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Autositze reinigen: So geht's
17. August 2020
Wartung & Pflege

Autositze reinigen: So geht's

Schnell am Samstag in die Waschanlage düsen und sich im Handumdrehen über ein blitzsauberes Auto freuen. Klasse! Wenn es nur genauso einfach wäre, die Autositze zu reinigen. Ist es leider nicht. Daher rangiert die Autopolsterreinigung häufig nicht sonderlich weit oben auf der Beliebtheitsskala. Damit du künftig mehr Spaß an der Sache hast, haben wir lesenswerte Tipps rund ums Thema zusammengestellt. Sie sollen dir dabei helfen, deine Polster schneller und besser wieder auf Vordermann zu bringen.

Polsterreinigung im Auto: Wissenswertes zur (un-)beliebten Tätigkeit

Selbst wenn Autositze reinigen nicht zu deinen Lieblingsbeschäftigungen zählen sollte: Es lohnt sich. Schließlich gehört es bei einem glänzenden Äußeren dazu, dass auch die inneren Werte stimmen. Ansonsten ist es mit dem guten ersten Eindruck rasch wieder vorbei. Auch in puncto Wohlfühlen gewinnst du einiges, wenn keine Kekskrümel in den Ritzen stecken oder Wasserflecken auf dem Autositz die Harmonie stören.

Und: Wenn du dein Auto einmal verkaufen möchtest, ist ein gepflegter Innenraum ebenfalls von Vorteil. Du hast schnell einige Euros mehr in der Tasche, wenn du regelmäßig eine Polsterreinigung im Auto durchgeführt hast.

Wie häufig du deine Autopolster reinigen musst, hängt vor allem davon ab, wie intensiv du das Auto nutzt und ob du beispielsweise Vierbeiner mitnimmst. Auch bei Kindern an Bord geht des Öfteren mal etwas daneben. Solche Missgeschicke solltest du am besten schnell entfernen, bevor der Schmutz eintrocknet und richtig einzieht. Generell zahlt es sich aus, die Autopolsterreinigung regelmäßig durchzuführen, damit sich keine unangenehmen Gerüche festsetzen. Als grober Richtwert lässt sich festhalten, dass man zweimal pro Jahr seine Autositze reinigen sollte.

Was braucht man nun, um Autositze ordentlich zu reinigen? Neben etwas Muße sind ein wenig Zeit und die richtigen Mittel von Vorteil. Im Handel sind dafür zahlreiche Produkte erhältlich. Wer im Dschungel der Reinigungsmittel noch etwas Orientierung benötigt, kann beispielsweise bei der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) nachschauen. Sie hat verschiedene Mittel für die Polsterreinigung im Auto untersucht. Alternativ lassen sich auch Hausmittel austesten.

Mikrofasertücher sind besonders saugfähig und eignen sich deshalb ideal für die Polsterreinigung. (Bild: iStock)

Wichtig: Checke am besten erst die Materialverträglichkeit aller verwendeten Mittel – ob aus dem Handel oder dem Haushalt. Verwende dazu idealerweise eine unauffällige Stelle an deinem Autositz. Vorsicht ist bei zu scharfen Mitteln angesagt, die die Autopolster beim Reinigen beschädigen könnten.

Wer seine Autositze selbst reinigt, spart in der Regel Geld. Denn eine professionelle Kfz-Polsterreinigung hat durchaus ihren Preis. Bei besonders hartnäckigen Flecken kann es dennoch vorteilhaft sein, einen Experten zurate zu ziehen. Dann riskiert man nämlich nicht, stark verschmutzte Autositze übermäßig zu reinigen und dabei die Polster zu schädigen.

Autopolsterreinigung: Die wichtigsten Schritte für zuhause

Gleich erklären wir dir Schritt für Schritt, wie du die Bezüge deiner Autositze sauber machen kannst. Bevor die eigentliche Putzaktion startet, sorge aber noch für freie Bahn im Innenraum. Dazu solltest du alle Gegenstände – wie Stifte, Zeitschriften oder alte Kassenbelege – heraus räumen (und am besten gleich aussortieren). So kannst du wirklich jeden Autositz gründlich reinigen und alle Ecken erreichen. Darüber hinaus ist es ratsam, ausreichend Zeit einzuplanen, um gegebenenfalls Produkte etwas einwirken und Polster trocknen zu lassen.

