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50 Jahre Range Rover
27. März 2020
Autogeschichte

50 Jahre Range Rover

Ein halbes Jahrhundert schon fahren Range Rover weltweit über Straßen und durchs Gelände. Doch was ist das Geheimnis hinter dem großen Erfolg des Modells der Marke Land Rover? Welche Meilensteine und Veränderungen gab es im Laufe der Jahre? Und was hält der Hersteller für die Zukunft bereit? Wir schauen uns die Geschichte des Modells an und werfen einen Blick in die Zukunft.

Komfort trotz 4x4

Die Entwicklung des ersten Range Rover begann bereits 1966. Die Idee der Ingenieure Charles Spencer King und Gordon Bashford war es, eine Kreuzung aus kraftvollem Geländewagen und komfortabler Limousine zu schaffen. Auch beim Design sollten neue Maßstäbe gesetzt werden.

Unter dem Tarnnamen “Velar”, angelehnt an das italienische Wort “velare” für “verschleiern”, fanden 1969 die ersten Testfahrten statt. Am 17. Juni 1970 wurde der erste Range Rover von Land Rover vorgestellt und revolutionierte umgehend den Markt. Nur ein Jahr nach Markteinführung gewann das Modell die Dewar-Trophäe als herausragende technische Errungenschaft.

Avantgardistisches Design mit der Kraft eines Geländewagens und dem Komfort einer Limousine – ein Novum auf dem Markt. Die Optik war unverwechselbar und vollkommen anders als bei gängigen Geländewagen, die eher klobig konstruiert waren: Ein hochgewachsener Kombi mit elegant kantigen Formen. Auch technisch war der Range Rover prestigeträchtig.

Ein 3,5-Liter-Leichtmetall-V8 Motor trieb das 1.770 Kilo schwere Auto auf eine Spitzengeschwindigkeit von 160 km/h. Die komfortable Federung sowie der permanente 4x4-Antrieb prägten die überdurchschnittlichen Fahreigenschaften. Revolutionär war auch die zweigeteilte Heckklappe. Während das Interieur anfangs etwas spartanisch ausgestattet war.

Der Innenraum des Range Rover Classic war recht schlicht und pragmatisch gehalten. Mit der Zeit wurden Ausstattung und Interieur immer luxuriöser. Servolenkung, Ledersitze, elektrische Fensterheber und Holzapplikationen hoben den Innenraum auf ein neues Niveau. Die Verkaufszahlen bestätigten den Erfolg.

Vor allem bei Landärzten, Gutsbesitzern und Jagdpächtern war die erste Generation des Range Rover beliebt. Auch das britische Königshaus erkannte die Vorzüge und bestellte gleich drei Varianten. Da das Fahrzeug durchweg überzeugte, kam erst elf Jahre nach Markteinführung die erste große Veränderung.

Bis 1981 gab es den Range Rover lediglich in einer Version mit zwei Türen. In Zusammenarbeit mit Monteverdi brachte Hersteller Land Rover eine Variante mit vier Türen heraus. Und nur ein Jahr später, 1982, folgte die von vielen Käufern lang ersehnte Variation mit Automatikschaltung. Im Jahr 1985 erhielt der Range Rover Classic ein Facelift. Nicht nur die Optik, sondern auch die Technik wurde modernisiert.

Das Facelift der ersten Generation modifizierte den Range Rover nur leicht (Bild: Jaguar Land Rover)

Mit den kleinen und größeren Veränderungen stiegen Ansehen und Preise. Inzwischen hatte sich der Range Rover einen hohen Status erarbeitet. Doch auch die Konkurrenten hatten das Potenzial eines komfortablen Geländewagens erkannt. Zwar nahmen die Briten mit ihrem Modell lange Zeit eine Vorreiterrolle ein. Doch zogen die Mitbewerber nach, und langsam sogar am Rover vorbei.

Mitte der Achtzigerjahre brachte Mercedes-Benz den 300 GD und Ford den Explorer heraus. Nachdem sich Range Rover nun lange auf seinen Erfolgen ausgeruht hatte, war es nach vierundzwanzig Jahren an der Zeit für ein komplett neues Modell.

Zeit für einen Thronfolger

Während die Produktion der erfolgreichen ersten Generation noch bis 1996 fortgeführt wurde, präsentierte Range Rover 1994 die zweite Generation (P38A/LP). Den MK II (MK steht für engl. „mark“, was man mit „Modell“ oder „Serie“ übersetzen kann) produzierte der deutsche Autobauer BMW, an den die Rover Group inzwischen übergegangen war. In puncto Design ist der Nachfolger ein wenig runder geworden – auch wenn die markanten runden Scheinwerfer rechteckigen Leuchten gewichen sind.

