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Autokauf in Zeiten von Corona: das solltest du beachten
26. März 2021
Regularien

Autokauf in Zeiten von Corona: das solltest du beachten

Das Jahr 2020 war hauptsächlich durch ein weltbewegendes Ereignis geprägt – dem Ausbruch und der daraufhin globalen Ausbreitung des lebensgefährlichen Coronavirus. Weltweit gab es massive Einschnitte in das gesellschaftliche Leben sowie die nationale und internationale Wirtschaft.

Auch die Automobilindustrie wurde durch die Pandemie stark getroffen. Zum einen waren und sind noch immer einige Lieferketten zu verschiedenen Zulieferern unterbrochen, zum anderen läuft die Automobilproduktion durch strenge Auflagen nicht so reibungslos wie gewohnt. Darüber hinaus sind durch verschiedene Lockdown-Maßnahmen sehr viele Autohändler gezwungen, ihren Betrieb vorübergehend zu schließen oder dürfen nur unter strengen Auflagen öffnen.

Wir möchten dir in diesem Artikel erläutern, welche Möglichkeiten du beim Kauf von Neu- und Gebrauchtwagen hast und worauf du achten solltest.

Autokauf in Coronazeiten – geht das überhaupt?

Selten war der Kauf eines Autos so kompliziert wie in Zeiten von Corona, denn zusätzlich zu den üblichen Entscheidungsschwierigkeiten gesellen sich nun auch noch massive organisatorische Beschränkungen.

Während über den Jahreswechsel 2020/2021 alle Autohäuser aufgrund der Pandemie geschlossen waren, dürfen seit dem 8. März 2021 Autohändler wieder Kunden empfangen, natürlich unter strengen Auflagen. Der wichtigste Anhaltspunkt ist dabei der Inzidenzwert an COVID-19-Neuinfektionen, an den ein Stufenplan mit verschiedenen Lockerungen geknüpft ist.

Bei einem Inzidenzwert von über 100 gelten üblicherweise die Bestimmungen, die bis zum 7. März galten. Hierbei ist beispielsweise ein kontaktloser Automobilkauf einschließlich Hol- und Bringdienst möglich, Showrooms bleiben allerdings geschlossen. Erst bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 ist der Empfang von Kunden auf Verkaufsflächen möglich. Die Anzahl der Kunden hängt dabei von der Größe der Verkaufsfläche ab, außerdem bedarf es einem fest vereinbarten Termin.

Selbstverständlich müssen auch hier die Auflagen des Bundesgesundheitsministeriums eingehalten werden, wie zum Beispiel die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Maske und das Einhalten des Sicherheitsabstands von mindestens anderthalb Metern.

Viele Autohändler haben sich entschieden trotz Lockerungen geschlossen zu bleiben. (Bild: iStock)

Ab einem Inzidenzwert von unter 50 ist meist auch ein Verkaufsgespräch ohne festen Termin und Registrierung möglich, bei unter 35 sind weitere Lockerungen hinsichtlich maximaler Kundenanzahl je Verkaufsfläche möglich. Diese Angaben können sich jedoch regional unterscheiden und sich je nach Entwicklung der Pandemie jederzeit wieder ändern.

Auch der private Gebrauchtwagenkauf ist derzeit möglich. Allerdings sollte man auch hierbei den aktuellen Bestimmungen Folge leisten.

Diese Möglichkeiten hast du bei Autohäusern und Händlern

Die Pandemie fordert außergewöhnliche Maßnahmen und hat durch den Zwang zum Umdenken bereits einige neue Geschäftsmodelle herausgebracht. Das gilt auch für den Verkauf von Neu- und Gebrauchtwagen.

Online-Service ohne Infektionsrisiko

Auch wenn der Inzidenzwert eine Beratung vor Ort nicht erlaubt, bieten dir Autohändler während des Lockdowns viele weitere Möglichkeiten, einen Neu- oder Gebrauchtwagen zu kaufen. Einige Händler bieten dir einen umfangreichen Online-Service, mit dem sie weitgehend alle Aspekte einer Besichtigung vor Ort abdecken. So wird dir das Fahrzeug beispielsweise in einer Videokonferenz in Echtzeit präsentiert, sodass du dir einen guten Überblick über den optischen Zustand des Fahrzeugs verschaffen kannst. Auch die Kaufabwicklung inklusive Verhandlungsgespräch kann online vonstattengehen. Somit wird dir der volle Service ohne Infektionsrisiko ermöglicht.

Click & Meet: Sicherer Autokauf vor Ort

Erlauben die Inzidenzwerte einen Beratungs- und Verkaufstermin vor Ort, so wird dennoch dafür Sorge getragen, das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Ein vollumfänglicher Service kommt dabei aber nicht zu kurz.

