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Autoversicherung mit 18: Tipps für Fahranfänger
6. Dezember 2021
Finanzierung & Versicherung

Autoversicherung mit 18: Tipps für Fahranfänger

Endlich 18. Die Volljährigkeit bedeutet nicht nur gefühlte Freiheit: Mit dem Führerschein und dem ersten eigenen Auto dürfen Fahranfänger ohne Begleitung Freunde besuchen, in den Urlaub oder zur Arbeit bzw. In die Schule fahren. Das neue oder gebrauchte Auto ist schon ausgesucht, die ersten Touren sind fest geplant. Fehlt nur noch die passende Kfz-Versicherung.

Dabei droht ein kleiner Schock: Für Führerschein-Neulinge liegen die Versicherungsprämien meist deutlich höher als von den Eltern gewohnt. Es gibt Gründe, warum die Autoversicherung für Fahranfänger so teuer ist. Aber es gibt auch Möglichkeiten, die Prämie zu reduzieren.

Warum sind die Versicherungsprämien für Fahranfänger so hoch?

Autoversicherungen für Fahranfänger kosten häufig mehr als 1.000 Euro pro Jahr. Diese hohe Prämie hängt damit zusammen, dass Fahranfänger überdurchschnittlich häufig in Unfälle verwickelt sind. Ihnen fehlt schlicht die Übung in vielen Situationen, deshalb machen sie mehr Fehler. Auch liegt statistisch belegbar in manchen Fällen eine erhöhte Risikobereitschaft vor. Dieses Risiko lassen sich die Auto-Versicherungen bezahlen.

Meist brauchen Fahranfänger mehrere unfallfreie Jahre, bis die Prämie für die Autoversicherung spürbar sinkt. Für die Berechnung der Kosten setzen die Versicherer sogenannte Schadens-Freiheits-Klassen, kurz SF-Klassen, an. Besonders teuer sind in dieser Matrix die Jahre zwischen Schadenfreiheitsklasse null und vier. Die Liste der Schadensfreiheitklassen endet bei 35. Nach vier bis fünf Jahren sinkt die Prämie also spürbar – sofern kein Unfall passiert.

Gibt es günstige Kfz-Versicherungen für Fahranfänger?

Die meisten Kfz-Versicherungen bieten spezielle Konditionen für Fahranfänger an. Über Vergleichsportale im Netz lassen sich die Unterschiede der Anbieter präzise ermitteln. Als Fahranfänger gelten Autofahrer in der Regel zwei bis vier Jahre. Mindestens aber so lange, bis sie ihre Probezeit erfolgreich beendet haben. Viele Versicherungen betrachten Fahrer unter 25 Jahre jedoch pauschal als Fahranfänger, da die Gruppe der 18- bis 24-Jährigen statistisch ein erhöhtes Unfallrisiko zeigt.

Wie können Fahranfänger bei der Autoversicherung sparen?

Vergleichen und durchrechnen – gerade vor Abschluss einer Autoversicherung für Fahranfänger ist das wichtig (Bild: iStock).

Der wichtigste Punkt: Vergleichen. Über Vergleichsportale oder über Online-Rechner auf den Webseiten der Versicherungen lassen sich die Preise der Versicherungen miteinander vergleichen. Das ist zwar mühsam, denn Nutzer müssen bei jedem Vergleich ihre Daten inklusive der ihres Autos, ihrer Wohn- und Parksituation etc. angeben, dafür erhalten Interessenten aber ein genaues Angebot.

Entscheiden sich junge Führerscheininhaber (oder die Eltern) für ein Leasing-Angebot, lohnt sich die Suche nach passenden Komplett-Angeboten. Denn einige Leasing-Angebote umfassen neben dem Auto auch die Kosten für Wartung und Kfz-Versicherung. Dies kann unter Umständen günstiger sein als der direkte Kauf eines Autos mit separater Versicherung. Auch Firmenfahrzeuge, die über Flottenversicherungen laufen, sind pro Auto günstiger versichert als einzelne Autos. In den Genuss dieses Vorteils kommen aber nur 18-jährige Kinder, deren Eltern eine Firma und mehrere Autos besitzen.