Wesentliche Unterschiede offenbarten sich im Innenraum. Leder und edle Holzelemente bestimmten nun das Interieur und Klimaanlage, elektrische Fensterheber sowie verstellbare Sitze gehörten fortan zur Serienausstattung.

BMW setze auf einen 2,5-Liter-Sechszylinder-Diesel beziehungsweise 4,0-Liter- oder 4,6-Liter-V8-Benziner. Damit beschleunigte der Range Rover MK II in etwas weniger als neun Sekunden auf 100 km/h. Insgesamt erreichte das Modell eine Spitzengeschwindigkeit von 200 km/h.

Erstmals war jedes Modell mit einer elektronisch gesteuerten Luftfederung (ECAS) ausgestattet. Die Bodenfreiheit wurde automatisch ans Gelände angepasst, was eine besonders ruhige und komfortable Fahrweise versprach. An die Verkaufszahlen der ersten Generation konnte die zweite Version nicht anknüpfen. Da half auch das 1998 durchgeführte Facelift wenig. Erst die generalüberholte dritte Generation fand bei Fans große Resonanz.

Die dritte Generation

Als 4,2 und 5,0 Liter-Benziner (286 / 510 PS) sowie 3,0 und 3,6 Liter-Diesel (177/ 272 PS) kam 2002 der Range Rover LM/L322 auf den Markt. Die unverwechselbare Silhouette des Modells bestimmte weiter das Design. Dennoch waren deutliche Unterschiede zu seinen Vorgängern erkennbar.

Beim Range Rover MK III sieht man schon das aktuelle Design durchschimmern (Bild: Jaguar Land Rover)

Der MK III kam beinahe futuristisch daher und bestach mit modernen Rundungen. Auch das Interieur erlebte eine Auffrischung. Im aufgeräumten Innenraum sorgten feinstes Holz und Leder für ein stimmiges Ambiente. Britischer Charme gepaart mit Gemütlichkeit und Luxus – Eigenschaften, die ihre Anhänger fanden. Der hohe Fahrkomfort, das zeitlose Design und die edle Ausstattung machten die dritte Generation bei Monarchen und Staatsoberhäuptern äußerst beliebt. Mit dem MK III gelang Range Rover endgültig der Sprung in die Elite in der Sparte der SUVs.

Zwei Jahre nach Markteinführung folgte eine technische Überarbeitung. Geschuldet dem Umstand, dass die Motoren zwar von BMW gefertigt wurden, obwohl Rover bereits Ford angehörte. Der BMW-V8 wurde in der Folge durch ein neues Aggregat ersetzt. Optisch erlebte der MK III 2005 ein Facelift. 2009 folgten weitere Veränderungen an Leuchten und Kühlergrill, ehe die Produktion 2012 vollständig eingestellt wurde.

MK IV: ein neues Gewand

Die vierte Generation des Range Rover (LG/L4050), die 2013 im Markt eingeführt wurde und im Jahr 2018 ein Facelift verpasst bekam, wurde komplett neu entwickelt. Anders als bei seinen Vorgängern setzten die Briten beim MK IV auf eine selbsttragende Aluminium-Karosserie. Auch bei Teilen des Fahrwerks wurde Leichtmetall verwendet.

Das Resultat: Der MK IV ist 400 Kilogramm leichter und bietet ein verbessertes Fahrverhalten – sowohl auf der Straße als auch Off-Road. Und auch der Verbrauch ist im MK IV gesunken. So benötigt der Diesel rund neun Liter auf 100 Kilometer – ein zufriedenstellender Wert im Vergleich mit ähnlichen Modellen. Auch im Innenraum hat Land Rover den ohnehin hohen Standard nochmal erhöht.

In puncto Ausstattung bewegt sich Range Rover inzwischen auf Luxus-Niveau. So ist die Qualität des Interieurs beim MK IV höher als jemals zuvor und vergleichbar mit der in Oberklassemodellen von Mercedes, BMW und Co. Bequeme Massage-Ledersitze, ein Multimedia-Touchscreen oder Bildschirme in den Lehnen der Rücksitze – all das steht auf der Extra-Liste des MK IV.