Im Vorfeld solltest du zunächst einen verbindlichen Termin mit dem Autohaus deiner Wahl vereinbaren, damit der Händler alle Vorbereitungen für dich treffen kann. Die Terminvereinbarung kann schnell und unkompliziert online vorgenommen werden. Zu den Vorbereitungen seitens der Verkäufer zählen unter anderem die Desinfektion aller relevanten Kontaktflächen am und im Fahrzeug wie Türgriffe, Sitze, Lenkrad, Multimediasystem, Schalter und Sonnenblende. Außerdem können Verkäufer die Fahrzeuge im Showroom so positionieren, dass sich Kunden nicht zu nahekommen. Für dich gelten die allgemein gültigen Regelungen der Maskenpflicht und Abstandswahrung.

Die Beratung selbst verläuft wie gewohnt, sodass du dir über Einschränkungen im Service keine Sorgen machen musst. Damit die Beratungszeit möglichst kurz und somit auch das Infektionsrisiko gering gehalten wird, kannst du dir beispielsweise vorab eine Checkliste mit möglichen Fragen notieren.

Neu- und Gebrauchtwagen liefern lassen

Einige Händler bieten dir neben dem Online-Bestellservice sogar eine Lieferung deines neuen Fahrzeugs direkt vor die Haustür. Nach deinem Online-Kauf wird das Fahrzeug für dich vorbereitet und unter Berücksichtigung aller Hygienevorschriften geliefert. Beispielsweise kooperiert heycar mit vielen teilnehmenden Händlern und übernimmt Lieferkosten bis zu 200 Euro bzw. bis 200 Kilometer für dich.

Das musst du bei einer Probefahrt beachten

Auch während des Lockdowns kaufen die wenigsten Kunden ein Fahrzeug aus dem Katalog, ohne es einer Probefahrt unterzogen zu haben. Möchtest du das Auto bei einem Händler kaufen, so hat sich dieser unabhängig von der Frage, ob es sich um einen Neu- oder Gebrauchtwagen handelt, um die Einhaltung der Hygiene- und Sicherheitsvorschriften zu kümmern. Hierunter fallen ausreichend Sicherheitsabstand und die Desinfektion der Kontaktflächen des Fahrzeugs. Damit der Händler seine Checkliste für die Vorbereitung des Fahrzeugs abarbeiten und darüber hinaus mögliche Infektionsketten nachvollziehen kann, ist bei einer Inzidenz über 50 ein fester Termin dringend erforderlich.

Auch bei der Probefahrt solltest du stets darauf achten, einen Mund-Nasenschutz zu tragen (Bild: iStock)

Beim Gebrauchtwagenkauf ist die Probefahrt unerlässlich, da du dich damit gegen mögliche Mängel des Autos absichern kannst. Insbesondere, wenn es sich um einen privaten Anbieter handelt. Auch hier gelten für Probefahrten die üblichen lokalen Kontaktbeschränkungen. Der Verkäufer sollte aus Eigen- und Fremdschutz eine Desinfektion des Fahrzeugs vornehmen. Außerdem ist es ratsam, die Probefahrt allein durchzuführen, falls der Mindestabstand im Fahrzeuginneren nicht eingehalten werden kann. Dies setzt natürlich auch voraus, dass sich der Verkäufer gegen mögliche Betrüger absichert. Das ist beispielsweise durch genaues Prüfen und Einbehalten des Personalausweises des Interessenten möglich.

Kaufprämie für E-Autos während Corona

Selbstverständlich gibt es durch Corona viele Schattenseiten und einige Verlierer, werden aus der Pandemie herausgehen. Doch interessierst du dich für die Anschaffung eines Elektroautos, könntest du durchaus als Gewinner aus dieser Pandemie hervortreten. Die Bundesregierung hat sich dazu entschieden, auf eine allgemeine Kaufprämie für Neuwagen oder eine Abwrackprämie für ältere Verbrenner zu verzichten und stattdessen die Förderung für reine Elektro- und Plug-In-Hybridfahrzeuge auszubauen. Somit wurde der staatliche Fördersatz für Elektroautos von 3.000 Euro auf bis zu 6.000 Euro erhöht, der Herstelleranteil bleibt mit 3.000 Euro unverändert. In Zahlen bedeutet das für dich: Beim Kauf eines neuen E-Autos mit einem Nettolistenpreis unter 40.000 Euro sparst du bis zu 9.000 Euro, beim Kauf eines Plug-In-Hybrids sind es immerhin maximal 6.750 Euro.

Weitere Beeinflussungen durch Corona

Neben dem eigentlichen Kauf eines Autos sind zusätzliche Faktoren bei einer solchen Anschaffung während der Pandemie zu berücksichtigen. Dazu zählen unsichere Lieferzeiten, die Öffnungszeiten der Zulassungsstellen sowie Termine der Werkstätten.