Wenn das Auto für Führerscheinneulinge als Zweitwagen der Eltern versichert wird, sinken die Prämien in vielen Fällen ebenso. Häufig starten die Autos in der Klasse ½ oder besser. Denn die Eltern besitzen zusätzlich für die Versicherungen relevante Werte wie einen bestimmten Beruf, eine Immobilie oder eine Garage.

Auch junge Autofahrer, die zuvor das „begleitete Fahren“ absolviert haben oder schon einen Moped- oder Motorradführerschein besitzen, zahlen meist niedrigere Kfz-Versicherungs-Beiträge. Der Grund: Fahranfänger, die am begleiteten Fahren teilnehmen, verursachen statistisch gesehen weniger Unfälle.

Nach Berechnungen von Finanztipp liegt das Sparpotenzial bei bis zu 38 Prozent, wenn das Auto auf die Eltern angemeldet ist und der Neuling in Begleitung fuhr. Im Schnitt liegen die Prämien bei Führerscheinneulingen, die am begleiteten Fahren teilgenommen haben, 31 Prozent niedriger als bei Führerscheinbesitzern, die ihren Führerschein erst mit 18 Jahren bekommen haben. Bei speziellen Familienversicherungen reduziert sich auch die Prämie für ein neu versichertes Fahrzeug.

Wenn die Eltern oder Großeltern schon eine Kfz-Versicherung besitzen, sollten Führerscheinneulinge auch diese Versicherungen anfragen. Besonders beliebt ist später eine Rabattüberführung.

Was ist eine Rabattübertragung?

Fährt ein Autofahrer mehrere Jahre unfallfrei, erhält er einen Rabatt von der Versicherung, den sogenannten Schadenfreiheitsrabatt. Seine Prämie wird dadurch günstiger. In bestimmten Fällen lassen sich die Rabatte auch auf einen anderen Versicherungsnehmer überschreiben. Legal möglich ist das bei der Übertragung von Schadenfreiheitsklassen zwischen Familienmitgliedern wie Großeltern, Eltern, Geschwistern und Personen in häuslicher Gemeinschaft. Allerdings erhält der Empfänger nur so viele Rabatt, wie er mit Führerschein theoretisch schadensfrei hätte fahren können.

Das bedeutet: Ein 18-jähriger Führerscheinneuling erhält keinen Rabatt. Eine 25-jährige Autofahrerin, die seit dem 18. Geburtstag eine gültige Fahrerlaubnis besitzt, kann jedoch einen Rabatt von sieben Jahren erhalten. Für Führerscheinneulinge bzw. Bei einer Kfz-Versicherung mit 18 Jahren lohnt sich eine Rabattübertragung daher nicht. Lukrativ wird es erst nach ein paar Jahren.

Der Spender der Rabatte verliert dabei allerdings seine Schadensfreiheitsrabatte. Diese Lösung eignet sich daher vor allem für Situationen, in denen ein älteres Familienmitglied mit viel Fahrerfahrung kein Auto mehr fahren möchten. Oder aber für den Zweitwagen der Eltern, der dann auf den Fahranfänger umgemeldet wird.

Was kosten Kfz-Versicherungen?

Die Preise von Kfz-Versicherungen variieren stark. Die Versicherungen setzen viele verschiedene Faktoren zur Preisberechnung an. So den Fahrzeugtyp, den Wohnort des Halters, die Parksituation oder die voraussichtliche jährliche Laufleistung. Versicherer fragen vor Vertragsschluss ab, wer das Auto fährt, wie viele Kilometer im Jahr zurückgelegt werden sollen und wo das Auto in der Regel parkt – etwa in einer Garage, auf dem eigenen Grundstück oder auf der Straße.

Auch der Schadenfreiheitsrabatt des Versicherungsnehmers fließt in die Berechnung ein. Für Fahranfänger unter 25 ohne eigene Garage ist die Versicherung daher teurer als für einen 40-Jährigen mit sicherem Stellplatz.

