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KFZ Kennzeichen Übersicht - Deutschland & International von A - Z
25. Dezember 2019
Verkehr & Infrastruktur

KFZ Kennzeichen Übersicht - Deutschland & International von A - Z

Wem gehört das KFZ-Kennzeichen?

Zeig mir dein Kennzeichen und ich sage dir, woher du kommst. Hast du dich beim Fahren auf der Autobahn oder Landstraße auch schon mal gefragt, woher der Fahrer im Auto vor dir kommt? Das Autokennzeichen verrät es dir. Doch es gibt Ausnahmen, bei denen das Nummernschild irreführend ist. Welche das sind und für welche Städte oder Bezirke die Abkürzungen auf den Kennzeichen stehen, erfährst du hier.

Freie Liste aller Autokennzeichen / Kfz-Nummernschilder von A - Z

Das Einmaleins der Autokennzeichen

Der Name verrät alles: Autokennzeichen sind einmalig und kennzeichnen so dein Auto. Die Kombination aus Buchstaben und Zahlen wird von einer KFZ-Zulassungsstelle vergeben. Die einmalige Kennung wird auf dem Nummernschild vermerkt. Jedes Fahrzeug ist verpflichtet, das Nummernschild vorne und hinten zu tragen. Wenn du mit Anhänger fährst, benötigst du auch für diesen eine eigene Kennzeichnung.

Wie ist ein Kennzeichen aufgebaut? Die Unterscheidungszeichen bestehen aus einem bis drei Buchstaben. Diese stehen für den Verwaltungsbezirk, in dem die jeweilige Zulassungsbehörde sitzt. Bekannte Beispiele sind B (Berlin) oder H (Hannover). Darauf folgt die Erkennungsnummer. Diese besteht aus ein oder zwei Buchstaben und ein bis vier Ziffern. Sie ist bei jedem Auto individuell – anders als das Unterscheidungszeichen. Insgesamt besteht das einmalige Nummernschild aus maximal acht Zeichen.

Mit Eurokennzeichen durch die EU

Seit November 2000 ist das Eurokennzeichen verfügbar. Dieses steht für die Zusammengehörigkeit der Staaten. Damit darfst du innerhalb der EU ohne zusätzliches D-Schild fahren. Doch es gibt Ausnahmen: In den Nicht-EU-Ländern Schweiz, Liechtenstein und Norwegen ist das Eurokennzeichen allein auch ausreichend.

Woran erkennst du das Euro-Kennzeichen? Am linken Rand symbolisieren ein blaues Band und die zwölf Sterne der europäischen Flagge die Zugehörigkeit zur EU. Das Länderkennzeichen ergänzt die Information, aus welchem Land Auto und Fahrer kommen. Die Nationalität ist meistens in weißer Schrift angegeben, in manchen Ländern ist sie gelb.

KFZ-Kennzeichen in Deutschland: eine Übersicht

Jedes Land hat ein eigenes KFZ-Länderkennzeichen. Doch Nummernschilder verraten noch mehr: In Deutschland gibt es mehrere hundert verschiedene Unterscheidungszeichen, die die Heimat des Autos und Fahrers noch genauer angeben. Wir haben für dich eine vollständige KFZ-Kennzeichen Liste für Deutschland erstellt – von A, wie Augsburg, bis ZZ, wie Zeitz.

Neues Auto – neues Autokennzeichen

Wenn du einen Neuwagen kaufst, muss dieser auf dich angemeldet werden. Wir haben für dich eine Checkliste verfasst, was du alles für die Anmeldung benötigst. Nicht vergessen: Eine Autohaftpflichtversicherung muss bereits vor der Zulassung abgeschlossen und dann vorgewiesen werden.

  • Ausweisdokument (Personalausweis oder Reisepass)

  • Bestätigung über eine KFZ-Versicherung (eVB-Nummer)

  • Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung Teil II)

Möchtest du ein neues Auto anmelden, bist du nicht allein: Im Jahr 2018 wurden laut ADAC ungefähr 4,3 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen. Insgesamt vermerkte der Kraftfahrzeugbestand am 01.01.2019 rund 64,8 Millionen in Deutschland zugelassene Fahrzeuge.

