heycar Ladeanimation mit Herzbildheycar Ladeanimation mit Autobild
  1. Startseite
  2. Autogeschichte
  3. 12 Ikonen des Auto-Designs
12 Ikonen des Auto-Designs
4. Mai 2021
Autogeschichte

12 Ikonen des Auto-Designs

Leistung, Platzangebot, Fahrerassistenzsysteme, Kraftstoffverbrauch – mit diesen klaren Kenngrößen vergleichen wir Fahrzeuge in der Regel. Doch ein weiterer Punkt beeinflusst die Kaufentscheidung maßgeblich: das Design. Die technischen Eigenschaften mögen noch so überzeugend sein, doch das Auto muss auch optisch überzeugen und Emotionen wecken.

Geschmack ist individuell, doch in der Geschichte der Automobildesigns lassen sich über die Jahre typische Muster und Trends erkennen. Wir stellen vor, welche Auto-Designs das Straßenbild beeinflusst haben und stellen zwölf Ikonen vor.

Meilensteine des Auto-Designs

Betrachtet man die Automobilgeschichte, lassen sich typische Designelemente für verschiedene Zeitabschnitte erkennen. Was die wichtigsten Perioden des Automobildesigns ausmachte:

Kastenartige Formen von der Erfindung bis in die 1920er Jahre

Zu Beginn der Automobilentwicklung wurde das Design des Fahrzeugs klar durch technische Realisierungsmöglichkeiten bestimmt, gemäß dem Motto „form follows function“. Der Fokus lag auf den inneren Werten des Fahrzeugs, das Design entstand um die Technik herum. Auch hinsichtlich der Fertigungstechnik bot die damalige Zeit recht wenig Spielraum, sodass die Fahrzeuge aus geometrischer Sicht zumeist sehr einfach und kastenartig aufgebaut waren. Gegen Ende der 1920er Jahre wurden die Formen allmählich etwas runder, ehe in den 1930ern die Ära der stromlinienförmigen Fahrzeuge anbrach.

Aerodynamisch und rund von 1930 bis 1970

Runde Formen und fließende Linien prägten Fahrzeuge ab 1930. Sie ermöglichten durch einen geringeren Luftwiderstand höhere Fahrzeuggeschwindigkeiten und geringere Kraftstoffverbräuche. Hierbei wurde der Übergang zwischen Motor- und Fahrerabteil harmonischer gestaltet und beispielsweise mit Teilverkleidungen an den Hinterrädern experimentiert.

In den 1950er Jahren trat zudem die Heckflosse als stilistisches Mittel hervor, das vor allem vom US-amerikanischen Automobilhersteller Cadillac eingesetzt wurde und bis heute als Symbol für US-Fahrzeuge dieser Periode gilt. In Verbindung mit einer klaren führenden Linie machten Fahrzeuge dieser Generation einen sehr eleganten und zeitlosen Eindruck. Ein Jahrzehnt später wurde auch die Sportwagenklasse einem Designwechsel unterworfen. Aus der zigarrenartigen Form mit ausgestellten Rädern wurden im Sinne der Aerodynamik lange und flache Fahrzeugschnauzen, recht kurze Fahrerkabinen, deren Dach sich über eine diagonale Linienführung mit dem Fahrzeugheck verband.

Diese Linienführung des Fahrzeughecks war nun auch bei vielen Alltagsfahrzeugen zu sehen. Die zuvor hauptsächlich verwendete Form des Stufenhecks wurde durch eine Schrägheckvariante ergänzt, die die elegante Linie eines Stufenhecks mit den praktischen Vorzügen eines Kombis verband.

Klare Ecken und Kanten zwischen 1970 und 1990

In den 1970er Jahren war erneut eine Trendwende im Automobildesign zu erkennen. Wo vorher runde Formen vorherrschten, wechselten die Chefdesigner nun zu klaren Ecken und Kanten. Das Automobildesign drückte damit eine gewisse Sachlichkeit und Robustheit aus. Maßgeblich dafür verantwortlich war der Industriedesigner Giorgio Giugiaro, der zwar schon ein Jahrzehnt zuvor einige Autos designte, in den 1970er Jahren jedoch die Branche maßgeblich mit seinen neuen Ansätzen beeinflusste. Er zeichnete für das Design verschiedener Marken verantwortlich, darunter Alfa Romeo, BMW, Bugatti, Fiat, Hyundai, Lamborghini, Seat und Toyota.

Giugiaro beeinflusste unter anderem das Design von Sportwagen hin zu einer Keilform mit einer breiten Fahrzeugkarosserie, flacher Front sowie einem recht hohen Heck. Dadurch hatten die Fahrzeuge während eines Rennens auf geraden Strecken wenig Luftwiderstand und in den Kurven trotzdem ausreichend Haftung.

