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Autodiebstahl: Tipps zum Schutz und Diebstahlversicherung
8. Dezember 2021
Finanzierung & Versicherung

Autodiebstahl: Tipps zum Schutz und Diebstahlversicherung

Der Albtraum: Am Morgen ist der Parkplatz leer, wo gestern noch das eigene Auto stand. Kein Auto weit und breit. Ein Anruf bei der Polizei bestätigt: Das Auto wurde nicht abgeschleppt, vermutlich wurde es also gestohlen. Autodiebstahl: Statistisch gesehen passiert das 29-mal am Tag in Deutschland. Dem ersten Schock über den Diebstahl des gehegten und gepflegten Autos folgt oft Frust bei der Abwicklung des Verlustes mit der Versicherung.

Denn nur wer vorher eine gute Versicherung gegen Autodiebstahl abgeschlossen hat, erleidet zumindest keinen großen finanziellen Schaden dadurch. Für alle anderen Autofahrer gilt: Autoversicherung und die Statuten bei Autodiebstahl genau kontrollieren.

Was tun nach einem Autodiebstahl?

  1. Anruf bei der Polizei: Die Auskunfts- und Fahndungsstelle teilt mit, ob das Auto umgesetzt wurde – etwa wegen Falschparkens.

  2. Schriftlich Anzeige wegen Diebstahl erstatten: Das Auto wird zur Fahndung ausgeschrieben und eine Vorgangsnummer erstellt.

  3. Schriftliche Schadensmeldung an Versicherung übermitteln, ggf. vorab telefonisch melden.

  4. Auto schnellstmöglich abmelden (mit Kopie der Diebstahlsanzeige sowie der Zulassungsbescheinigung Teil I und II).

  5. Bei laufendem Leasingvertrag bzw. Finanzierung auch Leasinggeber oder die finanzierende Bank informieren.

Die nötigen Schritte nach einem Autodiebstahl: Zunächst macht es Sinn, bei der Polizei oder dem Ordnungsamt telefonisch zu erfragen, ob das Fahrzeug womöglich abgeschleppt wurde. Das kann passieren, wenn es im Halteverbot stand oder den Verkehr behindert hat.

Oder, wenn es ordnungsgemäß geparkt war, aber etwa in der Parkraumbewirtschaftungszone kein Parkschein sichtbar war. Eine Abschleppung ist auch möglich, wenn eine Scheibe eingeschlagen wurde: Dann kann das Fahrzeuge wegen mangelnder Fahrzeugsicherung abgeschleppt werden.

Anzeige erstatten nach Autodiebstahl

Bevor man die Polizei alarmiert, sollte man sichergehen, dass der Wagen nicht abgeschleppt wurde. (Bild: iStock)

Kann eine Umsetzung durch die Behörden ausgeschlossen werden, folgt eine Anzeige bei der Polizei. Gegen Vorlage des Fahrzeugscheins (Zulassungsbescheinigung Teil I) und des Personalausweises muss eine schriftliche Diebstahlanzeige bei der Polizei erfolgen. Dabei sind genaue Angaben zum Fahrzeug und zu den Diebstahlumständen wichtig.

Parallel müssen Autobesitzer direkt die zuständige Kfz-Versicherung informieren. Besteht eine Teilkasko- oder eine Vollkasko-Versicherung, ersetzt die Versicherung den Schaden bei Autodiebstahl. Beim Ausfüllen der Schadensanzeige kommt es auf Sorgfalt an: Unrichtige Angaben gefährden den Versicherungsschutz und damit die Auszahlung des Schadenersatzes.

Die Versicherung benötigt meist eine Kopie der Anzeige bei der Polizei, die Fahrzeugpapiere sowie die Fahrzeugschlüssel. Wichtig: Eine Kfz-Haftpflichtversicherung zahlt bei einem Autodiebstahl nicht.

