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Autobatterie selber wechseln – alles, was du wissen musst
22. Juli 2020
Autoteile & Technik

Autobatterie selber wechseln – alles, was du wissen musst

Die Batterie ist neben dem Motor sozusagen das zweite Herz eines jeden Autos. Vom Anlasser über das Licht bis hin zum Radio versorgt sie die wichtigen und weniger wichtigen Teile deines Pkw mit dem nötigen Strom. Das bedeutet aber auch im Umkehrschluss: Streikt die Batterie, streikt der Wagen. Wir erklären dir, wie du deine Autobatterie wechseln kannst, was du unbedingt beachten solltest und auch wann ein Batteriewechsel für dein Auto angesagt ist.

Wann muss die Batterie ausgetauscht werden?

Wenn die Batterie nicht mehr vernünftig funktioniert, kann das zwei Gründe haben. Die erste Möglichkeit ist, dass die Batterie einfach nur entladen ist, weil entweder zum Beispiel das Radio, das Navigationssystem oder das Licht über einen längeren Zeitraum angeschaltet war oder der Wagen zu lange gestanden hat. In diesem Fall kann die alte Batterie bleiben, wo sie ist, und du musst sie lediglich neu aufladen. Hierfür verwendest du ein Starthilfekabel oder ein passendes Ladegerät. Deine Batterie sollte eine Spannung über 12,5 Volt haben. Ist sie niedriger, muss sie aufgeladen werden.

Erzielt das erneute Aufladen allerdings nicht den gewünschten Effekt oder tauchen die Probleme in kurzen Abständen auf, geht es mit der Batterie dem Ende zu. In diesem Fall musst du die Autobatterie wechseln. Der Grund ist in der Regel einfach Verschleiß. Alle fünf bis sieben Jahre benötigen Autos normalerweise eine neue Batterie. Probleme entstehen oft auch, wenn ein Fahrzeug entweder sehr selten oder nur für kurze Strecken genutzt wird.

Dazu ist Kälte der natürliche Feind der Batterie. Gerade in harten Wintern kommt es häufig zu Problemen, da die Batterie durch die niedrigen Temperaturen auf der einen Seite deutlich länger braucht, um auf Touren zu kommen, auf der anderen Seite gleichzeitig aber noch mehr beansprucht wird. Sitzheizung, Scheinwerfer, Scheibenwischer und dazu noch das Radio – da kann eine Batterie auch schnell in die Knie gehen.

Springt dein Wagen also gar nicht mehr oder nur nach mehreren Versuchen an oder setzen Licht oder Radio beim Start plötzlich aus, weist das auf eine kaputte Batterie hin. Auch bei sichtbaren Schäden solltest du die Autobatterie wechseln. Ein Defekt wird sonst sehr wahrscheinlich dazu führen, dass du den Wagen nicht mehr starten kannst. Sogar eine Schädigung des Motors durch eine defekte Batterie ist leider möglich. In jedem dieser Fälle musst du für Ersatz sorgen und die Autobatterie ausbauen.

Was gilt es zu beachten?

Batterie ist dabei natürlich nicht gleich Batterie. Zwar kannst du zum Beispiel in Bezug auf den Hersteller auch von der alten Batterie abweichen, in einigen Punkten muss die neue allerdings dem alten Modell unbedingt entsprechen:

  • Die Maße müssen übereinstimmen. Im Motorraum ist grundsätzlich wenig Platz und die Batterie wird dort so passgenau wie möglich integriert. Kaufst du nun ein Fabrikat, das größer ist, wird es nicht in den zugedachten Raum passen. Bei einer zu kleinen Batterie wird diese keinen festen Halt haben und stellt so ein Sicherheitsrisiko dar. Die Maße deiner Batterie kannst du ganz einfach mit einem Zollstock ermitteln.

  • Die Kapazität muss der der alten Batterie entsprechen. Angegeben wird die Kapazität einer Autobatterie in Amperestunden oder abgekürzt „Ah“. Die neue Batterie sollte in diesem Punkt so wie die alte gebaut sein. Unter Umständen kann zwar auch ein Fabrikat mit größerer Kapazität eingebaut werden, hier kommt es allerdings darauf an, ob die Lichtmaschine des PKW die benötigte Leistungsfähigkeit aufweist. Infos dazu bekommst du beim Hersteller.