Insgesamt waren die Fahrzeugdesigns bis in die frühen 1990er Jahre eher unaufgeregt. Chefdesigner unternahmen nur selten kreative Experimente. In der jungen Käuferschicht allerdings wuchs der Wunsch nach mehr Individualisierungsmöglichkeiten, die in Form von Tuning und neuen, kreativen Modellen in den Folgejahren Realität wurden.

Viele Individualisierungsmöglichkeiten seit 1990

In den 1990er Jahren schufen Hersteller mehr Anpassungsmöglichkeiten und Optionen durch diverse neue Fahrzeugklassen und -konzepte. Der kompakte Smart, innovative Modelle wie der Audi TT oder eher experimentellen Design wie das des Chrysler PT Cruisers mischten den Markt auf. Die Idee eines Markengesichts wurde strenger umgesetzt, sodass sich eine Design-Stringenz innerhalb einer Marke über viele Modelle hinweg durchzeichnete.

Daneben entwickelte sich die Tuning-Szene stärker. Viele Fahrer veränderten das Aussehen ihrer Fahrzeuge nach eigenen Vorstellungen mit Aufklebern, bunten Lackierungen oder Racingparts wie breiteren Kotflügeln, Heckspoilern und Frontlippen. Teilweise wurden die Fahrzeuge optisch durch Autoaufkleber so sehr verändert, dass sie an einen Rennwagen aus der DTM erinnerten.

Liste: Diese 12 Fahrzeuge sind wahre Design-Ikonen

Die folgenden zwölf Fahrzeuge setzten Design-Maßstäbe in ihrer Zeit und Klasse. Sie sind nicht nur wahre Ikonen der Automobilbranche und zeitlos schön, sie zeigen auch die Weiterentwicklung der Fahrzeughersteller und -designer.

Citroën DS (1955 – 1975)

Bild: Citroën

Die von Flaminio Bertoni designte Göttin (DS leitet sich ab von „Déesse“, französisch „Göttin“), gilt bei Fans auch heute noch als eines der schönsten Fahrzeuge der französischen Marke Citroën. Durch die Stromlinienform wirkt die DS futuristisch wie elegant und sticht aus der Masse hervor. Jedoch war die Göttin nicht nur optisch schön anzuschauen, sondern war ihrer Zeit auch mit dem über Seilzüge gesteuerten Kurvenlicht und der hydropneumatischen Federung weit voraus.

BMW 3200 CS (1962 – 1965)

Bild: BMW

Unaufgeregt, zeitlos und elegant – so lässt sich das Design des BMW 3200 CS beschreiben. Das aus der Feder von Giugiaro entsprungene Design zeichnet sich durch eine zurückhaltende und trotzdem sportliche Linienführung aus, die durch kleine Details wie rahmenlose Fensterscheiben unterstrichen wird. Dabei strahlt das Fahrzeug eine sehr edle Anmutung aus, wie sie sonst nur aus der Oberklasse bekannt ist.

Jaguar E-Type (1961 – 1974)

Bild: Jaguar

Im Jahr 2021 feiert der Jaguar E-Type bereits sein 60-jähriges Jubiläum, doch er ist so schön wie eh und je. Er gilt als wahres Musterbeispiel für das Design der sportlichen Wagen aus den 1960er Jahren – lange Motorhaube, geschwungene Linienführung und ein Cockpit kurz vor der Hinterachse. Jedoch sollte man sich von der anmutigen Form nicht blenden lassen, auf der Rennstrecke war er stets ein gefürchteter Gegner.

Lamborghini Miura (1966 – 1975)

Bild: Lamborghini

Ein Sportwagen war der italienischen Sportwagenschmiede nicht genug, Lamborghini strebte nach mehr. Das Ergebnis war der Lamborghini Miura, der als das allererste Super-Car überhaupt gilt und damit Geschichte schrieb. Seine Fahrleistungen waren zu dieser Zeit unglaublich, sein Design atemberaubend. Der Miura zeigt sich in einem futuristischen und harmonischen Gewand und stellt trotzdem klar, dass er auf der Rennstrecke keine Gefangenen machte.