Ebenfalls wichtig: Bei Leasing-Fahrzeugen oder Autos, deren Finanzierung noch läuft, müssen Geschädigte die Leasinggesellschaft oder die Bank direkt informieren. Sie sind formal Eigentümer des Fahrzeugs. Und: Wenn sich EC- oder Kreditkarten oder auch Handys mit aktiver Sim-Karte im Auto befanden, sollten Besitzer diese Karten umgehend sperren lassen. Für die meisten Geldkarten ist das unter der einheitlichen Sperr-Notrufnummer aus dem Inland (116 116) oder aus dem Ausland (+49 116 116 oder +49 30 4050 4050) möglich.

Spätestens nach 14 Tagen sollten Besitzer das gestohlene Auto beim Straßenverkehrsamt abmelden. Dafür sind Kopien der Anzeige bei der Polizei und der Fahrzeugpapiere notwendig (Zulassungsbescheinigung Teil I und II).

Wird das Auto im Ausland bei einer Geschäftsreise oder im Urlaub gestohlen, sollten Fahrzeugführer den Diebstahl direkt bei der örtlichen Polizei melden und sich eine Kopie vom Protokoll oder der Diebstahlanzeige aushändigen lassen. Nach der Rückkehr nach Deutschland benötigen Versicherung und Straßenverkehrsamt Kopien der Polizei.

Wann zahlt die Autoversicherung nach Autodiebstahl?

Generell zahlen Kfz-Versicherungen nach einem Diebstahl, wenn neben der Haftpflichtversicherung eine Teilkasko- oder Vollkasko-Versicherung abgeschlossen wurde. Allerdings zahlen sie erst, wenn das Auto nach vier Wochen nicht mehr auftaucht und auch nur, wenn der Autobesitzer nicht fahrlässig gehandelt hat. In der Regel wird der Schaden in vier bis acht Wochen nach Eingang der Diebstahlanzeige reguliert. Es kann aber auch länger dauern.

Die Kaskoversicherung erstattet üblicherweise den Wiederbeschaffungswert des Autos. Diesen Wert schätzt die Versicherung, oder sie richtet sich nach einem Wertgutachten. Der Wiederbeschaffungswert ist der Wert, den Autobesitzer aufbringen müssen, um sich ein gleichwertiges Auto zu kaufen.

Findet die Polizei das gestohlene Auto innerhalb von vier Wochen mit Schäden wieder auf, übernimmt die Versicherung in der Regel die Kosten für die Reparatur. Liegen die geschätzten Reparaturkosten höher als der Wert des Autos, ist eine Reparatur allerdings unwirtschaftlich. Dann wird die Versicherung dem Besitzer in der Regel den Wiederbeschaffungswert für ein gleichwertiges Auto ersetzen. Von diesem Betrag wird der Restwert des beschädigten Autos abgezogen.

Was zahlt die Autoversicherung nach einem Autodiebstahl?

Bei Vorliegen einer Kaskoversicherung erstattet die Kfz-Versicherung nach frühestens vier Wochen den Wiederbeschaffungswert des Autos. Das ist der Wert, den Autofahrer aufwenden müssen, wenn sie ein vergleichbares Auto kaufen möchten.

Bei Neufahrzeugen, die zum Zeitpunkt des Diebstahls weniger als zwölf Monate zugelassen sind, zahlt die Versicherung je nach Vertrag sogar den vollen Kaufpreis. Allerdings gilt dies nur, wenn der Versicherte das Auto als Neuwagen bei einem Händler gekauft hat.

Kann man sich nach einem Autodiebstahl sofort ein neues Auto kaufen?

Autobesitzer können sich nach einem Autodiebstahl direkt ein neues oder gebrauchtes Auto kaufen. Sie müssen es nur selbst bezahlen. Denn die Versicherung reguliert den Schaden frühestens vier Wochen nach dem Diebstahl. Taucht das Auto vor der Monatsfrist wieder auf, muss es der bisherige rechtmäßige Besitzer zurücknehmen. Hat er sich schon ein neues Auto zugelegt, besitzt er nun also zwei Autos. Daher sollten Bestohlene mindestens vier Wochen warten, bevor sie sich ein neues Fahrzeug kaufen.

Was ist die beste Diebstahlversicherung?

