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Auto-Versicherung berechnen
September 20, 2019
Finanzierung & Versicherung

Auto-Versicherung berechnen

Jedes Auto muss zumindest mit einer Haftpflichtversicherung unterwegs sein. Darüber hinaus kann man sich für Kasko-Versicherungen mit diversen Optionen entscheiden. Der letztendliche Preis für die Versicherung setzt sich also immer individuell zusammen. Trotzdem gibt es Faktoren, die praktisch jeder Versicherer beim Berechnen der Versicherung für dein Auto berücksichtigt. 

Was beeinflusst die Auto-Versicherung?

Im Folgenden listen wir die wichtigsten Faktoren auf, die beim Berechnen deiner Auto-Versicherung eine Rolle spielen. Einige von ihnen kannst du beeinflussen und damit Geld sparen. 

Art der Auto-Versicherung

Die Beitragshöhe deiner Auto-Versicherung hängt zunächst einmal von der Art deiner Versicherung ab. Hast du eine Teilkasko- oder eine Vollkasko-Versicherung abgeschlossen? Dann wirst du im Monat entsprechend mehr bezahlen als Leute, die nur mit der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestversicherung, der Kfz-Haftpflichtversicherung, unterwegs sind. Während die Haftpflicht die Unfallopfer einschließlich der Mitfahrer des Unfallfahrers entschädigt, sorgen Kaskoversicherungen für Kompensation von Schäden am eigenen Fahrzeug.

Wenn du dir nicht sicher bist, ob du Kasko-Schutz genießt, schaue einfach in deinen Schutzbrief. Die Leistungen decken sowohl Sach- als auch Personenschäden ab und sind in der Regel im Schutzbrief zusammengefasst. Diesen kannst du dem Unfallmeldedienst im Schadensfall vorzeigen – hab ihn am besten unterwegs immer dabei. Bei Vollkasko-Versicherungen richten sich die Tarife unter anderem ebenfalls nach der Anzahl der schadenfreien Jahre; bei einer Teilkasko entfällt die Schadenfreiheitsklasse (vgl. entsprechenden Punkt unten).

Typklassen

Dieser Indexwert ist besonders wichtig, wenn Versicherer die Höhe der Auto-Versicherung berechnen. Er bildet für jedes einzelne von rund 30.000 Modellen - in diesem Kontext “Typen” genannt - den Schadenbedarf ab. Berechnet wird er jährlich von einem Treuhänder anhand der Schadens- und Unfallbilanzen der vergangenen drei Jahre: Je mehr Schäden mit einem bestimmten Modell verursacht werden, desto höher ist seine Typklasse - und desto teurer fallen Haftpflicht- und Kasko-Versicherung aus. Die Versicherer müssen die Typklassen bei der Tarifgestaltung nicht berücksichtigen, tun dies aber in den allermeisten Fällen. 

Bei der Kfz-Haftpflichtversicherung reichen die Typklassen von 10 bis 25. In welcher Klasse ein Pkw landet, wird in diesem Fall maßgeblich von der Fahrzeugart (Kleinwagen, Sportwagen usw.) und der Fahrweise der Nutzer bestimmt. Bei Fahranfängern beliebte Modelle wie der VW Polo oder der Opel Corsa fallen so zum Beispiel in vergleichsweise hohe Typklassen. Auch gut motorisierte Sportwagen haben oft hohe Typklassen. Bei der Teilkasko existieren die Typklassen 10 bis 34, bei der Vollkasko die Klassen 10 bis 33. Außer Unfällen werden bei den Kasko-Versicherungen auch Autodiebstähle, Fahrzeugbrände oder Glasschäden mit einkalkuliert.

Regionalklassen

Die Regionalklassen sind neben den Typklassen ein weiteres wichtiges von Versicherern genutztes Risikomerkmal beim Berechnen der Auto-Versicherung. Sie werden mittels des Hauptwohnsitzes des Fahrzeughalters in einem von 415 Zulassungsbezirken bestimmt und haben den Zweck, regionale Gegebenheiten im Tarif abzubilden. So ist das Unfallrisiko in dicht befahrenen Großstädten beispielsweise tendenziell höher als in abgelegenen ländlichen Regionen. Letztere können hingegen bei der Kasko-Versicherung schlechter abschneiden, da ein erhöhtes Risiko für Wildunfälle bestehen kann. Die Kasko-Versicherung berücksichtigt darüber hinaus auch Diebstahlhäufigkeit und Häufigkeit von Sturm- und Hagelschäden. 

Auch allgemeine Aspekte wie die Straßenverhältnisse und die Zusammensetzung der zugelassenen Fahrzeuge kommen zum Tragen, wenn die Regionalklassen anhand von Daten der letzten fünf Jahre berechnet werden. Dabei wird für den Bundesdurchschnitt der Wert 100 angesetzt, der bei der Haftpflicht der Regionalklasse 6 entspricht. Niedrigere Werte bzw. Klassen bedeuten, dass die entsprechende Region besser abschneidet, was sich günstig auf den Beitrag auswirkt. Bei höheren Werten und Klassen ist das Gegenteil der Fall.

