modell auf Jumper-Basis (120 PS), das bei 38.400 Euro startet. Wer lieber Fiat fährt, bekommt den 54T als Ducato ab 40.800 Euro. Das Layout ist klassisch, mit Doppelbett im Heck (1,30 mal 1,92 Meter), Küchenzeile auf der Beifahrerseite, Nasszelle und Sitzecke auf der Fahrerseite. Über der Sitzecke lässt sich ein drittes Bett bauen (1,85 mal 1,00 m). Für wenig mehr als 40.000 Euro gibt es den knapp sechs Meter langen Giottivan 60B bzw. 60T mit zweitem Doppelbett im Heck.

Der Basispreis verlangt Genügsamkeit. Klimaanlage fürs Fahrerhaus, Fahrer- und Beifahrerairbag, Tempomat, Radiovorbereitung und Lattenrost fürs Heckbett gibt es nur gegen Aufpreis. Allerdings verlangt Giottivan in einer Sonderaktion nur 690 Euro für alles. Damit bleibt der Campingbus unter 40.000 Euro. Nicht mal gegen Aufpreis gibt es allerdings mehr Leistung oder mehr Zuladung. Der Giottivan kommt ausschließlich mit 120-PS-Diesel und mit maximal 3,3 Tonnen zulässiger Gesamtmasse. Die Zuladung liegt bei mageren 515 Kilo.

Forster V 541

Der Forster V 541 reißt die 40.000-Euro-Marke leicht, denn er kostet mindestens 40.800 Euro. Allerdings stecken in der Basis Ausstattungsdetails, die bei günstigen Campingbussen gerne extra kosten: Klimaanlage im Fahrerhaus, Beifahrerairbag und Tempomat sind inklusive. Das Heckbett misst 1,90 mal 1,33 Meter, ein Einzelbett über die Sitzgruppe 1,83 mal 1,55 Meter. 70-Liter-Kühlschrank und Küchenzeile sind an Bord, Nasszelle mit WC ebenfalls. Drehbare Captain-Chairs kosten extra.

Als Fahrgestell dient der Fiat Ducato mit 120 PS in der 3,3-Tonnen-Version. Die Auflastung auf 3,5 Tonnen kostet 710 Euro. Ohne liegt die Zuladung bei 510 Kilogramm. Wer mehr Leistung möchte, bekommt bei Forster den Diesel mit 140, 160 oder 180 PS.

Pössl Vanster

Der California-Konkurrent Campster von Pössl hatte die 40.000-Euro-Marke bald nach Markteinführung übersprungen. Doch der Reisemobilspezialist hat das Portfolio nach unten ausgedehnt. Neben dem Campster gibt es den Vanster. Er entsteht auf Basis des Citroën Spacetourer oder des baugleichen Peugeot Traveller. Die Basis mit 120 PS starkem Diesel kostet 37.499 Euro, eine Version mit 145 PS bleibt mit 39.499 Euro ebenfalls unter 40.000 Euro. Wer lieber Mercedes fährt, bekommt mit dem Vanstar eine Variante auf Basis des Mercedes Vito ab 37.999 Euro mit 136-PS-Diesel und Automatik. Die Version mit 163 PS gibt es ab 38.999 Euro, 190 PS kosten 39.999 Euro.

Bei der Campingausstattung speckt Pössl Vanster und Vanstar im Vergleich zum Campster ab. Serienmäßig gibt es ein Aufstelldach mit Dachbett inklusive Lattenrost, drehbare Vordersitze und einen im Heck verstauten Induktionskocher. Küchenblock, Spüle, Schränke oder Kühlschrank fehlen also. Außerdem gibt es keine zusätzliche Stromversorgung für den Wohnraum. Pössl bietet diese Optionen als Zusatzausstattung an. Das Elektropaket mit 60-Ah-Batterie und die Campbox mit Zweiflammkocher, Spüle und Wasserpumpe kosten zusammen rund 3000 Euro. Damit werden Vanster und Vanstar teurer als 40.000 Euro.

Ausbauten von kleinen Herstellern und Mini-Camper

(Bild: VW Nutzfahrzeuge)

Neben den Autobauern und großen Wohnmobil-Spezialisten tummeln sich viele kleine Ausbau-Spezialisten auf dem Markt der Campingbusse. Umbauten gängiger Großraumvans gibt es hier vereinzelt für weniger als 40.000 Euro. Skycamper etwa baut den VW T6.1 ab 38.500 Euro zum Camper aus. Die Modelle St. Tropez und Saint Maxime verfügen über Schränke, Kocher, Tisch und Doppelbett. Allerdings fehlt das Aufstelldach. Eine zweite Batterie für den Wohnraum kostet extra, genau wie ein Kühlschrank.

Es bleibt also dabei: Vollwertige Campingbusse von der Größe eines VW California oder Mercedes Marco Polo findet man kaum für weniger als 40.000 Euro. Wer das Budget nicht überschreiten will, kann aber auch auf Platz verzichten. Zunehmend kommen sogenannte Mini-Camper auf Basis von Hochdachkombis wie VW Caddy oder Opel Combo/Vivaro auf den Markt.

Alpin Camper etwa bietet Ausbauten für diverse Hochdachkombis an. Mit Bett, Sitzecke, Küche, Heizung und Kompressorkühlschrank starten die Preise bei etwa 35.000 Euro. Wer ein Aufstelldach für Stehhöhe inklusive Bett möchte, zahlt gut 6.000 Euro extra. Preisbrecher im Sortiment ist der Mini-Camper auf Basis des Dacia Dokker. Den gibt es mit Bett, Kocher und isoliertem Boden schon ab 8300 Euro. Campmobil Schwerin bietet ebenfalls einen Mini-Camper an. Mit Bett, Spüle, Kocher, Kühlschrank, 80-Ah-Batterie, Tisch und Schränken kostet der VW Caddy Tramp ab 31.300 Euro.

Allen Mini-Campern ist gemeinsam: Sie bieten weniger Platz als Minivans vom Format eines VW T6. Wer Stehhöhe wünscht, bekommt zwar teilweise ein Aufstelldach als Extra. Doch das treibt den Preis in der Regel über 40.000 Euro.

Kastenwagen fürs Camping kaufen

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Titelbild: Pössl

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