  • Plus- und Minuspol müssen richtig angeordnet sein. Damit du die neue Autobatterie fachgerecht anschließen kannst, muss die Platzierung der Pole bei der neuen Batterie und dem alten Fabrikat übereinstimmen. Überprüfe dies, bevor du die Autobatterie wechselst.

Anhand eines Starthilfekabels oder eines Ladegeräts, lässt sich eine entladene Batterie neu aufladen. (Bild: iStock)

Zwar ist das auf den ersten Blick eine Menge zu beachten, gerade neuere Batterien verfügen allerdings glücklicherweise über eine ETN. ETN steht dabei für European Type Number und gibt mittels einer neunstelligen Ziffernreihe Auskunft über Bauform, Kaltstartstrom, Kapazität, Nennspannung und Lage der beiden Pole. Stimmt diese Nummer überein, passt auch die neue Batterie. Bei älteren Fabrikaten findest du Informationen über die Typschlüsselnummer deines Wagens. Dazu sind alle Batterien beschriftet, so dass du auf einen Blick erkennst, um welches Modell es sich handelt und ob du diese Autobatterie in deinem Wagen anschließen kannst.

Die notwendigen Vorbereitungen

Den Weg in die Werkstatt kannst du dir glücklicherweise sparen und stattdessen die Autobatterie selbst wechseln. Der Aus- und Einbau ist relativ einfach und auch ungefährlich, solange du einige Punkte beachtest.

Wenn möglich, sorge dafür, dass der Wagen gerade und auf einer freien Fläche steht. So erreichst du alle nötigen Teile und Stellen besser und gefährdest niemanden beim Anschließen der Autobatterie. Die Handbremse muss angezogen werden, sodass der Pkw einen sicheren Stand hat.

Bevor du anfängst, stellst du alle elektrischen Teile im Fahrzeug aus. Da die defekte Batterie sie aktuell eventuell nicht mit Strom versorgt, übersieht man schnell ein Teil, weshalb du umso sorgfältiger überprüfen musst, dass alle Teile ausgeschaltet sind. Das betrifft auch Licht, Radio, Navigationssystem oder Zigarettenanzünder. Schließlich ziehst du noch den Zündschlüssel ab. Auf die Zigarette zur Nervenberuhigung beim Wechseln der Autobatterie solltest du ebenso verzichten, wie auf jede andere Art offenen Feuers.

Für den Batteriewechsel im Auto benötigst du keine Spezialwerkzeuge. Ein passender Schraubenschlüssel, eine Bürste und eine Zange reichen in der Regel völlig. Ganz wichtig sind dazu gummierte Handschuhe, die du während des gesamten Ausbaus tragen solltest. Dazu empfiehlt sich der Kauf eines Polfetts, das du im Fachhandel bekommst. Was es damit auf sich hat, erklären wir dir später.

So kannst du deine Autobatterie wechseln

Nun kann es losgehen. Bei den meisten Autos befindet sich die Batterie im Motorraum. In manchen Fahrzeugen findest du sie allerdings auch im Kofferraum oder ein wenig versteckt an der Seite. Oft umgibt sie eine Verkleidung, die zum einen zum Schutz und zum anderen als Dämmung gedacht ist. Diese Verkleidung baust du vorsichtig ab und hebst sie gut auf, damit auch die neue Batterie gut gesichert wird. Jetzt liegt die Batterie frei.

Von der alten Batterie führen zwei Kabel ab. Das eine ist an den Pluspol angeschlossen, das andere an den Minuspol. Bei neueren Batterien sind die Pole durch unterschiedliche Farbgebung zusätzlich gekennzeichnet. Um die Autobatterie auszubauen, klemmst du immer zuerst den Minuspol ab. Dafür löst du die Mutter und ziehst dann das schwarze Kabel ab. Danach verfährst du genauso mit dem Pluspol: Mutter lösen und dann das rote Kabel entfernen.