Range Rover Classic (1970 – 1996)

Bild: Jaguar Land Rover

Der Range Rover Classic war ein waschechter Geländewagen, für den es abseits der Straße keine Probleme, sondern Herausforderungen gab. Harte Ecken und Kanten prägten das Design des Wagens und sprachen eine deutliche Sprache: Robust, unverwüstlich, bereit für harte Bedingungen. 2020 feierte das Modell sein 50-jähriges Jubiläum und schaffte es über alle die Jahre, an seinem ikonischen Design festzuhalten. Auch der Range Rover P400, den wir im letzten Jahr testeten, hält noch immer an Kernelementen fest, integriert aber vertikale Zierleisten am vorderen Teil der Fahrer- und Beifahrertür, die sich am unteren Rand der Karosserie bis zu den Heckleuchten durchziehen.

VW Golf I (1974 – 1983)

Bild: Volkswagen

Der Golf I legte den Grundstein für eine der erfolgreichsten Modellreihen aller Zeiten. Er war das ideale Auto für jedermann und bot auf nur 3,70 Metern Platz für die ganze Familie. Das Design war unaufgeregt, funktional und trotzdem sehr schön anzuschauen. Ab 1979 wurde der Golf I auch als zweitüriges Cabrio produziert, das von den Kunden den liebevollen Spitznamen „Erdbeerkörbchen“ bekam.

Volvo 700er-Serie (1982 – 1989)

Bild: Volvo

Die Volvo 700er-Serie ist wohl der Inbegriff von schwedischer Sachlichkeit. Das Design der drei Modelle wird bestimmt von Ecken, Kanten und großen Metallflächen ohne Schnörkel oder andere Verkünstelungen – und das mit Erfolg! Auch die direkten Nachfolger 960, S90, V90 und C70 enthielten diese Design-DNA und sogar die aktuell erhältliche Generation der Modelle S90 und V90 kann ihre erfolgreichen Vorfahren nicht verleugnen.

Mazda MX-5 I (1989 – 1998)

Bild: Mazda

Mit dem MX-5 schuf Mazda einen kleinen, wendigen Roadster, was für den Fahrspaß einen sehr hohen Stellenwert hatte. Das Stoffverdeck unterstreicht das puristische und sportliche Design des kleinen Japaners, ein besonderes Highlight des MX-5 waren die Klappscheinwerfer an der Fahrzeugfront. Auch die seit 2015 erhältliche vierte Generation, zu der du einen ausführlichen Test in unserem Magazin findest, besinnt sich optisch auf ihren Urgroßvater, auch wenn die Klappscheinwerfer konventionellen Strahlern weichen mussten.

Mercedes Benz S-Klasse III (1991 – 1998)

Bild: Daimler

Kaum ein anderer Wagen strahlte in den 1990er Jahren eine derartige Souveränität aus wie die dritte Generation der S-Klasse von Mercedes Benz. Mit einer Länge von über fünf Metern und klassischer, eleganter Linie gilt das Fahrzeug der Oberklasse als Paradebeispiel für die Überlegenheit der deutschen Automobilindustrie in diesem Jahrzehnt.

Audi TT I (1998 – 2006)

Bild: Audi

Der Audi TT polarisierte von Beginn an. Er brach die damals ungeschriebenen Designgesetze, die klare Linien und Sachlichkeit vorgaben und ging seinen eigenen Weg. Das Design mit den vielen Rundungen gefiel nicht jedem, doch das sollte es auch nicht. Der TT wurde nach einer klaren Konzept-Idee entwickelt und ließ nicht von anderen Einflüssen beirren. Von den einen geliebt, von den anderen gehasst – aber von allen beachtet.

Toyota Prius II (2003 – 2009)

Bild: Toyota

Der Toyota Prius gilt als Pionier moderner Hybridantriebe. Toyota wollte mit dem Prius II in Puncto Umweltfreundlichkeit überzeugen, nicht in der Optik. Demnach wurde das Design nicht mit Fokus auf Eleganz, sondern auf Funktionalität und Praktikabilität gelegt. Am Ende steht das Design des Prius nicht für die Schönheit in Reinform, sondern für eine Revolution der Antriebstechnik.

Fiat 500 (seit 2007)

Bild: Fiat

Auch Fiat sprang auf den Zug des Retro-Trends auf und brachte mit dem Fiat 500 eine Neuauflage des 1957 vorgestellten Kleinstwagens Fiat Nuovo 500 auf den Markt. Die kleine Knutschkugel kann ihre Gene nicht verleugnen, die optischen Parallelen zum „Cinquecento“ sind unübersehbar: zwei glubschäugige Scheinwerfer, eine runde Karosserieform und ein unvergleichlicher Charme.

Was beeinflusst Auto-Design?

Wie auch Kleidung oder Einrichtungsgegenstände unterliegt das Auto-Design einer Mode. Getrieben wird es durch den Drang des Menschen, sich zu verändern, sich zu verbessern, etwas auszuprobieren und etwas Besonderes zu sein.