Schadenfreiheitsklasse

Wer über Jahre und Jahrzehnte keinen versicherungsrelevanten Schaden verursacht, kann sich einen fortlaufend ansteigenden Schadenfreiheitsrabatt sichern. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Schadenfreiheitsklassen (SF-Klasse): Je höher die Schadensfreiheitsklasse, desto größer der Rabatt und desto geringer der schlussendliche Tarif.

Fahranfänger beginnen in der Regel in der SF-Klasse 0, wo sie praktisch den vollen Beitrag zahlen und drei Jahre verbleiben. Danach steigen sie in die SF-Klasse ½ auf und erhalten einen ersten Rabatt. Sofern sie nun weiterhin keinen Unfall verursachen, geht es nach einem Jahr weiter hoch in die SF-Klasse 1, nach einem weiteren Jahr in die SF-Klasse 2 und so weiter. Die Beitragssätze sinken anfangs jedes Jahr und relativ stark, mit der Zeit dauert es dann länger bzw. die Sprünge werden geringer. Schluss ist meist, wenn man in der SF-Klasse 35 angelangt ist. Der Beitragssatz liegt dann nur noch bei 20 %.

Verursacht man einen Schaden, den die Versicherung erstatten muss, wird man im folgenden Jahr um mehrere Stufen zurückgestuft, sprich die Versicherer berechnen die Auto-Versicherung nachteilig neu. Man braucht dann Jahre, um wieder die SF-Klasse zu erreichen, in der man zum Zeitpunkt des Unfalls war. Dadurch summieren sich die Mehrkosten auf, sodass es günstiger sein kann, den Schaden entweder direkt selbst zu zahlen oder innerhalb der ersten Monate nach der Erstattung von der Versicherung zurückzukaufen. 

Auch ein Rabattschutz kann sich lohnen. Dies ist eine Zusatzleistung der Versicherer, die einen davor schützt, nach einem gemeldeten Schaden zurückgestuft zu werden. Zwar ist so ein Rabattschutz teuer, doch eine Rückstufung schlägt in vielen Fällen auch mit einigen Tausend Euro insgesamt zu Buche. So gesehen kann sich ein Rabattschutz trotz seines Preises lohnen.

Weitere Tarifmerkmale

Du kennst jetzt die wichtigsten Faktoren beim Berechnen der Auto-Versicherung. Doch es kommen noch weitere dazu:

Jährliche Fahrleistung

Wie die Schadensbilanzen der Autoversicherer zeigen, steigt mit der jährlichen Fahrleistung auch das Unfallrisiko. Vielfahrer müssen daher in der Regel höhere Beiträge zahlen als Gelegenheitsfahrer.

Anzahl der Fahrer

Wer den Nutzerkreis seines Fahrzeuges beschränkt, kann in der Regel sparen. Denn Versicherer berechnen höhere Beiträge, wenn ungewiss ist, wer ein Auto steuert. Oft gibt es die Option, neben sich selbst auch noch den Partner bzw. die Partnerin günstig mitzuversichern.

Alter der Fahrer

Dass junge Fahrer (unter 25) im Schnitt relativ unsicher unterwegs sind, ist bekannt. Aber auch ältere Fahrer (ab 68) bringen ein erhöhtes Unfallrisiko mit sich. Beide Gruppen können sich deshalb im Gegensatz zu allen anderen Altersgruppen nicht über Abschläge freuen. Die größten Abschläge erhalten Fahrer zwischen 27 und 41 Jahren.

Fahrzeugalter beim Kauf

Da Fahrer von Neuwagen und jungen Gebrauchten sowie von Young- und Oldtimern statistisch betrachtet weniger Schäden bei Versicherungen geltend machen als der Durchschnittsfahrer, gibt es für diese Gruppe bessere Tarife.

Beruf

Auch der Beruf des Fahrer kann sich vergünstigend auf den Tarif auswirken. Und zwar profitieren Beamte, Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes und Landwirte, da sie etwas weniger Unfälle verursachen als der Normalbürger.

Selbstbeteiligung

Während es bei der Haftpflicht meistens keine Selbstbeteiligung gibt, kann man so eine bei Kasko-Versicherungen normalerweise festlegen. Dabei gilt: Je höher die Selbstbeteiligung ist, desto niedriger gestaltet sich der Tarif.

Tarifrechner

Verschiedene Versicherungen wie die BavariaDirekt oder die Gothaer bieten Rechner an, um die individuellen Beiträge der Auto-Versicherung schnell und unverbindlich zu berechnen. Mit diesen Versicherungsrechnern findest du günstige Kasko-Versicherungen mit Rabattschutz auf Anhieb und kannst mühelos die Versicherung für dein Auto selbst berechnen.

Mit einem Modellwechsel sparen

Wie du oben erfahren hast, ist die Typklasse einer der wichtigsten Faktoren beim Berechnen der Auto-Versicherung. Wenn dein aktuelles Fahrzeug in eine hohe Typklasse fällt, kannst du also mit dem Wechsel zu einem Modell in einer geringeren Typklasse bei deinem Versicherungstarif sparen. Klingt das interessant? Dann schau dich doch mal bei heycar um! Dort sind rund 400.000 Fast-wie-neu-Wagen mit Garantie gelistet.

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