Vergleichsportale und Finanzmagazine vergleichen regelmäßig gängige Autoversicherungen. Dabei spielt nicht nur die Jahresprämie eine Rolle. Neben dem Preis bewerten die Tester auch die Zusatzvereinbarungen der Versicherungen. Hier gibt es häufig große Unterschiede. So begleichen manche Versicherungen den Rücktransport des wieder aufgefundenen Fahrzeugs, oder sie übernehmen die Reisekosten des Besitzers zum Abholort.

Je nach Versicherung beträgt die Höchstentfernung bis zu 1.500 Bahnkilometer vom Wohnsitz. Bei einem integrierten Schutzbrief in der Kfz-Versicherung übernimmt die Assekuranz die Kosten für die Rückreise aus dem Urlaub, ganz gleich ob mit Bahn, Mietwagen oder dem Flugzeug.

Was ist der beste Diebstahlschutz bei Autos?

Keine Gute Idee: Wertsachen sollten nie im Auto bleiben, schon gar nicht gut sichtbar. (Bild: iStock)

Wie kann man sich vor Autodiebstahl schützen, damit es gar nicht erst so weit kommt? Ein wichtiger Punkt: Auf die Wertsachen achten. Denn die meisten Autos werden nicht aufgebrochen, sondern mit dem originalen Fahrzeugschlüssel geklaut. Diese Tipps helfen, einen Autodiebstahl zu vermeiden:

  • auf Autoschlüssel achtgeben: Schlüssel nicht unbeaufsichtigt in Manteltaschen oder offenen Taschen deponieren

  • alle Fenster schließen

  • das Abschließen der Autotüren kontrollieren

  • Lenkradschloss einrasten

  • Diebstahlwarnlage, sofern an Bord, beim Verlassen scharf stellen

  • bei Verriegeln mit der Funkfernbedienung darauf achten, dass das Auto die Aufforderung optisch oder akustisch bestätigt – andernfalls hat ein Funkblocker die Arbeit behindert

  • Komfortzugang deaktivieren, also das automatische Öffnen und Verschließen des Autos

  • Wertgegenstände haben auf Sitzen und Hutablagen nichts zu suchen – sie locken Diebe an

  • sichere und beleuchtete Parkplätze machen es Dieben schwerer

  • Fahrzeugschlüssel zu Hause nicht ans Schlüsselbrett hängen oder gut sichtbar deponieren: Einbrecher zielen häufig nur auf Fahrzeugschlüssel ab

Diese Autos werden am häufigsten geklaut

BMW ist gleich mit zwei Fahrzeugen auf der Top-10-Liste der meistgeklauten Autos. Der X6 wird am zweithäufigsten gestohlen. (Bild: BMW)

Bestimmte Fahrzeugmodelle sind beliebter als andere. Für Diebe, die das Auto in der Regel weiterverkaufen wollen besonders wichtig. Besonders beliebt bei Langfingern sind große SUVs. Die Top-Ten-Liste der meistgeklauten Autos 2020 (Diebstahlrate pro 1.000 kaskoversicherte Pkw):

  1. Ranger Rover Velar 15,5

  2. BMW X6 9,0

  3. Kia Stinger 6,7

  4. Range Rover 5,9

  5. Lexus NX 4,4

  6. Toyota Land Cruiser 4,3

  7. Toyota Prius+ 3,9

  8. Porsche 911 3,5

  9. Ford Edge 3,4

  10. BMW X5 3,4

Auch der Wohnort entscheidet über die Häufigkeit von Autodiebstählen. Besonders aktiv sind Autodiebe in den Städten (Diebstähle pro 1.000 kaskoversicherte Pkw):

  1. Berlin 2,3

  2. Leipzig 1,2

  3. Hamburg 0,7

  4. Dresden 0,5

  5. Düsseldorf 0,5

  6. Hannover 0,5

  7. Köln 0,5

  8. Duisburg 0,4

  9. Bremen 0,4

  10. Frankfurt am Main 0,4

Teilkasko und Vollkasko: Die richtige Versicherung finden

Damit bei einem Autodiebstahl so wenig finanzieller Schaden wie möglich entsteht, ist die richtige Versicherung ein absolutes Muss. Die Allianz ist Partner von heycar und bietet sowohl Teilkasko-Versicherungen als auch Vollkasko-Versicherungen. Schau' dich doch mal um.

Titelbild: iStock

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