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Den Auto-Innenraum reinigen: Hausmittel und Tipps
17. Mai 2022
Wartung & Pflege

Den Auto-Innenraum reinigen: Hausmittel und Tipps

Außen putzt die Waschanlage. Und innen? Nein, eine automatisierte Innenraumreinigung für das Auto gibt es noch nicht. Aber das ist kein Problem, denn mit den richtigen Werkzeugen, cleveren Hausmitteln und hilfreichen Tipps lässt sich der Innenraum eines Autos schnell und gründlich reinigen. Dieser Ratgeber verrät dir, was du dafür brauchst und wie du den Innenraum am besten strukturiert reinigst.

Diese Aufgabe sollte regelmäßig auf der Agenda stehen. Nicht nur, weil ein gereinigter Innenraum besser aussieht als ein schmutziger: Mit der Zeit sammeln sich neben Staub und Schmutz auch Bakterien im Cockpit an. Eine gründliche Autoinnenreinigung gehört also zur Fahrzeughygiene – und optimiert nebenbei noch den Wiederverkaufswert deines Autos.

Checkliste: Das benötigst Du für die Innenraumreinigung

Je nach Fahrzeuggröße kann eine Innenreinigung im Kfz eine Menge Zeit kosten. Für einen intensiv genutzten Familienbus muss schonmal mehr als ein Arbeitstag eingeplant werden. Den Innenraum eines schnittigen Zweisitzers kannst du hingegen locker an einem Nachmittag auf Vordermann bringen. Mit etwas Erfahrung geht es dann deutlich schneller: Routine spart Zeit.

Gutes Wetter ist eine wichtige Voraussetzung für die Pkw-Innenreinigung. Denn einerseits arbeitet es sich leichter mit offenen Türen, andererseits muss bei vielen Reinigungsmitteln gut gelüftet werden.

Vor Beginn solltest du dir alle Reinigungsmittel und -utensilien bereitstellen. Diese sind wichtig für die gründliche Innenreinigung eines Autos:

  • Staubsauger (alternativ: Kleingeld für den Staubsauger an der Waschanlage)

  • Saubere Mikrofasertücher

  • Eimer mit lauwarmem Wasser

  • Kupferbürste

  • Zahnbürste oder Pinsel, gegebenenfalls Wollfaden

  • Wattestäbchen

  • Haushaltsrolle

  • Fensterreiniger

  • Polsterreiniger

  • Gegebenenfalls Lederpflege und Lederlotion

  • Cockpitreiniger

  • Spülmittel

Nicht alles muss auf Vorrat gekauft werden. Fehlender Polsterreiniger lässt sich mit Rasierschaum ersetzen – beides ist im Endeffekt Seife. Alternativ: Zwei Kappen Waschmittel und Wasser in einer Sprühflasche haben einen ähnlichen Effekt. Anstelle von speziellen und teuren Fensterreinigern für den Kfz-Bereich eignet sich auch normaler Glasreiniger. Und gegen unangenehme Gerüche helfen Essig oder frisch gemahlener Kaffee. Lege sie einfach über Nacht in einer Schüssel in den geschlossenen Innenraum.

Beachte bei allen Reinigern, egal ob fertiges Produkt oder Hausmittel: Nicht jeder Inhaltsstoff verträgt sich mit jedem Material. Vor dem Auftragen solltest du prüfen, ob sich Oberfläche und Reinigungsmittel vertragen. Ein Negativbeispiel: Feuchttücher gelten als günstige Alternative zu Cockpitspray. Sie mattieren allerdings nicht. Im schlimmsten Fall spiegelt sich die Sonne im Armaturenbrett und blendet den Fahrer.

Autoinnenreinigung mit System: aufräumen, staubsaugen, putzen

Ein sonniger Tag und geöffnete Türen helfen bei der Autoinnenreinigung. (Bild: iStock)

Jede Innenraumreinigung beginnt mit einer Grundordnung. Alles, was nicht ins Auto gehört, fliegt (zumindest für den Moment) raus – eine tolle Gelegenheit, um Handschuh- und Seitenfächer sowie Kofferraum und Ablagen zu entrümpeln. Die Fußmatten verlassen ebenso das Auto und können an Tankstellen an speziellen Vorrichtungen ausgeschlagen werden.

Zu Hause kannst du dafür einen Teppichklopfer, einen Zaun oder notfalls die Hauswand benutzen. Sauber werden sie mit speziellen Fußmattenreinigern, die einige Waschstraßen anbieten. Ein Staubsauger und die Kupferbürste schaffen die gleiche Arbeit bei textilen Matten. Gummimatten sind ein Fall für Wasser, Spülmittel und ein Mikrofasertuch.

Mit der Zeit können Ablageflächen und Boden ziemlich dreckig werden. (Bild: iStock)

Jetzt kommt der Staubsauger zum Einsatz. Er muss nun alles aufsaugen, was sich seit der letzten Reinigung angesammelt hat, am besten beginnend im Fahrerfußraum im Uhrzeigersinn durch das Auto. Mit einer flachen Düse lassen sich die Falten in den Sitzen gut erreichen – besonders zwischen Sitzfläche und Lehne, denn dort sammelt sich gern Dreck an. Nur wer Vordersitze umklappt und die Rückbank umlegt, kommt an jeden Krümel. Auch der Bereich unter dem Kofferraumboden muss berücksichtigt werden. Hier wird häufig günstiger Teppich eingesetzt, der den Schmutz nur widerspenstig freigibt.