Schritt 1: Gründlich saugen

Im ersten Schritt geht es ums Grobe: Du entfernst zunächst Dreck, Haare, Staub und Co. Am besten eignet sich dazu ein kraftvoller Sauger, wie es ihn zum Beispiel in Waschanlagen gibt. Du hast zuhause eine Garage beziehungsweise einen Stellplatz mit einem Stromanschluss? Super, dann kannst du auch ganz bequem deinen Staubsauger aus deinem „normalen“ Haushalt verwenden.

Hat der Staubsauger einen schmalen Aufsatz, kommst du mit dieser Düse gut in Spalten und Zwischenräume. Sei dabei allerdings vorsichtig. Der Aufsatz könnte zum Beispiel Ledersitze verkratzen oder zu Ausfransen führen, wenn du empfindliche Stoffsitze reinigst. Ebenfalls umsichtig sein sollte man mit Kunststoffflächen. Sie sind teilweise auch recht anfällig für Kratzer. Am besten kannst du die Saugstärke an die jeweilige Fläche anpassen, die du gerade säuberst.

Staubsauger mit schmalen Aufsätzen eignen sich für die Autositzreinigung am besten. (Bild: iStock)

Und wenn du schon einmal dabei bist: Reinige nicht nur die Autositze, sondern sauge auch Fußmatten und -räume sowie alle Fächer aus. Falls häufiger ein Vierbeiner im Kofferraum mitreist, arbeite auch hier besonders gründlich.

Schritt 2: Autopolster reinigen

Im zweiten Schritt geht es um die Autopolsterreinigung an sich. Im Handel findest du dafür zahlreiche Schaumreiniger, die beispielsweise speziell Stoffsitze reinigen. Üblicherweise sprüht man solche Mittel auf die Flächen auf und massiert sie anschließend mit kreisförmigen Bewegungen ein. Achte bei verwendeten Bürsten am besten auf weiche Modelle oder wähle alternativ einen Schwamm.

Lese bei den jeweiligen Mitteln stets die Hinweise auf der Verpackung. Nach der individuellen Einwirkzeit, die man übrigens nicht überschreiten sollte, saugst du das Reinigungsmittel in der Regel wieder weg. Noch ein Tipp: Bearbeite komplette Polsterabschnitte auf einmal. Indem du nicht punktuell, sondern flächig vorgehst, kannst du unschönen Flecken vorbeugen.

Und wie sieht es bei glattem Leder aus? Insofern es gut präpariert und imprägniert ist, ist es recht widerstandsfähig gegen Flecken. Manchmal lassen sich Verschmutzungen sogar einfach mit einem feuchten Lappen entfernen. Dosiere Wasser aber generell umsichtig. Darüber hinaus ist es wichtig, die für das Material passenden Reinigungsprodukte zu verwenden, also speziellen Lederreiniger und extra Lederpflegemittel. Andernfalls läufst du Gefahr, das Leder zu beschädigen. Auch bei einigen Hausmitteln, zum Beispiel bei Rasierschaum (siehe unten), ist Zurückhaltung angesagt.

Schritt 3: Polster trocknen

Nachdem die Autositze gereinigt sind, muss das Gewebe wieder trocknen. Das nimmt teilweise einiges an Zeit in Anspruch – je nachdem, mit wie viel Wasser du gearbeitet hast. Auto-Sitzpolster reinigt man daher am besten bei warmem Wetter. Dann können die Polster mit offenen Türen richtig gut durchtrocknen. Ein trockenes, saugfähiges Tuch kann ebenfalls dabei helfen, Flüssigkeit von den Polstern aufzunehmen. Vermeide es in jedem Fall, das Auto bei noch nassen oder feuchten Sitzen wieder zuzuschließen. Reste von Feuchtigkeit können zu einem unangenehmen Geruch führen oder schlimmstenfalls Schimmel begünstigen.