Worauf sollten Fahranfänger bei Versicherungen achten?

Vor allem die Leistungen der Versicherung sollten vor Abschluss genau unter die Lupe genommen werden (Bild: iStock).

Fahranfänger achten beim Auto versichern am besten nicht nur auf den Preis. Vielmehr geht es auch um den Versicherungsschutz bei anderen Leistungen, die die Versicherungen anbieten. Auf Vergleichsportalen lassen sich einige Kfz-Versicherungen für Fahranfänger miteinander vergleichen. Es gibt auch Versicherungen, die mit speziellen Dongles (Stecker für den OBDII-Anschluss) das Fahrverhalten kontrollieren können – und dafür satte Rabatte geben. Bei defensiver und guter Fahrweise sind dann bis zu 30 Prozent Einsparungen möglich.

Wie lassen sich weiter Kosten bei der Kfz-Versicherungen sparen?

Neben dem Alter des Versicherten richtet sich die Kfz-Prämie nach dem Auto, also Marke und Modell. Denn verschiedene Modelle sind statistisch unterschiedlich stark in Unfälle verwickelt. Gerade Kleinwagen können in der Versicherungseinstufung sehr hoch liegen, da sie oft von Fahranfängern und oft in der Stadt gefahren werden. Das bedeutet: Trotz höherer Kraftstoffkosten durch einen höheren Verbrauch und womöglich höhere Wartungs- und Reparaturkosten kann das größere Auto so am Ende günstiger sein.

Tipp: Interessierte sollten vor dem Kauf eines Autos kontrollieren, wie teuer die Kfz-Versicherung für Führerscheinneulinge ist – für einen Kleinwagen und für ein Mittelklassefahrzeug. Auf den Seiten des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) lassen sich die jeweiligen Typklassen ablesen. In der Haftpflichtversicherung reichen sie von Typ 10 bis 25.

In vielen Städten können Autofahrer auch Carsharing-Angebote nutzen. Dabei zahlen Nutzer für die Autos nach Zeit oder nach Strecke. Das ist nicht nur modern und (je nach Fahrleistung) effizient. Es ist ebenso eine gute Möglichkeit, Fahrpraxis zu erzielen, ohne ein eigenes Auto zu besitzen. Die Mietdauer oder die gefahrenen Kilometer lassen sich später beim Carsharing-Dienstleister abrufen und bestätigen. Damit wird die Kfz-Versicherung beim ersten eigenen Auto günstiger.

Zuletzt lässt sich auch bei der Versicherungsart zahlen. Gesetzlich vorgeschrieben ist nur die Haftpflicht, die keine Schäden am eigenen Auto abdeckt. Wenn das erste eigene Auto ein älteres Modell mit niedrigem Restwert ist, reicht diese Versicherung meist aus. Ergänzen lässt sie sich durch eine Teilkasko. Die beinhalteten Schäden durch Diebstahl, Brand, Explosion, Sturm, Hagel, Überschwemmung und Zusammenstöße mit Haarwild. Eine Vollkaskoversicherung ist meist auch unabhängig vom Schadenfreiheitsrabatt für ein älteres Auto unverhältnismäßig teuer.

Wer die hohen Kosten für eine Fahranfänger-Versicherung dennoch scheut, sollte wissen: Auch wenn sich das Kind kein eigenes Auto kauft und stattdessen mit dem elterlichen Auto fahren will, muss dessen Kfz-Versicherung angepasst werden. Dann wundern sich allerdings nicht die Kinder über die hohen Beiträge, sondern die Eltern.

Versicherung abschließen: mit heycar und Allianz

Wenn ihr als Fahranfänger noch auf der Suche nach der richtigen Versicherung für euer erstes Auto seid, schaut doch mal auf der Website der Allianz vorbei. Die Allianz ist ein Partner von heycar und bietet für jeden passende Kfz-Versicherungen an. Lass' dich hier beraten und einen Tarif berechnen.

Titelbild: iStock

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** Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2 -Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem 'Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2 -Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.
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