Lange Lieferzeiten mit großem Unsicherheitsfaktor

Aufgrund der globalen Vernetzung der Automobilindustrie ist die Automobilproduktion durch die Pandemie stark ins Stocken geraten. Teilweise sind Lieferketten komplett unterbrochen, weshalb Produzenten kurzfristig auf andere Zulieferer zurückgreifen müssen, oder die benötigten Teile kommen signifikant verzögert, wodurch die Produktionsplanung nicht eingehalten werden kann. Das Resultat dieser Problematik zeigt sich in der Lieferzeit von Neufahrzeugen, nicht selten müssen Kunden mehrere Monate bis zu über einem Jahr auf ihren Neuwagen warten. Selbstverständlich sind die Fahrzeughersteller bemüht, die negativen Auswirkungen so gut wie möglich abzufangen, jedoch ist trotzdem mit weiteren Verzögerungen zu rechnen.

Öffnungszeiten der KFZ-Zulassungsstellen

Wurde dein neues Fahrzeug dann endlich geliefert bzw. konntest du es abholen, so ist die Zeit des Wartens wahrscheinlich leider noch nicht überstanden. Grund hierfür sind die veränderten Öffnungszeiten und Personalbesetzungen der KFZ-Zulassungsstellen. Einige Zulassungsstellen bieten ihren Service nur noch halbtags und auch nur mit einer zuvor getätigten verbindlichen Terminbuchung an. Je nach Region können zwischen Terminbuchung und tatsächlicher Fahrzeugzulassung mehrere Wochen liegen. Daher solltest du frühzeitig einen Termin bei der KFZ-Zulassungsstelle vereinbaren, um dein neues Fahrzeug so schnell wie möglich fahren zu können.

Termine in Werkstätten

Ebenfalls sind Werkstätten durch Corona stark in ihrer Arbeit betroffen. Viele Autos verweilen durch das Homeoffice vermehrt in der Garage und nicht dringliche Werkstatttermine wurden vorerst aufgeschoben. Die wirtschaftliche Lage hat viele Werkstattbetreiber dazu gezwungen, ihre Öffnungszeiten zu reduzieren.

Durch innovative Konzepte wie das "Click & Meet" kannst du dich bei deinem Autohändler ganz in Ruhe umschauen (Bild: iStock)

Außerdem sind Werkstätten aufgrund der Hygiene- und Abstandsregeln zusätzlich in ihrer Arbeit eingeschränkt. Bei einigen Reparaturen ist es schlicht nicht möglich, den Mindestabstand zu wahren. Daher können diese Reparaturen gar nicht oder nur deutlich verlangsamt durchgeführt werden. Hast du bei dem Gebrauchtwagenkauf möglicherweise kleine Mängel übersehen und bahnt sich eine Reparatur- oder ein Servicetermin für dein Fahrzeug an, solltest du dich frühestmöglich um einen Werkstatttermin kümmern.

Corona wirkt hemmend, jedoch nicht eliminierend

Es ist offensichtlich, dass sich das Coronavirus und der Lockdown immens auf die Automobilindustrie ausgewirkt hat und noch immer auswirkt. Selbst die größten Fahrzeughersteller haben mit den wirtschaftlichen Folgen zu kämpfen und sind gezwungen, ihre internen Strukturen zu überdenken. Der Verkauf von Neu- und Gebrauchtwagen ist für den Betrieb der Automobilbranche essenziell, weshalb Konzepte dafür entwickelt wurden, die sich mit den allgemeingültigen Hygienevorschriften decken.

Viele Autohäuser haben sich sehr gut mit den neuen Regelungen arrangiert und bieten dir zahlreiche Möglichkeiten, sicher und regelkonform ein neues Fahrzeug zu kaufen. Sei es ein reiner Online-Kauf, Click & Meet unter strengsten Hygieneauflagen oder eine Fahrzeuglieferung frei Haus – der Autohandel ermöglicht dir Alternativen zum bisher gewohnten Autokauf. Lege dir am besten eine Checkliste an, damit du bei all den neuen Vorschriften deine Prioritäten für den eigentlichen Kauf des Autos nicht vergisst.

Wie lange die Automobilbranche noch unter dem Einfluss von Corona steht, lässt sich nur sehr schwer abschätzen. Bis zur Entwarnung wird man sich bei Autokauf, -zulassung und -reparatur jedoch noch auf gewisse Einschränkungen einstellen müssen. Allerdings können wir aus der Situation auch neue Möglichkeiten ableiten, die unser zukünftiges Leben unkomplizierter und flexibler gestalten. So lange heißt es: Durchhalten!

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