Trends entstehen, wenn eine zunächst kleine Gruppe mit einem bestimmten Sachverhalt unzufrieden ist und Alternativen sucht. Diese Unzufriedenheit kann auf rein persönlichem Geschmack oder auch auf funktionaler Unzulänglichkeit basieren. Die Fahrzeugform wird durch gesellschaftliche Ansichten geprägt.

SUVs zum Beispiel werden von vielen vor allen Dingen als Umweltsünder wahrgenommen. Doch ihre Beliebtheit lässt sich auch durch ihr Design erklären: Aufgrund ihres Vorteils der hohen Sitzposition und der daraus folgenden besseren Übersicht entsteht ein Gefühl von mehr Sicherheit.

Welche Fahrzeuge können zu Design-Ikonen werden?

Die heutige Zeit ist geprägt von großer Individualität und einem schnellen modischen Wandel. Was angesagt ist und was nicht, ändert sich schneller als zuvor und findet sich auch in immer kürzer werdenden Modellzyklen eines Fahrzeugs wieder. Hersteller können und müssen sich Trends nicht nur technisch, sondern auch optisch immer schneller anpassen.

Ein Beispiel für eine aktuelle Designentwicklung ist der sogenannte „böse Blick“, also eine sehr aggressiv gestaltete Frontpartie des Fahrzeugs, die durch scharfe Linien und schmale Formen gezeichnet wird. Oftmals werden hierfür LED-Scheinwerfer eingesetzt, um dieses Design-Element zu betonen. Einer der Vorreiter dieser Technik war der bayrische Automobilhersteller Audi, der zunächst bei den Modellen A4 und A6 frühzeitig auf LED-Elemente setzte und heute seine komplette Modellpalette damit ausstattet. Mittlerweile interpretieren Chefdesigner anderer Hersteller dieses Element in ihren eigenen Fahrzeugen neu.

Ein weiterer Trend ist eine umfassende Design-Anpassung durch alternative Antriebstechnologien. Fahrzeuge mit Elektroantrieb benötigen an ihrer Front keine großen Lufteinlässe zur Kühlung des Motors mehr – eine geschlossene Karosseriefläche eröffnet Designer wieder neue Möglichkeiten.

Wie geht es weiter?

Klar, Fahrzeuge sind und bleiben Maschinen. Doch Autos wecken in Menschen Emotionen, sind treue Begleiter, stehen stellvertretend für ganze Lebensabschnitte. Ihr Design bleibt Fahrern im Kopf. Der Weg von der Erfindung des Automobils bis hin zur aktuellen Designsprache war geprägt durch mehrere Meilensteine, an denen kreative Automobildesigner gesellschaftliche Trends aufgegriffen und in der Gestalt des Fahrzeugs interpretiert haben.

Auch zukünftig entwickeln sich Auto-Design weiter und spiegeln die gesellschaftliche Entwicklungen wider. Wir freuen uns drauf.

Design-Ikonen gebraucht kaufen

Du suchst nach einem Fahrzeug, das eine gestandene Design-Ikone ist? Einige der aufgeführten Wagen gibt es immer noch in aktuellen Serien – bei heycar sogar mit Garantie und geringer Laufleistung. Schau dich doch einfach mal bei uns um:

Top-Angebote

Titelbild: BMW

Artikel Teilen

Das könnte dich auch interessieren:

17. Juni 2021

Prototypen: Autos, die nie in Serie gingen

Auto-Prototypen und Studien, die zwar nie in Serie gingen, aber trotzdem für Aufsehen sorgten.

Weiterlesen
25. Mai 2021

Darum werden Autos immer größer

Wenn Einparken zur Millimeterarbeit wird: Warum Autos über die Jahre immer größer wurden.

Weiterlesen
** Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2 -Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem 'Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2 -Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.
*** Dieser Pkw unterliegt der Differenzbesteuerung gem. § 25 a UStG. Die MwSt. wird in der Rechnung nicht ausgewiesen.
Mit Klick auf "Einverstanden" stimmst du zu, dass wir Deine Nutzung unserer Plattform durch Cookies und andere Technologien (von heycar und Dritten) nachverfolgen, um deine Nutzungserfahrung und dir angezeigte Werbung zu analysieren und personalisieren (mehr Details). Du stimmst damit auch zu, dass deine Daten hierbei ohne geeignete Datenschutzgarantien an Partner in sog. Drittländern übermittelt werden können, die kein angemessenes Datenschutzniveau bieten, wie z.B. die USA aufgrund staatlicher Zugriffsmöglichkeiten. Alternativ kannst du deine Einstellungen im Cookie Dashboard jetzt und jederzeit später individuell anpassen.