Familienzuwachs

Noch vor der Markteinführung des MK IV hat Land Rover die Range Rover Modellreihe um weitere Fahrzeuge erweitert. Durch den Ausbau des Sortiments gelang es, neue Marktsegmente bzw. Zielgruppen zu erreichen. Typisch für Range Rover stand jedes der Fahrzeuge für viel Komfort und ein großes Fahrvergnügen.

Range Rover Sport

Der Range Rover Sport ist dynamischer ausgelegt (Bild: Jaguar Land Rover)

2005 brachte Land Rover den Range Rover Sport hinaus, der, anders als sein Name vermuten lässt, nicht auf dem Range Rover, sondern auf dem Land Rover Discovery basierte. Die Idee war, ein Modell anzubieten, das kompakter als der Range Rover, aber genauso stark motorisiert ist. Das Resultat: Ein offroad-fähiges Fahrzeug mit verbesserter Dynamik.

Nachdem der Range Rover Sport im Jahr 2010 ein Facelift erfahren hatte, kam 2013 die zweite Generation, die nun dem Namen entsprechend tatsächlich auf dem Range Rover aufbaute – wenngleich 75 Prozent der Bauteile anders sind. Immerhin wurden Fahrwerk, Bordelektronik, Getriebe und Aufhängung übernommen. Wie beim großen Bruder erhielt der Range Rover Sport 2018 eine Modellpflege. Das Modell ist mit bis zu 575 PS sowie als 404 PS starker Plug-in-Hybrid erhältlich.  

Range Rover Evoque

Der Evoque ist der kompakteste Range Rover (Bild: Jaguar Land Rover)

Für Kunden, die noch geringere Maße bevorzugen, stellte Land Rover im Jahr 2010 den Range Rover Evoque vor. Mit dem neuen Modell stieg Range Rover ins Segment der Kompakt-SUVs ein und sprach eine neue Zielgruppe an. Besonders das markante Design begeisterte Fachwelt und Kunden von Beginn an: Ein nach hinten abfallendes Dach und sehr dünne Frontscheinwerfer schaffen eine einzigartige Erscheinung. Den Evoque gibt es mit drei und mit fünf Türen.

Für die Marke Land Rover ein Novum war der optionale Frontantrieb, der für einen reduzierten Verbrauch sorgen sollte. Nichts Neues stellte hingegen eine mit dem Facelift 2016 verfügbare Cabrio-Version des Range Rover Evoque dar. Schon der allererste Land Rover konnte offen gefahren werden. 2019 kam die zweite Generation des Modells auf den Markt.

Range Rover Velar

Vielleicht der schönste Range Rover: der Velar (Bild: Jaguar Land Rover)

Der Range Rover Velar ist das jüngste Mitglied in der SUV-Familie. Land Rover will mit dem 2017 in den Markt eingeführten Modell alle Kunden einfangen, denen der Range Rover Sport zu groß und der Evoque etwas zu kompakt ist. Demensprechend sind die Ausmaße des Velar exakt zwischen diesen beiden Modellen angesiedelt.

Das elegante Außendesign ist eine Kombination aus dem opulenten Range Rover und dem schnittigeren Range Rover Evoque. Bei den World Car Awards 2018 wurde der Velar mit dem Titel „World Car Design of the Year“ als schönstes Fahrzeug ausgezeichnet. Die Eleganz des Außendesigns setzt sich im Interieur fort. Im Innenraum sorgen edle Materialien, eine hervorragende Verarbeitung und viel Komfort für angenehme Fahrten.

Ein Blick in die Zukunft

Zwei Range Rover Modelle gibt es bereit als Plug-in-Hybrid (Bild: Jaguar Land Rover)

Die Fokussierung auf einen geringeren Verbrauch bei den neueren Modellen zeigt bereits, dass Land Rover in Zukunft noch verstärkt auf emissionsarme Antriebe setzen wird. Für die Modelle Range Rover und Range Rover Sport sind schon Plug-in-Hybride verfügbar. Darüber hinaus wurde bereits angekündigt, dass die fünfte Range Rover Generation Anfang 2022 in einer vollelektrischen Variante auf den Markt kommen wird.

Range Rover bei heycar

Vom Flaggschiff über die sportliche Variante bis zum kompakten Evoque – unter den rund 450.000 gelisteten Fahrzeugen bei heycar sind viele Range Rover Modelle dabei. Sie alle sind in einem top Zustand, nicht älter als acht Jahre und weniger als 150.000 Kilometer gelaufen. Natürlich gibt es auf alle Range Rover bei heycar eine Garantie. Schau dir das Angebot mal an!

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