Schritt 4: Autositze imprägnieren

Deine Polster sind sauber, trocken und erstrahlen in neuem Glanz? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um an eine passende Imprägnierung zu denken. Denn was man vor allem von Schuhen kennt, kann sich auch bei Textilpolstern lohnen. Eine Imprägnierung soll verhindern, dass Dreck und Flüssigkeit in die Fasern eindringen können. Damit kannst du schließlich dein sauberes Ergebnis für die kommende Zeit bewahren und im Idealfall Schmutz künftig leichter entfernen.

Herkömmliche Haushaltsmittel wie Rasierschaum können auch zur Polsterreinigung genutzt werden. (Bild: iStock)

Achte beim Imprägnieren darauf, dass das gewählte Mittel zu den Fasern passt. Zudem solltest du es möglichst rasch nach dem Trocknen auftragen. Andernfalls lagert sich auf den Polstern wieder Staub ab und erschwert, dass das Mittel richtig haftet.

Alcantara reinigen – ein Spezialfall?

Elegantes Veloursleder fühlt sich angenehm samtartig an. Allerdings ist das Material im Gegensatz zu Glattleder recht empfindlich gegenüber Schmutz, weil es offenporig ist. Und was ist mit Alcantara? Schließlich sieht es Veloursleder teils zum Verwechseln ähnlich. Jedoch handelt es sich bei Alcantara um einen synthetischen Stoff, den man als Alternative zu Leder einsetzt. Hochpreisig ist er allerdings üblicherweise trotzdem.

Um dein edles Alcantara zu reinigen, kannst du jedoch meist auf „normale“ Polsterreiniger zurückgreifen (im Gegensatz zu Rauleder). Im Handel gibt es zahlreiche Mittel, die gleichzeitig für Textilien und Alcantara ausgelobt sind. Frage im Zweifelsfall aber einfach beim Hersteller nach – es gibt auch einige Spezialprodukte und -fälle.

Autositze reinigen mit Hausmitteln

Wenn die Beschaffenheit deines Sitzpolsters nicht dagegenspricht, lassen sich auch einige Hausmittel zur Autopolsterreinigung ausprobieren. So könntest du alternativ zu Reinigungsschaum beispielsweise auch auf einen sanften Haushaltsreiniger und reichlich warmes Wasser zurückgreifen. Auch hier wieder flächig vorgehen, um störende Wasserflecken auf dem Autositz zu verhindern.

Rasierschaum ist ebenfalls ein häufig genanntes Hausmittel. Er soll nicht nur helfen, fleckige Autositze zu reinigen, sondern riecht dabei auch noch angenehm. Wie Reinigungsschaum kann man ihn in Polster einmassieren. Allerdings musst du ihn anschließend wieder gründlich entfernen, damit keine Rückstände bleiben. Zudem eignet er sich nicht für jedes Material.

Gleiches gilt auch für Essig. Er soll unter anderem dabei helfen, festsitzende Gerüche in Polstern zu entfernen. Dazu gibt man üblicherweise ein wenig Essig mit in das Putzwasser hinzu. Der eigentliche Essiggeruch, der auch nicht jedermanns Sache ist, sollte rasch von selbst wieder verschwinden.

Alternativ zu diesen Prozeduren per Hand kannst du – je nach Autositz – gegebenenfalls auch einen Nassstaubsauger, manchmal Sprühextraktionsgerät genannt, wählen. Der Clou dabei: Das Gerät gibt Reiniger auf die Polster ab und saugt anschließend das Schmutzwasser direkt wieder weg. Damit wird es noch einfacher, Autopolster gleichmäßig zu reinigen und zum Beispiel Wasserflecken zu entfernen. Ebenfalls noch im Angebot sind Dampfreiniger. Man befüllt sie mit Wasser und reinigt dann Sitze mit heißem Dampf.

Egal ob du dich letztendlich für einfache Hausmittel oder Markenprodukte entscheidest, mit unseren Tipps wird die Reinigung deiner Autositze hoffentlich zu einer schmerzlosen Aufgabe.

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