Nach dem Saugen geht es von oben nach unten weiter. Zunächst steht also der Fahrzeughimmel auf dem Programm. Der muss besonders vorsichtig und nur dann behandelt werden, wenn er tatsächlich verschmutzt ist. Um Schmutz und Staub zu beseitigen, eignet sich die Kupferbürste. Gegen Flecken helfen am besten Mikrofasertuch, Wasser und gegebenenfalls etwas Polsterreiniger. Um Flecken zu vermeiden, sollten Sitze und Teppiche darunter mit Handtüchern abgedeckt werden.

Fensterscheiben lassen sich am besten mit Glasreiniger und fusselfreien Tüchern reinigen. Vor allem bei der Frontscheibe ist es wichtig, dass sie gründlich gereinigt wird und keine Schlieren zurückbleiben. Das kann nachts für gefährliche Irritationen sorgen. Je nach Verschmutzungsgrad musst du mehrere Durchgänge machen. Besonders Fahrzeuge, in denen geraucht wurde, sind an dieser Stelle arbeitsintensiv.

Innenreinigung im Auto: Kupferbürste für Polster, Cockpitspray für Kunststoffe

In den meisten Fällen lassen sich Armaturenbrett und Kunststoffflächen mit Wasser und einem Mikrofasertuch reinigen. Vorsicht: Sogenannter Klavierlack kann sogar für ein trockenes Mikrofasertuch zu kratzempfindlich sein. Hier solltest du stets mit weichem Material arbeiten. Wichtig: Das Tuch muss nebelfeucht sein. Ein Test an einer unauffälligen Stelle bietet sich auch hier an.

Für starke Verschmutzungen auf Kunststoffen gibt es spezielle Cockpitsprays. Sprays, die Silikon beinhalten oder anderweitig für Glanz sorgen, eignen sich im Auto weniger. Auch auf dem Lenkrad hat Cockpitspray nichts zu suchen. Von Airbags sollte generell jede aggressive Chemikalie ferngehalten werden. Die Inhaltsstoffe könnten Sollbruchstellen beschädigen. Sollte versehentlich Cockpitspray auf die Fenster gelangen, muss der Glasreiniger noch einmal ran.

Für manche Stellen empfiehlt sich ein Pinsel. (Bild: iStock)

Lüftungsgitter lassen sich am effektivsten mit Pinsel oder Zahnbürste vom Schmutz befreien. Manchmal kann ein weicher Wollfaden helfen, unzugängliche Öffnungen zu reinigen. Für Stoffsitze und Teppiche gibt es Kupferbürsten – in den meisten Fällen genügt das. Größere Flecken verschwinden mit Polsterreiniger. Grundsätzlich gilt: Besser großflächig und mit wenig Druck arbeiten. Wenn das nicht hilft, kann ein Nasssauger helfen.

Sonderfall Leder: Reinigung von Lederlenkrad und Lederbezügen

Lederbezüge sind besonders pflegeintensiv – eine schonende Behandlung mit Mikrofasertuch ist Pflicht. (Bild: iStock)

Bei Lederbezügen ist etwas mehr Aufwand angebracht, denn ungepflegtes Leder sieht mit der Zeit stark beschädigt aus. Fachhändler führen spezielle Lederpflegemittel. Sie sollten dringend nach individueller Anleitung verwendet werden. In der Regel läuft es wie folgt: Lederreiniger auf ein Tuch auftragen (niemals direkt auf das Leder!), von Naht zu Naht einmassieren und trocknen lassen. Für diesen Schritt musst du das Auto gut lüften. Im schlimmsten Fall schimmeln sonst die Bezüge.

Auf die Reinigung folgt die Versiegelung. Auch hierfür gibt es spezielle Mittel. Der Fachhändler bietet Produkte für mattes und glänzendes Leder an. Wer diesen Schritt spart, riskiert, dass das Leder rissig und brüchig wird oder austrocknen. Die Lederlotion sollte sparsam, gleichmäßig und mit sanftem Druck aufgetragen werden. Für Kunstleder gibt es eigene Produkte.

Sattelseife aus dem Pferdebedarf gilt als Hausmittel für Ledersitze. Sie eignet sich aber nur bedingt, weil sie stets für einen gewissen Glanz sorgt. Zudem besteht die Gefahr, dass die enthaltenen Fette auf dem Leder gammeln und stinken. Produkte aus dem Kfz-Bereich sind hier die sichere Wahl.

Lieber machen lassen: Die professionelle Autoinnenreinigung

Bei besonders harten Flecken kann eine professionelle Autoinnenreinigung helfen. (Bild: iStock)

Die Autoinnenreinigung erfordert Aufwand und ein paar Investitionen. Wer davor zurückschreckt, kann diese Aufgabe in professionelle Hände legen: Viele Waschstraßen bieten Innenraumreinigungen an.

Der Fachmann schafft im Zweifel, was mit Hausmitteln nicht geht: Spezialgerät wie besondere Reiniger oder Nasssauger gehören zu seinem Repertoire. Er bietet zudem Desinfektionen oder andere, besondere Behandlungen an. Professionelle Innenraumreinigungen kosten mindestens 50 Euro. Je nach Umfang und Schmutz entsteht allerdings schnell eine dreistellige Summe. Das klingt nach viel Geld, bedeutet für dich aber womöglich einen freien Tag – ganz zu schweigen vom Wiederverkaufswert deines Autos.

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Titelbild: iStock

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