Die Sonderkennzeichen

Neben Länderkennzeichen und Abkürzungen für Bezirke oder Städte gibt es abweichende Sonderkennzeichen. Hier findest du eine Übersicht, was die besonderen Kombinationen bedeuten:

KennzeichenBedeutung
AD/AFPrivatfahrzeuge der US-Streitkräfte in Deutschland
BDBundestag, Bundesrat, Bundespräsidialamt, Bundesregierung, Bundesverfassungsgericht
BPBundespolizei
BWBundes-Wasser- und Schifffahrtsverwaltung
THWTechnisches Hilfswerk
0Diplomatisches Corps
XBundeswehrfahrzeuge der NATO-Hauptquartiere
YBundeswehr
CCCorps Consulaire
CDCorps Diplomatic

Sonderkennzeichen für Landesbehörden:

KennzeichenBedeutung
BBerlin
BBLBrandenburg
BWLBaden-Württemberg
BYLBayern
HBFreie Hansestadt Bremen
HELHessen
HHFreie und Hansestadt Hamburg
LSASachsen-Anhalt
LSNSachsen MVL Mecklenburg-Vorpommern
NLNiedersachsen
NRWNordrhein-Westfalen
RPLRheinland-Pfalz
SALSaarland
SHSchleswig-Holstein
THLThüringen

Wunschkennzeichen: Du hast die Wahl

Viele Fahrzeughalter möchten ihr Autokennzeichen gerne selbst auswählen. Das ist bei den meisten Zulassungsstellen in Deutschland auch möglich. Bei einem sogenannten Wunschkennzeichen wird die Erkennungsnummer frei gewählt. Voraussetzung dafür ist, dass diese einzigartig und noch nicht vergeben ist. Ob dein Wunschkennzeichen noch verfügbar ist, kannst du online prüfen.

Doch auch bei Wunschkennzeichen gibt es nicht erlaubte Buchstaben und Kombinationen. Dazu zählen Kürzel wie HJ, KZ, NS, SA, SD oder SS. Weitere Einschränkungen sowie Ausnahmen variieren je nach Bundesland. Eine Liste mit freien Kennzeichen kannst du im Internet suchen. Die Kosten für die Registrierung sind in ganz Deutschland einheitlich und betragen 10,20 €. Wenn du die individuelle Kombination online vorab reservieren möchtest, kostet das 2,60 €.

Besitzer eines Wunschkennzeichens freuen sich besonders: Seit 2015 darfst du auch nach einem Wohnortwechsel innerhalb Deutschlands das Autokennzeichen für deinen PKW behalten. Dies ist nach dem Umzug umgehend der Zulassungsstelle zu melden. Natürlich kannst du das Kennzeichen auch an die neue Adresse anpassen. Dazu benötigst du alles, was auch für eine reguläre neue Anmeldung nötig ist, sowie das bestehende Kennzeichen zur Entstempelung.

Mehr als nur ein Kennzeichen

Besondere Fahrzeuge – besondere Kennzeichen: Oldtimer werden mit einem „H“ am Ende der Erkennungsnummer gekennzeichnet. Elektrofahrzeuge, Brennstoffzellenfahrzeuge und Plug-in-Hybride sind seit 2015 mit einem „E“ an derselben Stelle markiert. Einige steuerbefreite Autos, wie Fahrzeuge aus der Land- und Forstwirtschaft, sind an einem grünen Kennzeichen erkennbar.

Auch für spezielle Nutzungsarten sind besondere Nummernschilder verfügbar. Das Saisonkennzeichen ist ideal, wenn du dein Fahrzeug nicht ganzjährig nutzt. Dies ist häufig bei Cabrios, Wohnmobilen oder Motorrädern der Fall. Hinter der Erkennungsnummer sind der erste und letzte Monat angegeben, für die das Fahrzeug zugelassen ist. Der Zeitraum darf von zwei bis höchstens elf Monate reichen. Der Vorteil: Eine An- und Abmeldung ist nicht notwendig. Kurzzeitkennzeichen erkennst du am Datum auf der rechten Seite und einer Erkennungsnummer, die mit 03 oder 04 beginnt. Dieses Nummernschild ist nur für maximal fünf Tage gültig.

Diplomaten erhalten ein eigenes Kennzeichen, das mit einer 0 beginnt. Danach folgen zwei Zahlenkombinationen, die das Herkunftsland und den Dienstgrad angeben. Für den Export eines Fahrzeuges ein Ausfuhrkennzeichen benötigt. In einem roten Balken auf der rechten Seite ist das Gültigkeitsdatum angegeben.