Diese Reihenfolge musst du unbedingt einhalten, da es sonst zu einem Kurzschluss kommen kann. Also nochmal zur Sicherheit: erst Minus, dann Plus! Als kleine Eselsbrücke kannst du dir merken, dass man ein Plus nicht ohne Minus schreiben kann. So solltest du die Reihenfolge beim Ausbauen der Batterie nicht vergessen.

Bei den meisten Autos ist die Batterie in einer Halterung befestigt. Diese kannst du nun abschrauben und so die Batterie herausheben. Eventuell ist die Batterie noch von einem Schutzmantel umschlossen, der sie vor Kälte und Erschütterung schützt. Diesen ziehst du ganz einfach ab und legst ihn dann um die neue Batterie.

Jetzt kommt das Polfett zum Einsatz. Wenn du die Pole der neuen Batterie damit großzügig einschmierst, verbessert das den Stromfluss. Diese kleine Investition lohnt sich daher in jedem Fall. Sollten die Kabel dazu angelaufen sein, kannst du sie mit der Bürste vorsichtig säubern. Danach setzt du die neue Batterie ein. Hebe sie dafür vorsichtig in den vorgesehenen Platz und schraube sie wieder in der Halterung fest. Wenn du das richtige Modell gekauft hast, sollte das problemlos funktionieren. Die Schrauben dürfen ruhig richtig fest sitzen, damit die Batterie nicht während der Fahrt verrutscht.

Als nächstes kannst du die Batterie anschließen und gehst dabei genau umgekehrt zum Ausbau vor. Also: dieses Mal zunächst das rote Kabel am Pluspol befestigen und die Mutter ordentlich festziehen. Danach das schwarze Kabel am Minuspol anbringen und ebenfalls gut festziehen. Auch hier gilt wieder: unbedingt die Reihenfolge beachten!

Eine gebrauchte Batterie kannst du entweder im Wertstoffhof oder beim Händler entsorgen. (Bild: iStock)

Wenn du Polkappen besitzt, kannst du damit nun die beiden Pole abdecken und schützen. Ist alles gut befestigt, bringst du danach die Abdeckung wieder an, schließt die Motorhaube und startest den Wagen. Hier lässt du am besten alle „Stromfresser“ noch ausgeschaltet. Springt der Motor problemlos an, konntest du erfolgreich deine Autobatterie wechseln.

Entsorgung der alten Batterie

Ganz fertig bist du allerdings noch nicht, schließlich befindet sich nun eine defekte Altbatterie in deinem Besitz und diese gehört unter keinen Umständen in den Hausmüll. Mehr noch: bei falscher Entsorgung einer alten Autobatterie droht ein Bußgeld, das je nach Bundesland bis zu 2.500 Euro betragen kann. Für die richtige Entsorgung hast du zwei Möglichkeiten:

  • Du kannst die alte Batterie zum Wertstoffhof bringen. Hier wird dir bescheinigt, dass du die Batterie nach dem Ausbauen korrekt entsorgt hast. Unter Umständen wird dafür eine geringe Gebühr fällig.

  • Alternativ bringst du die defekte Batterie zu dem Händler, bei dem du die neue gekauft hast. Da auf jede neue Batterie ein Pfand von 7,50 Euro erhoben wird, wird so nicht nur deine alte Batterie entsorgt, sondern du bekommst auch dieses Geld zurück. Bringst du sie zu einem anderen Händler, kümmert dieser sich zumindest kostenlos oder gegen eine kleine Gebühr um die fachgerechte Entsorgung und kann dir eine Quittung schreiben, mit der du dein Pfand beim ursprünglichen Händler zurückfordern kannst.

Autobatterie wechseln ohne Probleme

Gewusst wie ist auch das Wechseln der Autobatterie ganz einfach. Solange du die entsprechenden Vorbereitungen triffst und während des Wechselns auf die Sicherheitsregeln achtest, ist diese kleine Reparatur auch problemlos ohne Werkstatt möglich. Um sicherzugehen, dass du lange Freude mit deiner neuen Batterie hast, solltest du sie regelmäßig checken lassen.

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