Ein Kennzeichen, zwei Fahrzeuge: Das Wechselkennzeichen

Seit 2012 ist mit dem Wechselkennzeichen ein Autokennzeichen für zwei Autos ausreichend. Es bietet damit eine ganzjährige Alternative zum Saisonkennzeichen. Auch für Wohnmobile, Motorräder und Anhänger mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 750 Kilogramm kann ein Wechselkennzeichen beantragt werden. Die Voraussetzungen zur Nutzung sind: Beide PKWs müssen in die gleiche Fahrzeugklasse fallen und für die gleichen Abmessungen des Schildes geeignet sein. Wann ist das mehrfach nutzbare Nummernschild eine sinnvolle Alternative? Vor allem wenn du einen Oldtimer, ein Cabrio, Motorräder oder einen Wohnwagen besitzt, ist es eine Überlegung wert. Beachte jedoch, dass immer nur ein Fahrzeug auf der Straße fahren darf. Tägliches Kennzeichenwechseln ist nicht empfehlenswert. Bevor du mit einem Fahrzeug auf eine öffentliche Straße fährst, muss das Kennzeichen auf diesem angebracht werden. Auch Parken auf öffentlichen Flächen ist ohne angebrachtes Nummernschild nicht erlaubt. Ein Teil des Kenneichens ist auf das Fahrzeug bezogen und bleibt immer auf diesem angebracht. Auf diesem Abschnitt ist auch der TÜV vermerkt. Ein Teil des Schildes wird zwischen den Autos gewechselt.

Gebrauchtwagenkauf – Brauche ich ein neues Kennzeichen?

Wenn du einen Neuwagen kaufst, kümmert sich in der Regel der Händler um die Zulassung und das Kennzeichen. Du interessierst dich für einen Gebrauchtwagen? In diesem Fall musst du die Ummeldung des Fahrzeuges oft selbst in die Hand nehmen. Alternativ kann das Auto auch erst abgemeldet werden. Dies wird vom ADAC aus Sicherheitsgründen empfohlen.

Seit 2019 bist du nicht mehr verpflichtet, ein neues Kennzeichen zu beantragen. Du kannst daher das bestehende Nummernschild des gebrauchten Fahrzeuges behalten. Auch dann, wenn die Abkürzung nicht deinen Wohnort anzeigt. Wenn du zuvor dein altes Auto abgemeldet hast, kannst du auch deine gewohnte Nummer für das neue Fahrzeug nutzen.

Entscheidest du dich für ein neues Kennzeichen, benötigst du zusätzliche Dokumente bei der Anmeldung. Dazu zählen die Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein), ein Nachweis über die letzte Haupt- und Abgasuntersuchung sowie ein Nachweis über das aktuelle Kennzeichen.

Pflege und Verlust deines Nummernschildes

Bei KFZ-Kennzeichen gilt es ein paar Dinge zu beachten: Beide Schilder eines Fahrzeuges müssen jederzeit gut lesbar sein. Sie dürfen nicht spiegeln, verdeckt oder verschmutzt sein. Bei Dunkelheit ist das hintere Kennzeichen zu beleuchten. Auch Glas oder eine Folie dürfen nicht darauf angebracht werden. Achte im Winter darauf, dass das Nummernschild nicht von Eis oder Schnee verdeckt ist.

Laut ADAC werden in Deutschland jährlich ungefähr 160.000 Nummernschilder gestohlen (Stand: Mai 2019). Während holprigen Fahrten kann ein Schild auch verloren gehen. Doch was ist zu tun, wenn plötzlich ein Kennzeichen fehlt? In jedem Fall umgehend die Versicherung informieren. Diebstahl auch der Polizei melden und anzeigen. In beiden Fällen ist es notwendig, neue Schilder zu beantragen. Denn das Fahren ohne Autokennzeichen steht unter Strafe.

Führt das Kennzeichen zum Fahrzeughalter?

Das Kennzeichen verrät, aus welchem Land ein Auto kommt und in welchem Landeskreis die Anmeldung erfolgte. Doch führt die Suche nach einem Autokennzeichen bis zum Halter? In der Praxis kann dies relevant sein, wenn du beim Ausparken das andere Auto beschädigst. Notiere dir in diesem Fall das Kennzeichen. Der einfachste und sicherste Weg ist es, die Polizei zu kontaktieren. Diese kann den Fahrzeughalter sofort ermitteln. Suchst du selbst den Besitzer eines Kennzeichens, benötigst du einen triftigen Grund. Das heißt im Klartext: Die Suche muss der Verfolgung von Rechtsansprüchen dienen. In manchen Gebieten, wie beispielsweise Berlin, geht das mittlerweile auch online. Die Kosten für die Auskunft über den Fahrzeughalter belaufen sich auf 5,10 €.

Fazit: Was Autokennzeichen wirklich verraten

Autokennzeichen verraten viel, aber nicht alles über die Herkunft eines Fahrzeugs. Besonders bei Gebrauchtwagen oder nach einem Umzug kann der Besitzer mittlerweile in einem anderen Bundesland wohnen.

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